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Elektro-LkwAmazon kauft erste elektrische Vierzigtonner von Volvo

Bis 2040 will Amazon CO2-neutral sein. Ein Baustein: elektrische Lieferfahrzeuge. Deshalb bestellt der Onlinehändler jetzt im großen Stil bei Volvo. Wie die Elektro-Lkw zur CO2-Neutralität von Amazon beitragen sollen. 06.10.2022 - 13:06 Uhr

Ein Elektro-LKW steht auf der Internationalen Automobil-Ausstellung IAA Transportation für Nutzfahrzeuge in der Messe Hannover auf dem Stand von Volvo.

Foto: dpa

Der Onlinehändler Amazon will in Deutschland bis Jahresende die ersten 20 schweren Elektro-Lkw im Frachtverkehr einsetzen. Die Vierzigtonner werden von Volvo geliefert und sollen von Düsseldorf und Dortmund aus eingesetzt werden, wie beide Unternehmen am Donnerstag mitteilten. Für Amazon ist das Teil der Pläne, die Emissionen des stetig wachsenden Lieferverkehrs zu senken. Bis 2040 will das Unternehmen CO2-neutral sein. Für die weltweite Lieferung hat Amazon laut eigenen Angaben bereits 100.000 elektrische Lieferfahrzeuge in Auftrag gegeben, die größte Bestellung von elektrischen Lieferfahrzeugen überhaupt.

Der Konzern wächst nach wie vor schnell: In diesem Jahr hat Amazon bislang drei neue Versandzentren in Deutschland eröffnet. Die monatelangen Corona-Lockdowns in den vergangenen beiden Jahren hatten Amazon starkes Umsatzwachstum beschert. In diesem Jahr hat das Unternehmen bislang drei neue Versandzentren eröffnet, die Zahl der Mitarbeiter in Deutschland soll bis Jahresende um 6000 auf rund 36.000 steigen.

Auf deutschen Straßen sind bislang nur wenige Lastwagen mit Elektroantrieb im Einsatz. Herausforderungen für die Hersteller sind das hohe Gewicht der Batterien und die im Vergleich zu Dieselmotoren geringere Reichweite. Volvo war bei der Entwicklung schnell und hatte im September die Serienproduktion elektrischer Vierzigtonner aufgenommen. Das an Amazon gelieferte Modell hat laut Volvo mit einer Ladung eine Reichweite von 300 Kilometern. Die globale Firmenstrategie von Volvo Cars zielt darauf ab, bis 2030 ein vollelektrischer Autohersteller zu sein. So fokussiert sich der Konzern in Norwegen und Dänemark bereits darauf, ausschließlich Fahrzeuge zum Aufladen zu verkaufen.

Höhere Anforderungen an den Klimaschutz und verbesserte Technologien führen dazu, dass das Angebot an Elektro- und Wasserstoffantrieben auch bei Lkw und Bussen allmählich größer wird. Die deutschen Hersteller MAN und Daimler wollen bis 2024 serienreife elektrische Schwerlast-Lkw für den Fernverkehr auf den Markt bringen. Auch Mercedes-Benz hat bereits angekündigt, elektrische Transporter herzustellen und dabei mit dem US-Elektroautobauer Rivian zu kooperieren. Die Produktion soll „bereits in wenigen Jahren“ laufen.

Traton-Chef Christian Levin sieht die Frage einer künftig hinreichenden Ladeinfrastruktur auch für schwere E-Nutzfahrzeuge als ein größeres Problem an als die derzeit hohen Energiepreise. Wie Alexander Vlaskamp, Vorstandschef der Münchener VW-Tochter XX auf der Nutzfahrzeugmesse IAA mitteilte: Oft werde die E-Mobilität bisher nur mit dem Umbruch des Pkw-Geschäfts verbunden. Doch „der Wandel zur klimaneutralen Mobilität schreitet mit zunehmendem Tempo voran. Die Lastwagenbranche wird folgen.“

dpa, mgr
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