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BankenkriseNeue Berater für Credit-Suisse-Deal

Die Schweizer Regierung beauftragt das Beratungsunternehmen Alvarez & Marsal. Die Firma hilft dabei, die Verträge auszuarbeiten und die Vermögenswerte abzuwickeln. Das kostet die Regierung einiges. 18.04.2023 - 07:59 Uhr

Die vertraglichen Einzelheiten der Credit-Suisse-Übernahme soll nun ein Beratungsunternehmen klären.

Foto: REUTERS

Die Schweizer Regierung holt in Zusammenhang mit Garantien für die Notübernahme der Credit Suisse einen weiterer Berater an Bord. Das Finanzministerium habe Alvarez & Marsal Switzerland ein entsprechendes Mandat erteilt, wie der staatlichen Beschaffungsplattform Simap.ch am Montag zu entnehmen war. Sprecher des Finanzministeriums und von Alvarez & Marsal bestätigten den Auftrag.

Die Schweizer Regierung hatte Mitte März eine Übernahme der Credit Suisse durch den Erzrivalen UBS orchestriert, um die kurz vor der Zahlungsunfähigkeit stehende Nummer zwei unter den Schweizer Banken vor dem Untergang zu bewahren. Teil des staatlichen Rettungspakets über bis zu 209 Milliarden Franken ist eine Garantie des Bundes an die UBS zur Absicherung von allfälligen Verlusten beim Verkauf von schwierig zu bewertenden Aktiva der Credit Suisse. Diese Garantien haben ein Volumen von neun Milliarden Franken.

„Zur vertraglichen Umsetzung der Garantiegewährung benötigt der Bund in wirtschaftlicher Hinsicht kurzfristig Beratung und Unterstützung“, heißt es auf Simap.ch. Da die Fusion der beteiligten Banken sehr rasch umgesetzt werden solle, müsse die Garantie zur Verlustabsicherung sofort vorbereitet werden. Auch bei der Beratung des Bundes im Hinblick auf den Zusammenschluss bestehe Zeitdruck. Alvarez & Marsal bringe relevante Erfahrung bei der Abwicklung globaler Banken und solcher Portfolios mit.

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Ein Sprecher des Finanzministeriums erklärte, Alvarez & Marsal werde das Ministerium bei den Verhandlungen zur Ausarbeitung eines detaillierten Vertrages mit der UBS beraten und bei der Abwicklung der Vermögenswerte begleiten. Gemäß der bisherigen Vereinbarung trägt die UBS die ersten fünf Milliarden Franken möglicher Verluste aus dem geplanten Verkauf der Vermögenswerte. Erst danach schießt die Regierung Geld ein.

In dem Vertrag soll nun unter anderem geregelt werden, wer die Verluste trägt, die 14 Milliarden Franken übersteigen, und wer mögliche Gewinne aus diesen Verkäufen einstreicht. Dem Sprecher zufolge soll mit dem Mandat sichergestellt werden, dass der Staat und die Steuerzahler nicht das Nachsehen haben.

Der Preis für die Dienstleistung von Alvarez & Marsal belaufe sich auf bis zu 8,7 Millionen Franken und setze sich aus einem Grundauftrag von 2,95 Millionen Franken und Optionen im Volumen von rund 5,76 Millionen Franken zusammen. Vor zehn Tagen hatte das Finanzministerium der Anwaltskanzlei Niederer Kraft Frey (NKF) einen Auftrag zur Beratung bei der vertraglichen Umsetzung der Garantiegewährung zugesprochen. Das Finanzministerium bezahlt dafür bis zu 10,3 Millionen Franken.

Lesen Sie auch: Wie ein Fondsmanager das Bankenbeben erlebt hat

rtr
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