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WirtschaftsstabilisierungsfondsNach Lufthansa: Auch Modeunternehmen Adler will Staatshilfe rasch zurückzahlen

Bereits 21 Unternehmen hat der Wirtschaftsstabilisierungsfonds gestützt. Dazu zählt auch das Modeunternehmen Adler. Dieses will die Staatshilfe nun rasch zurückzahlen.Max Haerder, Henryk Hielscher 24.09.2021 - 07:34 Uhr

Nach der Insolvenz 2021 und der Übernahme durch Zeitfracht sah sich Adler in den vergangenen Monaten wieder auf Kurs.

Foto: dpa

Nach dem Lufthansa-Konzern plant auch das Modeunternehmen Adler die rasche Rückzahlung von Staatshilfen, berichtet die WirtschaftsWoche. Das Unternehmen hatte im Mai einen Kredit über 10 Millionen Euro vom Wirtschaftsstabilisierungsfonds (WSF) erhalten. Nachdem die Berliner Zeitfracht-Gruppe den Modehändler vor wenigen Wochen aus der Insolvenz heraus erworben hat, würden „derzeit Gespräche über die Tilgung des WSF-Kredites“ geführt. Das Geld soll „kurzfristig zurückgezahlt“ werden, sagte eine Unternehmenssprecher. Eine erste Tranche sei bereits überwiesen worden.

Adler hatte die Staatshilfe in Anspruch genommen, da dem insolventen Unternehmen kurz vor Abschluss der Investorensuche das Geld auszugehen drohte. Nachdem das Management vor dem Verlust von 3200 Arbeitsplätzen warnte, sprang der WSF ein.

Laut Bundeswirtschaftsministerium und Finanzagentur hat der WSF in der Coronakrise insgesamt bereits 21 Unternehmen gestützt. Die bekanntesten Fälle sind neben Lufthansa, der Reiseveranstalter TUI. Auch der Warenhauskonzern Galeria Karstadt Kaufhof, der Schiffsbauer MV Werften und der Stahlproduzent Georgsmarienhütte haben bereits WSF-Mittel erhalten. Elf weitere Anträge seien derzeit in Prüfung, teilte die Finanzagentur mit. Insgesamt hätten bislang 124 Unternehmen Interesse an Maßnahmen des WSF bekundet. Die Bundesregierung hatte den Fonds aufgelegt, um notleidenden Unternehmen über die Virus-Pandemie hinwegzuhelfen. Laut WSF-Gesetz kann der Staatsfonds dazu noch bis Ende 2021 Kredite und Garantien an Unternehmen ausreichen, oder sich direkt an ihnen beteiligen.

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Es sei richtig gewesen, dass der Staat den Unternehmen in der Corona-Pandemie geholfen hat, „um Arbeitsplätze und die Grundlage unseres Wohlstandes zu sichern“, sagt FDP-Generalsekretär Volker Wissing der WirtschaftsWoche. „Eine staatliche Beteiligung an Unternehmen sollte aber stets die Ausnahme bleiben und darf nicht zur Regel werden.“ Die Bundesregierung müsse dafür sorgen, dass „die finanziellen Belastungen für die Steuerzahlerinnen und Steuerzahler begrenzt werden“, so Wissing.

Mehr zum Thema: Die Rettung der Lufthansa durch den Wirtschaftsstabilisierungsfonds wird zum Millionengeschäft für den Staat – das weckt Begehrlichkeiten. Wird der Staatsfonds als industriepolitische Allzweckwaffe überleben?

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