Berliner Weihnachtsmarkt: Was wir wissen und was nicht
Polizeibeamte stehen am Friedrich-Krause-Ufer im Westhafen in Berlin.
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Was wir wissen:
- Der Todesfahrer steuert am Montagabend den Lastwagen auf den Weihnachtsmarkt und bringt mindestens zwölf Menschen um. Rund 50 weitere Besucher des Marktes werden verletzt, viele von ihnen schwer. Die Ermittler gehen von einem Terroranschlag aus.
- Tatverdächtig ist ein Tunesier, der den Behörden unter dem Namen Anis A. bekannt ist und dem die Ermittler jederzeit einen Anschlag in Deutschland zutrauen. Er ist laut Innenminister Thomas de Maizière (CDU) europaweit zur Fahndung ausgeschrieben.
- Der Mann hielt sich nach Angaben aus Sicherheitskreisen wechselweise in Nordrhein-Westfalen und Berlin auf. Sein Asylantrag wurde abgelehnt, er ist aber in Deutschland geduldet. Nach Medienberichten wurde ein auf ihn im Kreis Kleve (NRW) ausgestelltes Personaldokument - eine Duldung - im Fußraum des Lkw-Führerhauses gefunden.
- Ein unmittelbar nach der Tat festgenommener Verdächtiger wird am Dienstagabend wieder freigelassen. Laut Bundesanwaltschaft in Karlsruhe reichen die Ermittlungsergebnisse für einen dringenden Tatverdacht nicht aus.
- Fast genau 24 Stunden nach dem Anschlag reklamiert die Terrormiliz Islamischer Staat (IS) den Angriff für sich. Die Botschaft wird über das IS-Sprachrohr Amak im Internet verbreitet.
- Zu den zwölf Opfern gehört auch der ursprüngliche Speditionsfahrer aus Polen - es handelt sich um den Cousin des Speditions-Eigentümers Ariel Zurawski, der sein Unternehmen in der Nähe von Stettin hat.
- Im Führerhaus des Lastwagens wird blutverschmierte Kleidung gefunden.
Was wir nicht wissen:
- Ist das im Führerhaus gefundene Dokument echt? Oder kann es sich um eine absichtlich falsch gelegte Spur handeln?
- Zur genauen Identität des neuen Verdächtigen gibt es widersprüchliche Angaben. Laut „Allgemeiner Zeitung“ und „Spiegel Online“ verwendet er mehrere Namen, sein Alter wird zwischen 21 und 23 Jahre beziffert. Der Mann soll nach Berichten verschiedener Medien in der Islamistenszene vernetzt sein.
- Nach wie vor ist unklar ist, ob ein oder mehrere Täter hinter dem Anschlag stecken, ob der oder die Täter von außen gesteuert oder aus eigener Initiative gehandelt haben.
- Die Echtheit der IS-Behauptung, dass die Terror-Miliz verantwortlich für den Anschlag ist, lässt sich nicht verifizieren. Sie wurde aber über die IS-Kanäle im Internet verbreitet, die schon nach früheren IS-Anschlägen verwendet wurden.
- Fraglich ist die Zuverlässigkeit des Zeugen, der nach eigenen Angaben den zunächst Festgenommenen vom Tatort bis zur Siegessäule verfolgt haben will.
Frank-Walter Steinmeier
Deutschland hat laut Bundesaußenminister Steinmeier (SPD) „vielfältige Zeichen der Solidarität“ aus aller Welt bekommen. Deutschland könne sich darauf verlassen, nicht allein dazustehen, sagte er am Mittwoch bei einem Gedenken an die Opfer, zu der er mit seinem italienischen Amtskollegen Angelino Alfano (rechts im Bild) gekommen war. Er sei sich mit Alfano einig gewesen, das Leben in Freiheit nicht zerstören zu lassen, sagte Steinmeier. „Durch wen auch immer.“
Zugleich zeigte sich Steinmeier sicher, dass die Sicherheitsbehörden das Notwendige tun werden, den oder die Täter ausfindig zu machen. Er bedankte sich ganz besonders bei der Polizei und den Rettungskräften für ihren Einsatz. Alfano sagte, die Feinde der Freiheit wollten mit Angst unsere Art zu leben zerstören. „Der Kampf gegen den Terror ist auch Kampf für die Freiheit.“
Klaus Bouillon
Der Vorsitzende der Innenministerkonferenz, Klaus Bouillon (CDU), kündigte schärfere Sicherheitsvorkehrungen an. In allen Bundesländern werde die Polizeipräsenz erhöht und der Schutz der Weihnachtsmärkte verstärkt. Es werde mehr Streifen geben und die Maschinenpistolen seien am Mann. "Mit querstehenden Fahrzeugen wollen wir die Zugänge zu den Märkten erschweren." Saarlands Innenminister Bouillon fügte hinzu, mit den bestehenden Gesetzen komme man bei der Terrorabwehr nicht weiter. Es sei ein noch besserer Austausch von Daten der Sicherheitsbehörden notwendig. Darüber hinaus sei es Zeit, die Hürden für die Telefonüberwachung von Verdächtigen zu senken. Auch würden Regeln benötigt, um Messenger Dienste wie WhatsApp zu überwachen.
Am Dienstag hatte Bouillon gesagt: „Wir müssen konstatieren: Wir sind in einem Kriegszustand, obwohl das einige Leute, die immer nur das Gute sehen, nicht sehen möchten", Später wählte er distanzierende Worte: „Den Begriff Krieg werde ich zukünftig vermeiden. Es ist Terrorismus.“
Foto: dpaHorst Seehofer
Der bayerische Ministerpräsident hatte nur 14 Stunden nach dem Anschlag auf den Berliner Weihnachtsmarkt gesagt: „Wir sind es den Opfern, den Betroffenen und der gesamten Bevölkerung schuldig, dass wir unsere gesamte Zuwanderungs- und Sicherheitspolitik überdenken und neu justieren.“ An dieser Aussage gab es viel Kritik. Zu diesem Zeitpunkt gab es Zweifel, ob ein als Verdächtiger in Berlin festgenommene Flüchtling wirklich der Täter war. Wenige Stunden später kam der Mann frei, der tatsächliche Angreifer wurde bislang nicht gefasst.
Foto: dpaAndreas Scheuer
Der CSU-Generalsekretär hat Parteichef Seehofer wegen dessen umstrittener Forderung verteidigt. „Wir brauchen jetzt, und das erwartet das Staatsvolk, eine starke Staatsgewalt“, sagte er am Mittwoch im ZDF-„Morgenmagazin“. Es gehe jetzt darum, „dass wir alles auf den Prüfstand bringen, nachjustieren, verbessern“. Dabei komme es auch darauf an, „Sicherheit und Zuwanderung in Verbindung zu bringen“, betonte Scheuer. „Wir müssen die Kontrolle über die Sicherheitslage herstellen.“
Foto: dpaJulia Klöckner
Die stellvertretende CDU-Vorsitzende Klöckner hält die Forderung von CSU-Chef Seehofer nach einer Obergrenze für Flüchtlinge für hilflos. „Selbst eine Obergrenze gewährleistet doch nicht, dass nur Heilige unter den Flüchtlingen wären“, sagte Klöckner am Mittwoch. Klöckner kritisierte ferner scharf die rechtspopulistische Alternative für Deutschland. Deren nordrhein-westfälischer Landeschef Marcus Pretzell hatte die Kanzlerin für das Attentat in Berlin verantwortlich gemacht. „Wer Angela Merkel persönlich die Schuld für den Anschlag gibt, sie „ihre Toten“ nennt, ist geschmack- und respektlos. Ich habe den Eindruck, die AfD hat nur darauf gewartet, dass etwas in Deutschland passiert, um perfide Kapital daraus zu schlagen.“
Foto: dpaThomas Strobl
Baden-Württembergs Innenminister Strobl (CDU) warnt vor voreiligen politischen Schlüssen. „Wir sollten zunächst immer die Ermittlungsbehörden ihre Arbeit machen lassen“, sagte er dem SWR am Mittwoch. „Wenn dann Ergebnisse vorliegen, die belastbar sind, dann kann man eine faktenbasierte Diskussion führen.“ Zu Seehofers Äußerung sagte er: „Das war gestern nicht sehr klug, über eine Person zu spekulieren, von der sich dann herausstellt, dass sie mit der Tat gar nichts zu tun hat.“ Bei den Forderungen der CSU sehe er generell aber viele Gemeinsamkeiten zu seinen eigenen Vorschlägen. Strobl hatte zuletzt wegen seiner Vorschläge zum Umgang mit abgelehnten Asylbewerbern Diskussionen ausgelöst.
Foto: dpaHeiko Maas
Bundesjustizminister Maas hat zu Besonnenheit in der politischen Debatte über Konsequenzen gemahnt. „Wir müssen alles tun, um diesen abscheulichen Anschlag aufzuklären. Der oder die Täter müssen mit der ganzen Härte des Rechtsstaates zur Rechenschaft gezogen werden“, sagte der SPD-Politiker am Mittwoch. Die beste Antwort auf den Hass von Terroristen sei der wehrhafte Rechtsstaat. „Niemand sollte versuchen, dieses abscheuliche Verbrechen für die eigenen Zwecke zu instrumentalisieren. Wer es dennoch tut, entlarvt sich selbst als verantwortungslos.“
Foto: dpaMichael Müller
Berlins Regierender Bürgermeister Müller (SPD) ist bemüht, die Bevölkerung zu beruhigen. „Man muss keine Angst haben. Das wäre ja jetzt fatal, wenn man sich zu Hause einschließt und nicht mehr rausgeht“, sagte er am Mittwochvormittag im ZDF-„Morgenmagazin“. Dafür geben es auch keinen Anlass. „Es ist richtig, dass wir auch darauf aufmerksam machen, dass wir eine angespannte Situation haben, dass man wachsam sein sollte.“ Die Polizeipräsenz sei an „entsprechenden Punkten“ deutlich erhöht worden. Außerdem seien Maßnahmen getroffen worden, um den Täter schnell zu finden. Man könne sich weiterhin gut bewegen in Berlin.
Foto: dpaJohn B. Emerson
"Wir empfehlen unseren Staatsbürgern nicht, sich von Europa, Deutschland, Berlin oder von Weihnachtsmärkten fernzuhalten“, sagte der amtierende US-Botschafter John B. Emerson im Gespräch mit Journalisten des Handelsblatts und der WirtschaftsWoche. „Diese schreckliche Tragödie sollte nicht dazu führen, dass sich die Menschen in ihren Häusern verriegeln und Weihnachten nicht so feiern, wie sie es feiern wollen“, so Emerson weiter. Er rate jedoch jedem, aufmerksam und wachsam zu sein. Deutschland stünde schon seit Jahren unter Terrorgefahr – und habe eher Glück gehabt. Immer wieder seien Anschläge vereitelt worden. Nur das „Ausmaß und der Erfolg“ seien jetzt neu. Je mehr Freiheiten sich eine Gesellschaft erlaube, umso höher sei eben das Risiko. „Das ist aber ein Risiko, dass es wert ist, dass wir es eingehen weil wir unsere Freiheiten wertschätzen“.
Foto: dpaUS-Präsident Barack Obama
Der amerikanische Präsident Barack Obama sprach nach Angaben des Präsidialamts am Montagabend mit Merkel. Er habe ihr Unterstützung nach "dem fürchterlichen mutmaßlichen Terrorangriff" angeboten.
Foto: REUTERSAngela Merkel
Die Bundeskanzlerin ist bestürzt über den Anschlag. „Dies ist ein sehr schwerer Tag. Ich bin wie Millionen von Menschen in Deutschland entsetzt, erschüttert und tief traurig über das, was gestern Abend am Berliner Breitscheidplatz geschehen ist.“ In einer kurzen Ansprache erklärte sie am Dienstagvormittag, es „wäre widerlich“ gegenüber den helfenden und Schutz bietenden Bundesbürgern, wenn es sich um einen Terrorschlag handelte. Gleichzeitig räumte die Kanzlerin ein, dass sie „eine einfache Antwort auch nicht“ habe. Vielmehr will Merkel auf europäischer und nationaler Ebene Maßnahmen gegen künftige Terroranschläge beraten.
Foto: dpaMartin Schulz
EU-Parlamentspräsident Schulz hat nach dem mutmaßlichen Terroranschlag von Berlin Geschlossenheit angemahnt. „Es ist unsere Pflicht, in Einigkeit und Solidarität zusammenzustehen: Mit den Opfern, ihren Familien und den Verletzten“, wird Schulz am Dienstag auf dem Twitter-Profil des Europäischen Parlaments zitiert. „Wir müssen stark hinter den Werten stehen, die unsere Nationen untermauern: Freiheit, Demokratie und Rechtsstaatlichkeit. Das sind die Werte, die die Terroristen verachten und die sie versuchen zu zerstören. Wir dürfen und werden uns nicht beugen.“
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Bundestagspräsident Norbert Lammert warnt vor voreiligen Schuldzuweisungen und den Ruf nach scheinbar einfachen Lösungen. "Wer solche öffentlichen Erklärungen abgibt, zum Teil nur kurze Zeit nach dem Anschlag, will keinen Beitrag zur Lösung eines Problems leisten, sondern den Anschlag für eigene Zwecke nutzen", erklärt Lammert.
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UN-Generalsekretär Ban Ki Moon verurteilt den "terroristischen Anschlag" in Berlin. Der Generalsekretär hoffe, dass jeder, der an dieser abscheulichen Tat beteiligt war, rasch zur Rechenschaft gezogen werde, teilen die UN mit.
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Die Nachricht über die Gewalttat habe tiefe Betroffenheit ausgelöst, hieß es in einem Telegramm des Vatikans an den Berliner Erzbischof Heiner Koch am Dienstag. „Papst Franziskus verbindet sich mit allen Menschen guten Willens, die dafür arbeiten, dass der mörderische Wahnsinn des Terrorismus keinen Platz in unserer Welt hat“, hieß es darin. Das katholische Kirchenoberhaupt bete für die Verstorbenen und für die Genesung der Verletzten.
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Bayerns Innenminister Joachim Herrmann (CSU) hat eine Überprüfung der deutschen Flüchtlingspolitik gefordert. „Wenn sich bestätigen sollte, dass dieser Anschlag von jemandem verübt worden ist, der als Asylbewerber ins Land eingereist ist, dann muss das in Berlin schon noch mal zu einem grundsätzlichen Nachdenken darüber führen, wie diese ganze Flüchtlingsaufnahme gestaltet wird“, sagte Herrmann dem Hörfunksender Antenne Bayern. Es sei naheliegend, dass durch die große Zahl von Flüchtlingen viele Personen eingereist seien, deren Hintergründe nicht bekannt seien. „Meines Erachtens wird dann schon auch die Frage sein, ob wir das wirklich so weiterlaufen lassen können“, sagte der Innenminister. Dem Bayerischen Rundfunk sagte Herrmann, der Bevölkerung könne nicht zugemutet werden, „das jetzt einfach weiter so laufen zu lassen, dass wir ein erhöhtes Anschlagsrisiko von Personen haben, die aus einem radikalen Islamismus-Verständnis heraus solche Anschläge begehen“.
Foto: dpaJoachim Gauck
Bundespräsident Joachim Gauck zeigt sich erschüttert. „Das ist ein schlimmer Abend für Berlin und unser Land, der mich wie zahllose Menschen sehr bestürzt“, sagt er. „Auch wenn wir noch nicht viel über die Hintergründe des schrecklichen Geschehens auf dem Berliner Weihnachtsmarkt wissen: Ich bin in Gedanken bei den Opfern, bei ihren Angehörigen, bei allen Menschen, die um Familienangehörige oder Freunde fürchten. Und ich danke den Helfern und Sicherheitskräften für ihren Einsatz.“
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Der Vorsitzende der Deutschen Bischofskonferenz, Kardinal Reinhard Marx, sagte: „Es wäre verheerend, wenn wir jetzt sagen: Aha, jetzt sehen wir es - die Flüchtlinge sind schuld. Wir dürfen diesen Terroristen nicht noch einen nachträglichen Erfolg verschaffen, indem wir gegeneinander lostreten, indem wir nicht zusammenhalten, indem wir unbesonnen und mit Hass im Herzen die Dinge angehen.“
Foto: dpaMichael Müller
Berlins Regierender Bürgermeister Michael Müller sagt am Ort des Geschehens: „Es ist einfach furchtbar, das hier zu sehen.“ Es sei „sehr bedrückend, ein Schock, weil wir immer gehofft haben, dass wir diese Situation in Berlin nicht haben werden. Die Lage hier vor Ort ist unter Kontrolle.“ „Es ist mal wieder ein Anschlag auf unser aller Freiheit, unser Leben - und es hätte tatsächlich auch jeden treffen können. Dieses Mal wird das Brandenburger Tor in unseren eigenen Farben angestrahlt werden.“
Foto: dpaDonald Trump
Der zukünftige US-Präsident Donald Trump spricht auf Twitter von „Terroranschlägen“ in Deutschland, der Türkei und der Schweiz. „Die zivilisierte Welt muss umdenken!“, erklärt er.
Foto: REUTERSSteffen Seibert
Bundeskanzlerin Angela Merkel ist nach Angaben ihres Sprechers Steffen Seibert mit dem Innenminister und dem regierenden Bürgermeister in Kontakt. „Wir trauern um die Toten und hoffen, dass den vielen Verletzten geholfen werden kann“, twittert Seibert.
Foto: REUTERSJean-Claude Juncker
EU-Kommissionschef Jean-Claude Juncker hat nach dem möglichen Anschlag in Berlin sein Mitgefühl ausgedrückt. „Meine Gedanken und die der gesamten Europäischen Kommission sind bei den Familien und Angehörigen all jener, die in Berlin getötet und verletzt wurden“, teilte Juncker mit. „Diese Nachricht erschüttert uns umso mehr, weil sie dort zusammengekommen waren, um die Vorweihnachtszeit zu feiern, die viele mit Besinnlichkeit und Frieden verbinden. Wir sind mit den Opfern in tiefer Trauer verbunden.“
Foto: dpaChristian Kern
Mit Entsetzen haben Österreichs Spitzenpolitiker auf den möglichen Anschlag in Berlin reagiert. Bundeskanzler Christian Kern (SPÖ) erklärte via Twitter, seine Gedanken seien bei den Opfern und ihren Angehörigen: „Nach genauer Analyse brauchen wir besonnene, konsequente Antworten.“
Foto: REUTERSDonald Tusk
EU-Ratspräsident Donald Tusk hat Deutschland die Hilfe der Europäischen Union angeboten. „Tief ergriffen von den Neuigkeiten von Weihnachtsmarkt #Breitscheidplatz. Meine Gedanken sind mit den Opfern. Europa ist bereit zu helfen“, erklärte Tusk über Twitter
Foto: REUTERSFrank-Walter Steinmeier
Bundesaußenminister Frank-Walter Steinmeier zeigt sich tief erschüttert über die „schrecklichen Nachrichten“ aus Berlin. „Viele Menschen, die heute Abend den Weihnachtsmarkt besucht haben, sind ums Leben gekommen, noch mehr wurden verletzt“, erklärt er. „Wir wissen noch nicht mit Gewissheit, was heute Abend wirklich geschehen ist. Die Sicherheitsbehörden arbeiten mit Hochdruck daran, die Unglücksstelle zu sichern und die Täter zu finden.“
Foto: dpaFederica Mogherini
Die EU-Außenbeauftragte Federica Mogherini zeigt sich erschüttert. „Europa einmal mehr getroffen“, twittert sie. „Unsere Gedanken sind bei allen Opfern und ihren Familien“.
Foto: dpaThomas de Maiziere
Bundesinnenminister Thomas de Maiziere bietet dem Land Berlin jegliche Unterstützung durch die Bundespolizei an. „Ich wurde unmittelbar nach dem schrecklichen Vorfall auf dem Berliner Weihnachtsmarkt unterrichtet“, erklärt der Minister. „Meine Gedanken sind jetzt bei den Angehörigen der Opfer und den Verletzen des schrecklichen Vorfalls.“
Foto: dpaSigmar Gabriel
SPD-Chef Sigmar Gabriel twitterte: „Wir trauern. Unsere Gedanken sind bei den Opfern in Berlin und ihren Angehörigen.“
Foto: dpaThomas Oppermann
SPD-Fraktionschef Thomas Oppermann twitterte: „Bin entsetzt und schockiert. Meine Gedanken sind bei den Toten und ihren Angehörigen. Das ist ein grauenhafter Anschlag.“
Foto: dpa- Unklar ist, was in den letzten Stunden im Leben des eigentlichen Lkw-Fahrers geschehen ist. Die Leiche des Polen wurde am Tatort auf dem Beifahrersitz gefunden. Die „Bild“ meldet unter Berufung auf Obduktionsergebnisse, er habe bis zum Attentat noch gelebt. Ein Ermittler habe von einem Kampf gesprochen. Die Rede ist auch von Messerstichen. Nach dpa-Informationen wurde er mit einer kleinkalibrigen Waffe erschossen. Spekuliert wird auch, ob der Fahrer dem Täter ins Lenkrad gegriffen hatte.
- Ebenfalls unklar ist, wie genau sich der Täter des Lastwagens bemächtigte. Polnische Medien berichten unter Berufung auf die Spedition von GPS-Daten, die zeigten, dass der Wagen in Berlin am Tag der Tat ab etwa 16 Uhr mehrmals gestartet worden sei. Um diese Uhrzeit Riss der Kontakt zwischen Spedition und Fahrer ab,
- Das Schicksal ausländischer Vermisster - darunter eine Italienerin und eine Israelin - ist noch ungewiss.