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Gewinnserie gebrochenEuphorie ist vorüber: Dax sinkt wieder

Die positive Stimmung an den US-Börsen verhalf auch dem Dax zum rekordverdächtigen Aufschwung – bis zuletzt. 20.08.2024 - 18:53 Uhr aktualisiert

Rückgerechnet bis ins Jahr 1959 hinein hat es in 65 Jahren Dax-Historie nur sehr wenige noch längere Gewinnserien gegeben.

Foto: Arne Dedert/dpa

Im Dax ist die Serie von zehn Gewinntagen nacheinander zu Ende gegangen. Zum Handelsschluss stand für den deutschen Leitindex ein Minus von 0,35 Prozent auf 18.357,52 Punkte zu Buche. Der MDax der mittelgroßen Werte verlor 0,74 Prozent auf 24.769,21 Zähler.

Der Dax hatte am Vormittag zunächst bis auf fast 18.500 Punkte zugelegt und so seinen Rücksetzer von Anfang August von rund 1.500 Punkten weiter wettgemacht. Am Nachmittag bröckelten die Kurse dann aber weiter ab, auch weil der New Yorker Aktienmarkt keinen neuen Schwung verlieh - der Dow Jones Industrial und der technologielastige Nasdaq 100 gaben zum europäischen Börsenschluss etwas nach.

Eine Zinssenkung in den USA im September gilt am Markt als so gut wie sicher. Die Frage ist, wie hoch der Schritt ausfällt. Beim jährlichen Notenbanker-Treffen in Jackson Hole, das zum Ende der Woche stattfindet, hoffen die Anleger deshalb einmal mehr auf Hinweise zur geldpolitischen Richtung in der weltgrößten Volkswirtschaft.

Für den Eurozonen-Leitindex EuroStoxx 50 ging es um 0,28 Prozent auf 4857,58 Punkte nach unten. Außerhalb der Eurozone schloss der SMI in Zürich knapp im Minus, der FTSE 100 in London beendete den Handel mit minus 1 Prozent.

Unternehmensseitig ist es nach der Berichtssaison und gegen Ende der Sommerurlaubszeit ruhig geworden. Halbleiterwerte waren hierzulande zunächst dank positiver US-Vorgaben vom Vortag gefragt. Sie büßten aber am Nachmittag merklich an Gewinn ein, weil weiterer Schwung aus dem Techsektor in New York ausblieb. So schlossen Infineon nur noch mit einem Plus von 0,2 Prozent.

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Schlusslicht im Dax waren die Titel des Energietechnik-Unternehmens Siemens Energy mit minus 3,5 Prozent, damit wackelt auch der vorsichtige Erholungstrend der letzten zwei Wochen. Die Henkel-Vorzüge profitierten hingegen mit plus 1,8 Prozent von einer Hochstufung durch das Bankhaus Metzler, das angesichts der jüngsten Kursverluste eine attraktive Kaufgelegenheit sieht und auf eine sich weiter verbessernde Profitabilität bei dem Konsumgüterhersteller setzt.

Der Euro stieg erstmals seit Dezember über 1,11 US-Dollar und wurde auch nach dem Xetra-Schluss knapp darüber gehandelt. Die Europäische Zentralbank (EZB) hatte den Referenzkurs am Nachmittag auf 1,1084 (Montag: 1,1041) US-Dollar festgesetzt, der Dollar hat damit 0,9022 (0,9057) Euro gekostet.

Am Rentenmarkt stieg die Umlaufrendite von 2,23 Prozent am Vortag auf 2,25 Prozent. Der Rentenindex Rex fiel um 0,14 Prozent auf 126,26 Punkte. Der Bund-Future gewann 0,34 Prozent auf 134,63 Punkte.

dpa
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