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AusbildungenUmfrage: Fast jeder fünfte Betrieb bietet keine neuen Ausbildungsplätze an

35 Prozent der Handelsbetriebe wollen im kommenden Ausbildungsjahr keinen Ausbildungsplatz mehr anbieten. Grund dafür sind fehlende Bewerbungen. 20.09.2023 - 10:45 Uhr

Die Bewerbungen für Ausbildungen im Handel sind stark zurückgegangen.

Foto: dpa

Fast jeder fünfte Betrieb in Deutschland will für 2023/2024 keine neuen Ausbildungsplätze anbieten – vor allem im Handel. Der Anteil sei auf 19 Prozent gestiegen, teilte das Münchner Ifo-Institut am Mittwoch zu seiner Personalleiterbefragung in Zusammenarbeit mit dem Dienstleister Randstad mit.

Zum Ausbildungsjahr 2021/2022 lag dieser Anteil nur bei 15 Prozent. Außerdem geben 14 Prozent an, weniger Ausbildungsplätze im Vergleich zum Vorjahr anzubieten. 39 Prozent wollen gleich viele Lehrstellen besetzen, 19 Prozent mehr als im Vorjahr.

Vor allem Handelsbetriebe werden 2023/2024 keine neuen Ausbildungsplätze anbieten: Der Anteil beträgt in dieser Branche 35 Prozent. Auch hinsichtlich des Umfangs berichten 15 Prozent der Handelsunternehmen, dass sie weniger Lehrstellen anbieten als im Vorjahr.

"Grund hierfür dürfte der Bewerbermangel sein", sagte Ifo-Forscherin Johanna Garnitz. Zwar sei Kaufmann im Einzelhandel der am häufigsten angebotene Ausbildungsberuf. "Gleichzeitig sehen jedoch weniger junge Menschen in diesem Ausbildungsberuf ihren Berufswunsch", sagte Garnitz.

Von den an der Befragung teilnehmenden Betrieben gaben 80 Prozent an, Ausbildungsbetrieb zu sein. Mit einem Anteil von 71 Prozent wird in den befragten Dienstleistungsbetrieben am wenigsten ausgebildet. 80 Prozent der Handels- und 92 Prozent der Industrieunternehmen bilden nach eigener Angabe aus.

>> Lesen Sie hier: So beeinflussen die Ansprüche der „Jobhopper“ die Arbeitswelt

Fast drei Viertel der jungen Menschen in Deutschland sehen auf dem Ausbildungsmarkt derzeit eher gute bis sehr gute Chancen. Nur 16 Prozent halten die Möglichkeiten für schlecht oder eher schlecht, wie kürzlich aus einer Umfrage der Bertelsmann Stiftung unter fast 1700 Jugendlichen zwischen 14 und 25 Jahren hervorgeht.

"Zum Start des neuen Ausbildungsjahres ist damit eine Trendwende erreicht." Denn wegen der Corona-Pandemie hatten viele junge Menschen in den vergangenen Jahren die Chancen in puncto Ausbildung als gering eingestuft. Von den Jugendlichen mit niedriger Schulbildung schätzt demnach jedoch mehr als jede oder jeder Vierte die Aussichten auf eine Lehrstelle momentan als schlecht oder eher schlecht ein.

rtr
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