KaDewe, Oberpollinger und Alsterhaus: Übernimmt die Central Group die volle Kontrolle über Signas Luxus-Kaufhäuser?
Die Signa Gruppe des österreichischen Investors Rene Benko war in weiten Teilen in die Insolvenz geschlittert.
Foto: dpaDer thailändische Einzelhändler Central Group erwägt Medienberichten zufolge die Übernahme einiger Immobilien der österreichischen Signa. Dazu gehörten das KaDeWe in Berlin und Selfridges in London, berichteten „Handelsblatt „und „Business Insider“ am Samstag. Die erste Übernahme könnte laut Handelsblatt in Kürze abgeschlossen werden. Es gehe „eher um Wochen als um Monate“, zitiert das Medium einen Insider.
Dass die Übernahme der insolventen KaDeWe-Gruppe durch die Central Group ein wahrscheinliches Szenario ist, hatte die „WirtschaftsWoche“ bereits Mitte März berichtet: Schließlich sind die Thailänder bereits mit 50,1 Prozent an der KaDeWe-Gruppe beteiligt. Zu der gehören neben dem Luxus-Kaufhaus in der Hauptstadt auch das Alsterhaus in Hamburg und Oberpollinger in München.
Central war für eine Stellungnahme zunächst nicht zu erreichen. Ein Sprecher des Sanierungsverwalters von Signa wollte sich auf Nachfrage der Nachrichtenagentur Reuters zu dem Bericht nicht äußern.
Die Signa Gruppe des österreichischen Investors Rene Benko war in weiten Teilen in die Insolvenz geschlittert. Zu Benkos in Auflösung befindlicher Signa gehört auch der deutsche Warenhausriese Galeria, der ebenfalls Insolvenz angemeldet hat. KaDeWe und Galeria hatten beklagt, sie hätten überhöhte Mieten an Signa überweisen müssen.
An Galeria hat die Central Group laut Handelsblatt derweil kein Interesse. Auch hier zeichnet sich aber wohl langsam eine Lösung ab, wie die Galeria-Chef Olivier Van den Bossche und Insolvenzverwalter Stefan Denkhaus zu Wochenbeginn mitteilten. Namen nannten sie allerdings nicht.
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