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Modekette Staat stützt insolvente Modekette Adler mit 10 Millionen Euro

Exklusiv
Quelle: dpa

Nun also doch: Die insolvente Modekette Adler erhält einen staatlichen Unterstützungskredit. Wie es bei der Modekette jetzt weitergeht.

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Die insolvente Modekette Adler erhält nun doch einen staatlichen Unterstützungskredit über 10 Millionen Euro, berichtet die WirtschaftsWoche. Das Geld kommt vom Wirtschaftsstabilisierungsfonds (WSF) der Bundesregierung. Das geht aus einer Liste des Bundeswirtschaftsministeriums zu den Aktivitäten des Wirtschaftsstabilisierungsfonds hervor. Ein Unternehmenssprecher wollte sich dazu zunächst nicht äußern.

Das Unternehmen hatte sich Anfang Mai öffentlich über mangelnde Unterstützung seitens der Bundesregierung beschwert. Durch den Corona-Lockdown und die Schließung der meisten der 140 Filialen in Deutschland drohe dem Unternehmen kurz vor dem Abschluss der Investorensuche das Geld auszugehen, warnte damals Vorstandschef Thomas Freude. Damit seien 3200 Arbeitsplätze bei Adler Mode gefährdet. Nach der Warnung kam offenbar Bewegung in die Verhandlungen mit dem WSF.

Adler hofft, bis Ende Mai einen neuen Investor zu finden, der das Unternehmen aus der Insolvenz herauskauft. Das auf Mode für die ältere Generation spezialisierte Unternehmen hatte im Januar Insolvenz gemeldet und will sich in Eigenverwaltung sanieren.

Der Wirtschaftsstabilisierungsfonds hat in der Coronakrise bereits zahlreiche Unternehmen teils mit Krediten, teils über direkte Beteiligungen gestützt. Die bekanntesten Fälle sind die Lufthansa und der Reiseveranstalter TUI. Auch der Warenhauskonzern Galeria Karstadt Kaufhof, der Schiffsbauer MV Werften und der Stahlproduzent Georgsmarienhütte haben bereits WSF-Mittel erhalten. Adler Mode ist allerdings das erste Unternehmen in Insolvenz, das entsprechende Hilfen erhält. Vor Beginn der Pandemie erzielte die Adler-Gruppe nach eigenen Angaben im Jahr 2019 einen Umsatz von 495,4 Millionen Euro, einen Nachsteuergewinn von 5,1 Millionen Euro und hatte keine Bankverbindlichkeiten.


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