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KonjunkturDeutsche China-Exporte im Mai eingebrochen

Die deutschen Exporte nach China sind im Vergleich zum Vorjahresmonat um 14 Prozent gesunken. In den USA bleibt hingegen „Made in Germany“ beliebt: Die Ausfuhren in die Vereinigten Staaten boomen. 21.06.2024 - 10:30 Uhr

Zahlreiche Container stehen auf dem Gelände eines Containerterminals im Hamburger Hafen.

Foto: dpa

Die deutschen Exporte nach China sind im Mai eingebrochen. Sie fielen um 14,0 Prozent im Vergleich zum Vorjahresmonat auf 7,5 Milliarden Euro, wie das Statistische Bundesamt am Freitag mitteilte. Die Ausfuhren in die Vereinigten Staaten wuchsen dagegen deutlich: Sie legten um 4,1 Prozent auf 13,0 Milliarden Euro zu. Die USA blieben damit der wichtigste Abnehmer von Waren „Made in Germany“. Die gesamten deutschen Exporte in die Staaten außerhalb der Europäischen Union sanken im Mai um 6,4 Prozent auf 58,6 Milliarden Euro. Der Handel mit diesen sogenannten Drittstaaten deckt knapp die Hälfte aller deutschen Exporte ab.

Ökonomen sehen in dem schwächelnden China-Geschäft mehrere Gründe. So stellt die Volksrepublik hochwertigere Produkte inzwischen selbst her, die früher aus Deutschland importiert wurden. Auch produzieren deutsche Unternehmen zunehmend vor Ort. Politische Spannungen wie der Streit um das von China beanspruchte Taiwan könnten diesen Trend weiter verstärken.

China ist inzwischen nicht mehr der wichtigste Handelspartner Deutschlands. Die USA überholten die Volksrepublik im ersten Quartal beim Warenaustausch. 2023 war die Volksrepublik mit einem Handelsvolumen von rund 253 Milliarden Euro das achte Jahr in Folge die Nummer eins geblieben – allerdings nur noch knapp vor den USA.

Das Verhältnis zu China könnte sich weiter eintrüben. Bundeswirtschaftsminister Robert Habeck rechnet vor dem Hintergrund starker Handelsspannungen zwischen der Volksrepublik und der EU wegen geplanter Strafzölle auf chinesische E-Autos nicht mit einer Lösung des Konflikts während seiner Reise nach China. „Wir sehen da keine großen Chancen“, sagte Habeck am Freitag der Nachrichtenagentur Reuters in Paju in Südkorea, der ersten Station seiner Ostasien-Reise. „Dass in China der Konflikt beigelegt wird, ist auszuschließen.“ Er könne nicht für die EU verhandeln, dies sei die Aufgabe der Europäischen Kommission. Aber als größte europäische Volkswirtschaft habe die Stimme Deutschlands besonderes Gewicht. „Ich hoffe, dass es gelingt, in nächster Zeit lösungsorientierte Formate aufzusetzen. Wenn dazu meine Reise einen Beitrag leisten kann, wäre das gut“, sagte Habeck

Lesen Sie auch: Warum China mehr Probleme hat, als der Westen glaubt

rtr
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