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ChinaBaerbock zu diplomatischem Olympia-Boykott: Europäische Antwort finden

Die USA, aber auch andere westliche Staaten werden keine Vertreter zu den Winterspielen schicken. Deutschland will seine Position mit anderen EU-Staaten abstimmen. 09.12.2021 - 12:18 Uhr

Die neue Außenministerin Annalena Baerbock hat eine Reise zum französischen Außenminister unternommen. Dabei wurde sie auch nach dem Olympia-Boykott gefragt.

Foto: imago images/photothek

Bei der Frage eines möglichen diplomatischen Boykotts der Olympischen Winterspiele in Peking 2022 setzt Außenministerin Annalena Baerbock auf ein gemeinsames europäisches Vorgehen. „Wir werden sowohl gemeinsam in der neuen Bundesregierung darüber entscheiden, wie wir weiter damit umgehen, und das aber im Einklang mit unseren europäischen Freunden“, sagte die Grünen-Politikerin am Donnerstag nach einer Zusammenkunft mit ihrem französischen Kollegen Jean-Yves Le Drian in Paris.

Baerbock sprach in dem Zusammenhang auch den Fall der Tennisspielerin Peng Shuai an. Die frühere Weltranglistenerste im Doppel hatte Anfang November im sozialen Netzwerk Weibo Vorwürfe wegen eines sexuellen Übergriffs durch einen chinesischen Spitzenpolitiker veröffentlicht. Der Post wurde bald danach gelöscht. Seither äußerten Sportler, Politiker und Menschenrechtler Sorge um das Wohlergehen der Tennisspielerin.

„Ich möchte an dieser Stelle einmal bewusst und deutlich aber sagen, dass wenn eine Frau solche Vorwürfe erhebt, dann muss das auch im internationalen Kontext Gehör finden“, sagte Baerbock. Man müsse dem nun nachgehen und dann zu einer gemeinsamen Antwort als Europäer kommen.

Auch Le Drian sagte, die Frage eines möglichen diplomatischen Boykotts werde auf europäischer Ebene gehandhabt. Frankreichs Bildungs- und Sportminister Jean-Michel Blanquer sagte dem Sender BFM TV hingegen, Frankreich werde keinen diplomatischen Boykott praktizieren.

China steht auch wegen Menschenrechtsverletzungen im Umgang mit Uiguren und Tibetern, wegen der Unterdrückung der Demokratiebewegung in Hongkong oder den Drohungen gegen Taiwan in der Kritik.

dpa
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