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DatenpanneE-Mail-Adressen und Namen bei Amazon geleakt

Im Zuge einer Datenpanne hat Amazon die E-Mail-Adressen und Namen von mehreren Kunden in Amerika und Europa veröffentlicht. Der IT-Konzern hält sich bei den Details bedeckt – und wird dafür von Experten kritisiert. 22.11.2018 - 13:53 Uhr

Ein technischer Fehler hat dazu geführt, dass auf der Website des Internethändlers Amazon E-Mail-Adressen und Namen von Kunden in Amerika und Europa veröffentlicht wurden.

Foto: REUTERS

Bei Amazon sind durch eine Datenpanne E-Mail-Adressen einiger Kunden für alle sichtbar gewesen. Der Online-Händler benachrichtigte am späten Mittwoch betroffene Nutzer in den USA und Europa. Der Konzern machte dabei keine Angaben zur Zahl betroffener Nutzer und den Umständen, unter denen die Daten angezeigt wurden. Bei Betroffenen aus Deutschland hieß es im Netz, E-Mail-Adressen mit dazugehörigen echten Namen seien neben Rezensionen zu Produkten bei Amazon veröffentlicht worden.

Amazon erklärte lediglich, der Fehler sei behoben worden und die Nutzer müssten nichts unternehmen. Unklar blieb auch, wie lange der Fehler bestand. Die Mitteilung fällt in eine wichtige Zeit für das Amazon-Geschäft – die Angebotswoche rund um den aus den USA stammenden Shopping-Tag „Black Friday“, in der viele Weihnachtseinkäufe erledigt werden.

IT-Rechtsexperten wie Dr. Sebastian Meyer, Partner von BRANDI Rechtsanwälte, kritisieren, dass Amazon nur so knapp über den Vorfall informiert habe und sich weigere, Details der Panne zu beschreiben. „Amazon macht es sich viel zu leicht. Es liegt offensichtlich ein gravierender Datenschutzverstoß vor. Nach der DSGVO ist Amazon nicht nur verpflichtet, seine Kunden zu informieren. Es könnte auch ein Schadenersatzanspruch der von dem Datenschutzverstoß Betroffenen entstanden sein“, so Meyer. Ergo könnte noch erheblicher Ärger auf Amazon zukommen. „Nach der seit Mai geltende DSGVO werden explizit auch immaterielle Schäden ersetzt. Dies entspricht dem, was wir in Deutschland als Schmerzensgeld kennen“, warnt Meyer.


Präzedenzfälle würden hierfür jedoch noch nicht existieren. „Niemand weiß, wann die Schwelle zu einem solchen Anspruch erreicht ist und welcher Betrag den Betroffenen zustehen könnte. Umso wichtiger wäre es, dass Amazon als einer der größten Player im Markt mit offenen Karten spielt und genau darüber informiert, wessen Daten in welchem Umfang über welchen Zeitraum entwendet werden konnten. Ferner muss Amazon darüber informieren, wie es künftig technische Pannen dieser Art ausschließen will.“

dpa
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