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Apple EventDas Wichtigste zu iPhone 7, Apple Watch und AirPods

Apple hat zu seinem großen Premieren-Event geladen und wird dabei ein neues iPhone vorstellen. In vielen Punkten lagen die Gerüchte richtig – doch nicht in allen. Die News aus San Francisco im Überblick.Sebastian Schaal 07.09.2016 - 21:26 Uhr aktualisiert

Seit der ersten Einführung 2007 hat Apple eine Milliarde iPhones verkauft. Die neue Version soll nochmal einen ordentlichen Schub bringen.

Foto: REUTERS

Das große Neuheiten-Event von Apple ist vorbei. Der Konzern zeigte was er kann, stellte neue Versionen von iPhone und Apple Watch vor. Große Überraschungen blieben aus, kleinere gab es schon. Das Event im Überblick:

+++ Das war die große Apple-Show +++

Jetzt hat der australische Popstar Sia ihren Auftritt. Danach ist Schluss. Einige treue Fans dürften sich mehr versprochen haben: Der Nachrichtendienst Bloomberg zum Beispiel geht davon aus, dass Apple dieses Jahr noch drei neue Mac-Computer vorstellen wird. Darüber hat Cook aber kein Wort verloren. Auch zum neuen macOS 10.12 Sierra gab es nach der WWDC kein Update.

Im Anschluss an die Gesangseinlage verabschiedet Tim Cook die Zuschauer. Damit verabschieden wir uns auch mit dem Ticker.

+++ Zusammengefasst: iPhone 7 +++

Der Home-Button ist weg. Die Kopfhörerbuchse ist weg. Dafür gibt es einen schnelleren Prozessor, der auch weniger Strom verbraucht. Die Akkulaufzeit soll im Vergleich zu einem iPhone 6S um eine Stunde länger sein. Die Kamera wurde verbessert und mit mehr Farben versehen, das iPhone 7 Plus hat sogar eine Dual-Kamera, die auf einem Smartphone bislang einzigartige Funktionen ermöglicht. Dem iPhone 7 liegt ein Adapter bei, mit dem alte 3,5-mm-Klinkenanschluss-Kopfhörer weiter verwendet werden können. Oder man greift zu den neuen, drahtlosen AirPods.

Das Gehäuse bleibt nahezu unverändert, lediglich die Ränder der Antennen fallen im Vergleich zum iPhone 6S weg. Dafür gibt es mit „Jet Black“ eine neue Gehäusefarbe. Das glänzende Schwarz soll einen nahtlosen Übergang zwischen Display und Gehäuse bieten. Das normale Schwarz, Silber, Gold und Roségold bleiben im Programm. Die Preise beginnen bei 649 Dollar für das iPhone 7 (genau wie das iPhone 6S) und 769 Dollar für das iPhone 7 Plus. Aber: Es gibt den doppelten Speicher: 32 Gigabyte, 126 Gigabyte und 256 Gigabyte sind jetzt die Abstufungen.

Bestellt werden kann ab dem 9. September, also diesem Freitag – auch in Deutschland. Geliefert wird eine Woche später, also dem 16. September. Das Betriebssystem iOS 10 ist ab dem 13. September verfügbar. Die AirPods kommen erst im Oktober – Schiller nennt einen Preis von 159 Dollar.

Die Evolution des iPhones
Mit seinem leicht bedienbaren Touchscreen revolutionierte das iPhone die Handybranche. Dabei waren die technischen Daten der ersten Generation noch recht bescheiden: Der Prozessor leistete nur 667 Megahertz, der Arbeitsspeicher war nur 128 Megabyte groß. Den Datenfunk UMTS unterstützte die erste Generation nicht. Trotzdem wurde das Gerät ein riesiger Erfolg.
Das zweite Gerät der iPhone-Reihe, vorgestellt im Juni 2008, brachte einige wesentliche Änderungen. Zum einen überarbeitete Apple das Design gründlich. Zum anderen unterstützte das Gerät den Datenfunk UMTS sowie den Datenturbo HSDPA.
Ein Jahr später stellte Apple das iPhone 3GS vor. Am Design änderte sich nichts, allerdings stattete der Hersteller das Gerät mit einem besseren Prozessor und einem größeren Speicher aus. Das suggeriert auch der Name: Das S steht für „Speed“. Zudem war eine Kamera mit 3 Megapixel Auflösung an Bord.
Mit der vierten Generation, präsentiert im Juni 2010, wagte Apple wieder ein neues Design: Das Gehäuse war kantiger und aus Edelstahl. Zudem verbaute der Hersteller ein Display mit höherer Auflösung. Auch der Prozessor war leistungsfähiger als beim Vorgänger. Der Ansturm auf das Gerät war gewaltig.
Äußerlich unterschied sich das iPhone 4S kaum von seinem Vorgänger, das Design blieb weitgehend gleich. Schlagzeilen machte vor allem der persönliche sprachgesteuerte Assistent Siri, der zunächst nur auf dem 4S lief, später aber auch auf anderen iPhone-Modellen. Siri kann Fragen beantworten oder Kommandos ausführen. Die Kamera des iPhone 4S hatte eine Auflösung von 8 Megapixel.
Das sechste und aktuelle Gerät der Reihe heißt iPhone 5. Es ist etwas länger, aber gleichzeitig dünner als das Vorgängermodell – dadurch ergibt sich ein neues Seitenverhältnis von 16:9. Die 8-Megapixel-Kamera kann Aufnahmen in HD anfertigen. Ein neuer Prozessor soll für mehr Tempo sorgen. In die Kritik geriet Apple, weil vor allem an der schwarzen Variante schnell Abnutzungserscheinungen zu sehen waren. Mit dem iPhone 5 führte Apple auch iOS 6 ein, die neue Version des Betriebssystems, die den vielkritisierten Kartendienst Maps enthält.
Das iPhone 5C und das iPhone 5S waren die Modelle sieben und acht. Das 5C ist die etwas günstigere Variante: Weitgehend ausgestattet wie das iPhone 5, hat es aber ein Gehäuse aus buntem Plastik. Das 5S hat unter anderem einen doppelt so schnellen Chip, eine bessere Kamera und einen Fingerabdrucksensor zur Entsperrung des Gerätes.
Die sichtbarste Neuerung bei der jüngsten iPhone-Generation sind die Maße: iPhone 6 und iPhone 6 Plus sind mit 4,7 beziehungsweise 5,5 Zoll deutlich größer als die Vorgänger. Damit reagiert Apple auf den Boom der Phablets, also der übergroßen Smartphones. Die Geräte unterstützen den Bezahldienst Apple Pay, der über den Nahfunkstandard NFC Daten überträgt.
Mit dem iPhone 6S setzte Apple das Tick-Tock-Prinzip fort: In einem Jahr kommt das "große" Update mit einer neuen Zahl, im Folgejahr werden vor allem Details wie Rechnerleistung, Speicher oder die Kamera verbessert – am Design selbst ändert sich wenig.
Nachdem das iPhone 5C mit seinem billigen Kunststoff-Design als Einstiegsvariante wenig erfolgreich war, hat Apple im Frühjahr 2016 einen neuen Ansatz für das Low-Budget-Smartphone gewagt: Das iPhone SE kombiniert die Optik des iPhone 5S (mit dem kleineren Display) mit der besseren Technik des iPhone 6S. Da auf Details wie eine teure Front-Kamera, die modernste Variante des Fingerabdrucksensors oder das Force-Touch-Display verzichtet wurde, konnte es zum Budget-Preis angeboten werden.

+++ Neue iPhone-Prozessoren +++

Im iPhone 7 arbeitet ein neuer Prozessor, A10 Fusion genannt. Der Dual-Core-Prozessor soll – welch Überraschung – deutlich schneller sein als der Vorgänger A9. Verglichen mit dem Ur-iPhone aus dem Jahr 2007 ist die Grafikleistung 240 Prozent höher. Das sind dann schon ordentliche Zahlen. Heißt aber auch: Neue Spiele und Apps, die die Grafikleistung ausschöpfen, etwa das aktuelle Formel-1-Game oder Adobe Lightroom, laufen in dieser Form nur auf dem iPhone 7 und iPhone 7 Plus.

+++ Apple Pay kommt nach Japan +++

Für Deutschland eher weniger interessant: Apple Pay wird es ab Oktober auch in Japan geben. Dazu brauchen die Geräte einen besonderen Funk-Standard, da Japan nicht mit NFC arbeitet. Auch die neue Apple Watch hat diesen Standard. Nur der Vollständigkeit halber.

+++ Neues Produkt: Apple AirPods +++

„Wir glauben an eine drahtlose Zukunft“, sagt Design-Guru Jonathan Ive in einem Einspielfilm über neue Funkkopfhörer. Wie schon beim iPhone-Film tritt er nicht persönlich auf, sondern spricht nur aus dem Off. Zurück zu den Kopfhörern: Im Gegensatz zu bestehenden Bluetooth-Kopfhörern haben die AirPods keine Kabel mehr zwischen den beiden In-Ear-Kopfhörern. Die Batterie soll bis zu fünf Stunden halten. Dann müssen die AirPods in ihre tragbare Ladeschale, in der ein verbauter Akku Strom für bis zu 24 Stunden bereithält.

Ach ja, die AirPods sehen aus die die gewöhnlichen Apple-Kopfhörer nur eben ohne Kabel. Technisch unterscheiden sie sich aber komplett, in ihrem Inneren arbeitet neben dem Funkmodul und dem Akku der erste eigene Wireless-Chip von Apple, W1 genannt. Auch Beats bringt drei neue Kopfhörer, die auf dem W1-Chip aufbauen.

Apple-Legenden

Seine Visionen spielen bei Apple immer noch eine große Rolle. Steve Jobs (links) gründete den Konzern 1976 zusammen mit Steve Wozniak (rechts) in einer Garage. Das Bild zeigt die beiden 1984 mit dem damaligen Apple-Chef John Sculley. 1985 verließ Jobs nach einem Machtkampf das Unternehmen, kehrte aber 1997 zurück. Mit dem iMac, dem iPhone und dem iPad führte er den angeschlagenen Konzern zurück auf die Erfolgsspur und machte ihn zu einem der wertvollsten Unternehmen der Welt. 2011 starb Jobs an einer Krebserkrankung.

Foto: AP

Tim Cook

Der Manager ist seit 1998 im Konzern und übernahm 2011 die Zügel von Gründer Steve Jobs, der nur wenige Wochen später verstarb. Der Sohn eines Werftarbeiters arbeitete zunächst bei IBM und Compaq. Beim iPhone-Konzern brauchte er lange, um aus dem Schatten von Übervater Jobs hervorzutreten. Unter anderem wurde ihm vorgeworfen, keine neuen Produktinnovationen an den Start gebracht zu haben. Darauf reagierte er unter anderem mit der Einführung der Apple Watch. 2014 outete er sich als erster Chef eines amerikanischen Großkonzerns als homosexuell.

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Jonathan Ive

Der Brite hat als Chefdesigner einen der einflussreichsten Posten im Konzern. Seit 1992 arbeitet er für Apple. Sein erstes großes Projekt war der iMac, dessen Formsprache Apple-Produkte wie das iPhone oder das iPad bis heute beeinflusst. Im Mai 2015 übernahm er den neu geschaffenen Posten als Designvorstand. Ive ist ein großer Bewunderer des Braun-Designers Dieter Rams.

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Luca Maestri

Der Italiener ist seit 2013 im Vorstand von Apple für die Finanzen zuständig. Zuvor sammelte er zahlreiche internationale Erfahrung, unter anderem bei General Motors, Nokia, Siemens Networks und Xerox.

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Jeff Williams

Williams ist seit 1998 im Konzern und seit Dezember 2015 Chief Operating Officer. Zuvor arbeitete er 13 Jahre lang für den Computerriesen IBM. Er spielte zunächst eine wichtige Rolle beim Einstieg des Konzerns in den Smartphone-Markt und leitete später die Entwicklung der Apple Watch.

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Eddy Cue

Eddy Cue ist ein echtes Apple-Urgestein. Der studierte Informatiker arbeitet seit 1989 für den Konzern. Er trieb zunächst den Aufbau des Online-Geschäfts von Apple voran und war später auch für den iTunes-Store und den App Store verantwortlich. Als Senior Vice President für Internet-Software und Dienstleistungen unterstehen ihm heute alle Online-Marktplätze. 2014 wurde er für seine Verdienste um die Entwicklung der Medienbranche mit dem „Spirit of Live“-Preis ausgezeichnet.

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Craig Federighi

Der Manager ist studierter Informatiker und Elektroingenieur. 1996 lernte er beim Computerhersteller Next den Apple-Gründer Steve Jobs kennen. Nach drei Jahren beim IT-Unternehmen Ariba kehrte er 2009 zu Apple zurück. Er leitet die Entwicklung der Betriebssysteme iOS und macOS. Das für Apple charakteristisch gewordene minimalistische Design geht auch auf sein Konto.

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Donna Karan

Die Apple-Managerin ist eine echte Quereinsteigerin. Sie studierte Marketing und arbeitete für verschiedene Modehersteller wie Donna Karan. Von 2006 und 2014 stand sie an der Spitze der britischen Luxuskette Burberry. Apple-Chef Tim Cook holte sie als erste Frau in sein Management-Team. Dort ist die Amerikanerin seitdem für das Retail-Geschäft, allen voran die Apple Stores, zuständig.

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Phil Schiller

Der Manager ist seit der Rückkehr von Steve Jobs 1997 im Führungsteam von Apple. Er ist für das weltweite Marketing des iPhone-Herstellers verantwortlich. In den ausgefeilten Präsentationen des Konzerns stellt er häufig die neuen Produkte vor.

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+++ Die Kopfhörerbuchse fällt weg +++

Das wurde erwartet: Das iPhone 7 hat keinen klassischen Kopfhöreranschluss mehr. Kopfhörer werden jetzt über den Lightning-Connector angeschlossen. Für alte Kopfhörer gibt es immerhin einen Adapter. Schiller argumentiert mit der Größe, der Stromversorgung für Geräuschunterdrückung und der Tonqualität. Wie erwartet.

+++ Stereo-Lautsprecher im iPhone +++

Das haben die Gerüchte nicht vorhergesagt: Das iPhone 7 hat zwei Lautsprecher, einen oben und einen unten. Ja, oben war schon immer einer zum Telefonieren. Aber jetzt kann der obere Lautsprecher genauso die Umgebung beschallen wie der untere. So werden Stereo-Effekte bei Musik möglich.

+++ Dual-Kamera für das iPhone 7 Plus +++

Gerüchte haben besagt, dass das große iPhone 7 Plus eine Dual-Kamera erhält, das normale iPhone 7 nicht. Das Große sollte einen optischen Bildstabilisator bekommen, das Kleine nicht. Im ersten Punkt lagen die Gerüchte richtig, das iPhone 7 hat nur eine Kamera. Aber auch einen Bildstabilisator, da lagen die Gerüchte daneben: Es handelt sich um einen 12-Megapixel-Sensor. Für alle Selfie-Freunde: Die Front-Kamera hat jetzt sieben Megapixel.

Für Phil Schiller ist das die „beste Kamera in einem iPhone“, die man je verbaut hat. Um dann nachzulegen: Das iPhone 7 Plus erhält eine Dual-Kamera, eine Weitwinkellinse, eine Tele-Linse. Über einem neuen Button in der Kamera-App kann zwischen der Weitwinkel- und dem Tele-Bild gewechselt werden, bis zu zehnfacher Vergrößerung. Davon ist allerdings nur der zweifache Zoom optisch über die neue Linse, der Rest stammt aus der Software.

Netter Nebeneffekt: Mit den beiden Linsen können professionell wirkende Porträts aufgenommen werden, mit einem scharfen Vorder- und einem unscharfen, verschwommenen Hintergrund. Mit Smartphone-Kameras war so etwas bislang nicht möglich. Zwar noch nicht ab sofort, es wird ein kostenloses Softwareupdate für das iPhone 7 Plus später im Jahr geben. Und siehe da, das ist für Schiller nicht die beste Kamera in einem iPhone, sondern in einem Smartphone überhaupt.

+++ Der Home-Button verschwindet +++

Was erwartet wurde: Der Home-Button verschwindet. Jetzt gibt es eine feste, aber kraftsensitive Oberfläche, die auch Feedback gibt. In einer gewissen Form bleibt der Home-Button aber doch erhalten: Die Oberfläche ist nicht vollständig glatt wie bei manchen Android-Geräten, eine Vertiefung in Form des alten Home-Buttons bleibt.

+++ Es heißt iPhone 7 +++

Phil Schiller betritt die Bühne. Es geht also ums Design. Auch wenn es sich, wie erwartet, nicht groß von dem des iPhone 6S unterscheidet: Man hat den Herstellungsprozess verbessert, was noch glattere und schönere Oberflächen ergeben soll. Denn da unterscheidet sich das iPhone 7 doch von seinen Vorgängern: Es glänzt. Zumindest in der „Jet-Black“-Variante. Daneben gibt es schlichtweg Schwarz, Silber, Gold und Roségold.

+++ Neues Produkt: iPhone +++

Tim Cook betritt wieder die Bühne – und bevor er zur Sache kommt, muss er natürlich erst einmal wieder den bisherigen Erfolg loben. Eine Milliarde verkaufte iPhones zum Beispiel. Und das auf der WWDC vorgestellte iOS 10 sei das größte Update aller Zeiten.

Apple

Wie abhängig Apple vom iPhone ist

von Sebastian Schaal

+++ Zusammengefasst: Apple Watch Series 2 +++

Die neue Uhr hat einen Dual-Core-Prozessor, das Display wird heller (damit es bei Sonnenlicht besser abgelesen werden kann), wassergeschützt bis 50 Meter, dazu neue Funktionen aus watchOS 3. Die Series 2 kommt zu Preisen ab 369 Dollar. Dazu bleibt die erste Generation (mit dem neuen Dual-Core-Prozessor) für 269 Dollar als Einstiegsmodell im Programm. Ausgeliefert wird ab dem 16. September.

+++ Neue Styles +++

Armbänder in neuen Farben, ok. Die Series 2, wie Apple die neue Watch nennt, wird es auch mit einem Keramik-Gehäuse geben. Und auch wieder eine Hermes-Version. Und eine besonders sportliche Nike-Plus-Version mit speziellem Armband und einem leichten Alu-Gehäuse.

+++ GPS kommt in die Watch +++

Wie schon erwartet erhält die neue Smartwatch auch einen GPS-Sensor. Jeff Williams verspricht, dass die Uhr sofort ein GPS-Signal erkenne – man muss also beim Start des Workouts nicht erst warten, bis ein Signal da ist. Und genau soll es auch sein.

+++ Neue Workouts +++

Da die Uhr jetzt beim Schwimmen getragen werden kann, wird auch die Workout-App um zwei Funktionen, Indoor- und Outdoor-Schwimmen, erweitert. Zudem hat Apple die Bewegungen von Profi- und Amateurschwimmern analysiert. Damit soll auch der Kalorienverbrauch beim Schwimmen genauer kalkuliert werden können.

+++ Jetzt zu den wichtigen Neuerungen: Wasserdichtes Gehäuse +++

Williams stellt die nächste Generation der Watch vor. Optisch unterscheidet sich das Modell kaum von der aktuellen Watch, wie ein kleiner Einspielfilm zeigt. Dabei ist sie komplett neu konstruiert, wie Williams verspricht. Damit soll die Uhr nicht nur gegen Wasserspritzer geschützt sein, sondern bis 50 Meter wasserdicht sein. Sprich: Man kann die Uhr jetzt auch beim Schwimmen oder Surfen tragen. Dazu mussten alle Anschlüsse und Tasten neu entworfen werden – und der kleine Lautsprecher, der eigentlich Luft braucht, die er in Schwingung versetzen kann.

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+++ Bevor der Hype wieder vorbei ist... +++

... kommt Pokémon Go auch noch auf die Apple Watch. Nunja...

+++ watchOS3 bringt einige Updates +++

Jeff Williams geht zunächst noch einmal auf die neuen Funktionen von watchOS 3 ein, die der Konzern bereits bei der Entwicklerkonferenz WWDC vorgestellt hat: schneller startende Apps, ein neues Dock, und einfachere Wischgesten zum Bedienen des kleinen Displays.

+++ Neue Produkte: Apple Watch +++

Jetzt kommt Cook zu den Produktneuheiten. Er würdigt zunächst ein wenig den Erfolg der ersten Watch – aus seiner Sicht ist Apple in den vergangenen 18 Monaten zur zweitbesten Uhrenmarke der Welt geworden, hinter Rolex. Auf dem Smartwatch-Markt sei man sogar führend. Genaue Zahlen nennt er aber immer noch nicht.

Am 24. August 2011 beugte sich Steve Jobs dem Unausweichlichen. Der todkranke Apple-Mitgründer gab nach jahrelangem Kampf gegen den Krebs schließlich den Posten des Firmenchefs ab. Jobs wechselte noch an die Spitze des Verwaltungsrates und versprach, für das Unternehmen dazu sein – doch es dauerte keine eineinhalb Monate mehr, bis er am 5. Oktober starb.

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Sein Lebenswerk legte er in die Hand von Tim Cook, der ihn schon zuvor bei Krankheits-Abwesenheiten vertrat und als Zuständiger für das operative Geschäft das Unternehmen in- und auswendig kannte. Die Planke hätte für den damals 50-Jährigen Cook kaum höher liegen können. Jobs hatte mit einer Erfolgsserie aus iMac, iPod, iPhone und iPad ganze Branchen umgepflügt und unter anderem den Smartphone-Boom in Gang gebracht. Viele Marktbeobachter stellten in Frage, dass Cook, der vor allem als Optimierer von Apples Produktionskette bekannt war, diesem Erbe gewachsen ist. Lesen Sie hier die Analyse zu den aktuellen Problemen des Konzerns.

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Fünf Jahre später sitzt Apple auf einem Geldberg von gut 230 Milliarden Dollar und hat gerade das milliardste iPhone verkauft. Zwischendurch fuhr der Konzern im vergangenen Weihnachtsgeschäft mit 18,4 Milliarden Dollar den höchsten Quartalsgewinn der Geschichte ein. Zugleich wurde das iPhone zum wichtigsten Apple-Produkt und brachte zeitweise mehr als zwei Drittel des Konzerngeschäfts ein. Und als in diesem Jahr die Anziehungskraft der iPhones nachließ, bedeutete das auch einen spürbaren Rückgang für das gesamte Apple-Geschäft.

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Cook gab sich in einem jüngsten Interview mit der „Washington Post“ trotzig: „Ja, für uns geht es dieses Jahr etwas runter. Es geht nicht jedes Jahr nach oben, wissen Sie.“ Auch wenn das weltweite Smartphone-Geschäft derzeit schwächele, sei es auf lange Sicht „der beste Markt der Welt“, weil schließlich jeder eins haben werde.

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In Cooks Amtszeit stieß Apple bisher in eine neue Produktkategorie vor. Die im April 2015 gestartete Apple Watch eroberte zwar aus dem Stand die Marktführung bei Computer-Uhren. Doch Verbraucher zögern noch. Der Konzern veröffentlicht immer noch keine Zahlen, aber nach Einschätzung von Marktforschern verkaufte Apple im Start-Quartal noch 3,6 Millionen seiner Uhren, inzwischen sollen es um die eineinhalb Millionen pro Vierteljahr sein. Auch das wäre noch ein gutes Geschäft – aber nicht unbedingt die steile Erfolgskurve, die viele von Apple bei einem neuen Produkt erwarten.

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Cook stellt weiterhin mehr in Aussicht. „Wir haben die Ausgaben für Forschung und Entwicklung hochgefahren, weil wir massiv in die Zukunft investieren – sowohl in heutige Produktlinien als auch in Dinge, die heute noch nicht sichtbar sind, unter anderem im Diensteangebot.“ Die Tech-Welt hat sich in den fünf Jahren massiv verändert. Heute spielen künstliche Intelligenz und selbstlernende Maschinen eine zentrale Rolle. Und nicht nur Google arbeitet daran, sie in den Alltag zu bringen, sondern auch Facebook und Amazon: Eines der erfolgreichsten Produkte des weltgrößten Online-Händlers in den USA ist der vernetzte Lautsprecher Echo, mit dem sich Nutzer unterhalten können. Virtuelle Realität steht vor dem Sprung in den Massenmarkt, und die gesamte Autobranche wird von der Digitalisierung umgekrempelt.

Foto: AP

Cooks Job ist es, den Platz von Apple in dieser neuen Welt zu sichern. Er kaufte in der bisher größten Übernahme des Konzerns für drei Milliarden Dollar den Kopfhörer-Anbieter Beats, um schneller ins Geschäft mit Musik-Streaming aus dem Netz zu kommen. Er betont die Anstrengungen des Konzerns bei künstlicher Intelligenz, angefangen mit der Sprachassistentin Siri. Er investierte eine Milliarde Dollar in den chinesischen Fahrdienst-Vermittler Didi Chuxing – und seit über einem Jahr gibt es Berichte, Apple baue ein Auto.

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Das Apple von Tim Cook ist in vielem anders als das von Steve Jobs. Der Gründer beschränkte die Außendarstellung von Apple gern auf Produktkommunikation. Cook stellt Umweltschutz in den Vordergrund und ging einen öffentlich ausgetragenen Konflikt mit der US-Regierung ein, indem Apple sich weigerte, Software zum Entsperren von iPhones zu schreiben. „Ich bin der Meinung, dass ein Chef von Apple an der nationalen Debatte zu solchen Fragen teilnehmen sollte“, sagte er der „Washington Post“.

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Jobs habe ihm vor dem Tod gesagt, er solle sich nie fragen, „was würde Steve jetzt tun?“, sondern eigene Entscheidungen treffen, sagte Cook einmal. „Für mich ist Steve nicht ersetzbar. Durch niemanden“, bekräftigt er jetzt. So wird Apple heute mehr als früher von einem Team geführt. Darunter sind Jobs-Vertraute wie der Designer Jony Ive.

Foto: WirtschaftsWoche

Inzwischen kamen etwa mit Software-Chef Craig Federighi (im Bild) auch neue Gesichter zum Führungszirkel dazu. Zugleich ging nach dem Debakel mit dem mies gestarteten Kartendienst 2012 der Veteran Scott Forstall, dem auch Ambitionen auf die Firmenspitze nachgesagt wurden.

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Anders als Jobs schüttet Cook auch Geld an die Aktionäre aus, über 150 Milliarden Dollar durch Dividenden und Aktienrückkäufe. Der Kurs des Apple-Papiers verdoppelte sich unter Cook, und Apple ist weiterhin das teuerste Unternehmen der Welt vor Google. Für eine Bewertung der Ära Cook scheint es unterdessen nach fünf Jahren noch zu früh. „Ich denke, die Weisheit und das Erbe von Tim Cook werden danach bewertet werden, was in den nächsten fünf Jahren passiert“, betont der bekannte Branchenanalyst Gene Munster, der lange vergeblich auf einen von ihm vorhergesagten Apple-Fernseher gewartet hatte.

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+++ Bei iWork kann man jetzt zusammenarbeiten +++

Apples Office-Suite erhält ein Update: Jetzt können mehrere Teilnehmer gleichzeitig an einem Dokument arbeiten. Viele kennen das von Google Docs. Das soll das Arbeiten in Unternehmen, Schulen oder Universitäten einfacher machen.

+++ Super Mario kommt auf die Apple-Geräte +++

Cook gibt zuerst einige Updates. Nach dem Musikdienst kommt er zum App Store. 140 Milliarden Downloads, so Cook, hat es bislang insgesamt gegeben. Das Angebot umfasse 500.000 Spiele. Nur einer hat bislang gefehlt: Super Mario. Das wird sich jetzt ändern, die Nintendo-Legende wird ab November auch im App Store angeboten. Das Spiel soll „Super Mario Run“ heißen. Dabei wird das Prinzip auf den Touchscreen angepasst: Anders als auf dem Gameboy rennt Mario von alleine, per Touch wird gesprungen. So soll man das Game auch einhändig spielen können, erklärt ein Nintendo-Vertreter – also auch wenn man sich in der U-Bahn an einer Haltestange festklammert.

+++ Apple Music wird überarbeitet +++

Der Apple-Musikdienst hat laut Cook über 17 Millionen Kunden, zahlende Kunden. Die Zahl der Songs ist auf 30 Millionen gewachsen. Jetzt wird die App klarer und reduzierter gestaltet.

1976: der erste Apple-Computer
Die Firmengründer Steve Jobs (rechts) und Steve Wozniak bauen in einer Garage die ersten Apple-Computer. Die Geräte, die sie für 666,66 Dollar verkaufen, bestehen nur aus der Hauptplatine, ohne Gehäuse oder Tastatur. Mit Apple beginnt die Ära der Personal Computer, während meist noch Großrechner verwendet werden. Erster Geldgeber ist der ehemalige Intel-Manager Mike Markkula.

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1977: der Heimcomputer Apple II
Mit dem Apple II bringt das Unternehmen einen fertigen PC im Plastikgehäuse und mit einer Farbgrafikkarte auf den Markt. Im ersten Jahr werden 2500 Stück verkauft, im Folgejahr schon 8000 und darauf über 30.000 Exemplare. Bis 1993 wird der Apple II über zwei Millionen Mal verkauft.

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1980: der Börsengang
1980 geht Apple mit einem Jahresumsatz von 118 Millionen US-Dollar an die Börse und macht den 25-jährigen Jobs zum Multimillionär mit einem Vermögen von rund 200 Millionen US-Dollar.

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1984: Jobs macht die PC-Bedienung per Maus massentauglich
1982 holt Jobs den deutschen Designer Hartmut Esslinger und sein Team nach Kalifornien, um das Aussehen der Apple Computer neu zu definieren. 1984 stellt Jobs den Macintosh-Computer vor, mit dem eine grafische Benutzeroberfläche und die Bedienung per Maus populär werden.

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1985: Machtkampf bei Apple

Steve Jobs sucht den Machtkampf mit CEO John Sculley, der in Jobs Rauswurf endet. Er gründet danach die Computer Firma Next und führt das Animations-Studio Pixar. Next entwickelt eine Workstation. Das Start-up wird sofort von Apple verklagt.
Next ist in Technik und Design seiner Zeit voraus, allerdings so teuer, dass nur ein paar zehntausend Computer verkauft werden. Schließlich wird die Hardwareproduktion eingestellt und nur noch Software entwickelt.

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1991: der erste Laptop

Apple bringt seinen ersten erfolgreichen Laptop auf den Markt, das PowerBook 100.

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1993: PDA Apple Newton floppt

Im Jahr 1993 stellt das Unternehmen den PDA Apple Newton vor (auf dem Foto ein Vorserienmodell). Die Entwicklung des Persönlichen Digitalen Assistenten (PDA) startet 1987 unter dem damaligen Apple-Chef John Sculley. Das Gerät, mit dem man unter anderem Notizen aufzeichnen, E-Mails versenden und Online-Dienste wie AOL nutzen konnte, erntet aber durchweg kritische Reaktionen in der Öffentlichkeit, weil manche Merkmale wie eine Handschriftenerkennung nicht zuverlässig funktionieren. Das Resultat: Das Gerät verkauft sich schlecht.

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1997: Apple holt Jobs zurück

Wegen minimaler Anteile im PC-Geschäft und zu hohen Entwicklungskosten ist Apple so stark in der Krise, dass die finanziellen Mittel knapp werden. Daraufhin holt das Unternehmen Steve Jobs zurück. Mit dem Kauf von Next für über 400 Millionen Dollar wird das bei Next entwickelte Betriebssystem zur Grundlage des Mac-Systems OS X, das heute noch eingesetzt wird.

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1997: Jobs macht Ive zum Chefdesigner
Eine folgenreiche Entscheidung, die sich für Apple kurz- und langfristig von zentraler Bedeutung herausstellen wird: Steve Jobs macht den Briten Jonathan Ive zum Chefdesigner von Apple.

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1998: Apple stellt iMac vor
Jobs und Ive stellen im Mai den iMac vor, der mit seinem modernen, farbenfrohen Design viel Aufmerksamkeit auf Apple lenkt. Er läutet die Wiedergeburt des IT-Konzerns ein.

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1999: das erste iBook
Mit dem iBook folgt eine farbenfrohe Notebook-Version des erfolgreichen iMac.

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2001: iPod wird zum Verkaufsschlager

2001 eröffnet Apple den ersten Apple Store im US-Bundesstat Virgina. Im Oktober wird der MP3-Spieler iPod vorgestellt, der zum am schnellsten verkauften Unterhaltungselektronikprodukt aufsteigt. Von Kritikerin wird das Geräts anfangs als zu teuer abgetan.

Weiterhin stellt sich Apple rund um die sogenannte Digital Hub Strategie auf, in dem der Computer als die zentrale Station für das Konsumieren von digitalen Medien fungiert.

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2003: iTunes-Store geht online

Der iTunes Store wird gestartet, über den sich der Online-Verkauf von zunächst Musik und dann auch Apps etabliert.

Foto: AP

Das erste iPhone

Für das Jahr 2007 waren der große Touchscreen ganz ohne Tastatur und die Bedienung per Finger ein radikales Konzept, das die Smartphone-Revolution entscheidend anschob. Dabei verzichtete Apple bei der ersten Version sogar auf den schnellen UMTS-Datenfunk.

Foto: AP

2008: Laptops werden kompakter

Apple stellt das besonders dünne Notebook Macbook Air vor. Es löst den Trend zu kompakteren Laptops aus.

Foto: gms

2010: Das iPad kommt auf den Markt
Steve Jobs präsentiert im Januar 2010 den Tablet-Computer iPad. Mit dem iPad kann Apple den totgeglaubten Markt für Tablet-Computer wiederbeleben, an dem sich andere Hersteller zuvor die Zähne ausgebissen haben.

Foto: REUTERS

2011: Apple erreicht die Spitze
Apple überrundet Microsoft als wertvollstes Technologie-Unternehmen.

Foto: rtr

2011: Tim Cook wird neuer CEO

Jobs stirbt an den Folgen einer Krebserkrankung im Alter von 56 Jahren. Die Führung des Unternehmens übertrug er wenige Wochen davor an Tim Cook.

Foto: rtr

2012: iPad im Miniformat

Neben dem iPhone und dem iPad erfindet Apple noch eine Größe. Erstmals stellt das Unternehmen das iPad Mini vor. Sieben Zoll groß ist der Bildschirm, ein Format, das der verstorbene Apple Gründer Steve Jobs sicherlich verspottet hätte.

Foto: dapd

2015: die Geburtsstunde der Apple Watch

Mit der Computer-Uhr Apple Watch stößt der Konzern erstmals seit Jobs' Tod eine neue Produktkategorie vor und wird laut Analysten auf Anhieb zum Marktführer mit einem Anteil von rund 60 Prozent.

Foto: dpa

2016: eine Milliarde Apple-Geräte im Einsatz

An seinem 40. Geburtstag ist Apple das wertvollste und profitabelste Unternehmen der Welt. Das iPhone (hier das iPhone SE) ist das entscheidende Produkt für das Geschäft des IT-Giganten geworden. Insgesamt ist weltweit rund eine Milliarde Apple-Geräte im Einsatz, die meisten davon sind iPhones.

Foto: AP

+++ Es beginnt mit einem Einspielfilm +++

Tim Cook fährt zu dem Event. Im Auto mit dem britischen Komiker James Corden. Car-Karaoke gibt es auch – Cook hält sich dabei aber zurück. Wie es der Zufall will, steigt auch noch Popstar Pharrell Williams zu. Nett, aber nun zu den Neuheiten: Cook betritt die Bühne.

+++ Gleich geht es los +++

Das Publikum wurde bereits aufgefordert, alle Geräte auf lautlos zu schalten. Die letzten Gäste suchen noch ihre Plätze, dann kann es losgehen.

+++ Die iPhone-Gerüchte im Überblick +++
Neue iPhones sind angesagt, Spekulationen und Gerüchte gibt es wie üblich zuhauf. So soll der etablierte Home-Button soll wegfallen. Nicht unbedingt ein Beinbruch, Android-Smartphones setzen schon länger auf eine Touch-Lösung.

Auch der Kopfhörer-Buchse soll es an den Kragen gehen – was bei Smartphones neu wäre und für Diskussionen sorgt. Mit dem Wegfall der Buchse könnte künftige Telefone dünner werden. Den Spekulationen zufolge könnte Apple den neuen iPhones auch einen Adapter für Klinken-Stecker beilegen. Außerdem könnte die angebliche Registrierung der Marke „AirPods“ auf drahtlose Ohrhörer mit Bluetooth-Funk hinweisen. Sofern die Gerüchte stimmen, wird interessant sein, mit welcher Begründung Apple bei dem Event ab 19 Uhr unserer Zeit den analogen Ohrhörer-Anschluss abschafft.

+++ Bekommt das iPhone 7 Plus eine zweite Kamera? +++

Über eine mögliche kontroverse Ohrhörer-Erneuerung hinaus dürfte Apple den iPhones das übliche Upgrade verpassen: schnellere Chips, bessere Displays. Zumindest beim größeren „Plus“-Modell soll die Kamera bisherigen Gerüchten zufolge eine zweite Linse bekommen. Und nach Informationen des bekannten Branchenanalysten Ming-Chi Kuo spendiert Apple den Geräten schließlich auch mehr Speicher: Statt 16 solle es künftig mindestens 32 Gigabyte geben, dafür falle die Version mit 64 GB weg und die nächsten Schritte seien 128 und 256 GB.

+++ Mit dem iPhone 6S hat Apple kräftig Marktanteile verloren +++

Jetzt steht die Weihnachtszeit an, in der Apple mit neuen Modellen traditionell sein bestes Geschäft macht. Branchenexperten gehen allerdings davon aus, dass der Vorjahres-Rekord von knapp 74,8 Millionen verkauften iPhones und 18,4 Milliarden Dollar Quartalsgewinn sich nicht wiederholen lassen wird. Schon gar nicht mit einem Modell, das sich äußerlich nicht viel vom Vorgängergerät unterscheidet. Apple könnte allerdings auch zugute kommen, dass sich der Erzrivale Samsung gerade einen dicken Patzer leistete und sein Galaxy Note 7 wegen Akku-Problemen weltweit zurückrufen musste.

+++ Zweite Apple Watch erwartet +++

Bei der Präsentation in San Francisco dürfte außerdem ein neues Modell von Apples Computer-Uhr angekündigt werden. Die erste Version wird seit April 2015 verkauft. Bei der neuen Version werden Veränderungen wie eine größere Batterie, ein GPS-Chip direkt in der Uhr und eine bessere Widerstandsfähigkeit gegen Wasser erwartet. Was den Gerüchten zufolge weiterhin fehlt, ist eine eigene Sim-Karte.

+++ Was tut sich an der Computer-Front? +++

Im Vordergrund steht das iPhone, klar. Aber genauso wie die Apple Watch haben auch einige der Computer ein Update nötig: Das Macbook Air muss noch – analog zum 12-Zoll-Macbook – eine USB-C-Buchse erhalten. Zudem fehlt derzeit ein hochauflösender Monitor, an den die Macbooks angeschlossen werden können. Ein Angebot wie das frühere Cinema-Display, nur eben mit der Retina-Auflösung der Notebooks, fehlt derzeit im Angebot. Auch der iMac wurde bereits länger nicht mehr geupdated. Nach Informationen des Finanzdienstes Bloomberg will Apple bis Ende des Jahres drei neue Macs bringen – irgendwann muss der Konzern damit anfangen, wenn die Geräte noch vor Weihnachten in den Handel sollen.

+++ Relativ sicher sind die Software-Updates +++

Bei der Entwicklerkonferenz WWDC im Juni laufen neue Versionen der Betriebssysteme für Smartphones (iOS 10), die Mac-Computer (Mac OS 10.12), die Smartwatch (watchOS 3) und das AppleTV (tvOS 10) im Betatest. Die fertigen Versionen dürfte Apple heute vorstellen und auch zeitnah veröffentlichen.

+++ Samsung verkauft mehr Smartphones, dennoch liegt Apple in einer Rangliste vorne +++

Auch nach dem Rückgang kommen von Apple nach Berechnungen der Marktforscher von Strategy Analytics die beiden meistverkauften Smartphone-Modelle weltweit. Das iPhone 6S vom vergangenen Herbst sei im zweiten Quartal auf dem ersten Platz mit 14,2 Millionen abgesetzten Geräten gewesen, gefolgt von dem ein Jahr älteren iPhone 6 mit 8,5 Millionen.

Samsung sei mit seinem Galaxy S7 Edge auf dem dritten Platz mit 8,3 Millionen Geräten. Er rechne damit, dass die neuen iPhones genug Innovationen liefern, dass Apple an der Spitze im Premium-Segment bleibe, sagte Thomas Husson von der Analysefirma Forrester. Der südkoreanische Apple-Rivale Samsung ist insgesamt der Marktführer im Smartphone-Geschäft mit geschätzten 77 Millionen verkauften Geräten im vergangenen Vierteljahr – diese Stückzahlen verteilen sich aber über deutlich mehr Modelle als bei Apple.

+++ Apple ist abhängig vom Erfolg des iPhones +++

Das iPhone ist das wichtigste Produkt von Apple und die neuen Modelle haben eine besondere Bedeutung im anstehenden Weihnachtsgeschäft. In diesem Jahr gehen die Verkäufe des Geräts zum ersten Mal seit dem Start 2007 zurück. Im vergangenen Quartal fielen die Verkäufe im Jahresvergleich um 15 Prozent auf 40,4 Millionen Geräte. Entsprechend sackten auch Umsatz und Gewinn des gesamten Unternehmens ab. In der Spitze machte das iPhone über zwei Drittel des Apple-Geschäfts aus. Auch nach dem Rückgang bringt es immer noch mehr als die Hälfte der Konzernerlöse ein.

+++ LG stellt nur Stunden vor dem Apple-Event einen iPhone-Konkurrenten vor +++

In der Meldungsflut vor dem Apple-Event ist eine Meldung aber fast untergegangen: LG hat auch ein neues Top-Smartphone vorgestellt - nur wenige Stunden vor dem neuen iPhone. Mit dem V20 will LG seine schwächelnde Smartphone-Sparte wieder auf Vordermann bringen. Das erst vor fünf Monaten auf den Markt gekommene LG-Mobiltelefon G5 war aufgrund von Produktionsproblemen hinter den Erwartungen geblieben.

„Wir hoffen, dass das V20 der Wendepunkt wird“, sagte LG-Spartenchef Cho Juno. Das V20 ist mit einem 5,7-Zoll-Display, einem Metallgehäuse, austauschbaren Batterien sowie verbesserter Ton- und Kameraqualität ausgestattet. LG nannte keine Preise oder Umsatzziele. Zunächst kommt das Premiummodell in Südkorea auf den Markt, bevor es dann auch unter anderem in den USA und China zu haben sein wird.

Mit dpa und Reuters

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