Börsen in Asien: Schwache chinesische Konjunkturdaten belasten Asien-Börsen
Die Börse in Shanghai notierte nahezu unverändert bei 3026,73 Stellen. Der Index der wichtigsten Unternehmen in Shanghai und Shenzhen fiel um 0,2 Prozent auf 3536,74 Punkte, während der Hang-Seng-Index in Hongkong seine vorherigen Verluste ausweitete und um 1,2 Prozent nachgab, belastet auch von einem 27-prozentigen Kursrutsch der China Evergrande New Energy Vehicle Group. Die Tochter des hoch verschuldeten Immobilienentwicklers China Evergrande hatte zuvor vor einem Verlust von Vermögenswerten gewarnt.
In Tokio gab der 225 Werte umfassende Nikkei-Index um 0,8 Prozent auf 38 826,33 Punkte nach, der breiter gefasste Topix notierte 0,8 Prozent tiefer bei 2753,18 Punkten. „Nur eine Handvoll großer Technologiewerte hat die beiden wichtigsten Indizes in den USA nach oben getrieben. Die Marktteilnehmer haben heute also nicht im großen Stil japanische Aktien gekauft“, sagte Shuutarou Yasuda vom Finanzdienstleister Tokai Tokyo Intelligence Laboratory. Der Mutterkonzern der Modemarke Uniqlo, Fast Retailing, verlor 2,52 Prozent und zog den Nikkei am stärksten nach unten. Die Personalvermittlung Recruit Holdings büßte 2,89 Prozent ein. Der Chiphersteller Tokyo Electron gab um 0,6 Prozent nach.
Für weitere Weichenstellungen warteten die Marktteilnehmer auf wichtige US-Inflationsdaten und eine aktualisierte Zinsprognose der US-Notenbank, die im Tagesverlauf veröffentlicht werden sollen. „Der Countdown läuft und der Markt geht in den vollen Risikomanagementmodus“, sagte Chris Weston vom Finanzdienstleister Pepperstone. „Es gibt nicht viele Gründe, in der Schwäche zu investieren, und wir könnten leicht weitere Verkäufe sehen.“