1. Startseite
  2. Unternehmen
  3. Dienstleister
  4. Facebook-Konzern: Meta kassiert Millionenstrafe von EU-Kommission

Facebook MarketplaceEU-Kommission verhängt millionenschwere Strafe gegen Meta

Die EU-Kommission ist der Ansicht, dass der Facebook-Konzern Meta gegen das Wettbewerbsrecht verstoßen hat. Eine saftige Geldstrafe steht nun aus. 14.11.2024 - 18:05 Uhr

Meta ist der Mutterkonzern von Facebook, Instagram und Whatsapp.

Foto: REUTERS

Die Europäische Kommission hat gegen die Facebook-Mutter Meta wegen Missbrauchs einer marktbeherrschenden Stellung eine Geldstrafe von knapp 798 Millionen Euro verhängt. „Meta hat seinen Online-Kleinanzeigendienst Facebook Marketplace mit seinem persönlichen sozialen Netzwerk Facebook verknüpft und anderen Anbietern von Online-Kleinanzeigendiensten unfaire Handelsbedingungen auferlegt“, begründete die für Wettbewerb zuständige Vizepräsidentin der EU-Kommission, Margrethe Vestager, am Donnerstag die Strafe. Der US-Konzern wolle seinem eigenen Dienst Facebook Marketplace Vorteile verschaffen, die andere Anbieter von Online-Kleinanzeigendiensten nicht ausgleichen könnten. „Damit verstößt Meta gegen das EU-Kartellrecht.“ Meta müsse dieses Verhalten nun einstellen.

Meta kündigte an, gegen die Entscheidung in Berufung zu gehen. Der US-Konzern fügte hinzu, die EU habe keine Belege für eine Schädigung von Wettbewerbern oder Verbrauchern vorgelegt. Meta will aber schnell und konstruktiv an einer Lösung arbeiten, die die kritisierten Punkte berücksichtigt.

Meta Connect Konferenz

Zuckerberg fordert Apple mit AR-Brille heraus

Noch gibt es die Orion nicht zu kaufen. Warum der Meta-Chef sie trotzdem schon präsentiert und wie sie sich von Apples Brille unterscheidet.

von Matthias Hohensee

Aufgrund der Verknüpfung des Online-Kleinanzeigendienstes Marketplace mit dem persönlichen sozialen Netzwerk Facebook hätten alle Facebook-Nutzer automatisch Zugang zu Facebook Marketplace, monierte die EU. Dieser werde ihnen auch regelmäßig angezeigt - „ob sie dies wünschen oder nicht“. Die Kommission habe festgestellt, dass Wettbewerber von Facebook Marketplace so vom Markt ausgeschlossen werden könnten, da Facebook Marketplace durch die Verknüpfung von einem wesentlichen Vertriebsvorteil profitiere, den andere Anbieter nicht ausgleichen könnten.

Bei der Festsetzung der Geldbuße von 797,72 Millionen Euro hat die EU nach eigenen Angaben Dauer und Schwere der Zuwiderhandlung sowie den mit den Zuwiderhandlungen in Zusammenhang stehenden Umsatz von Facebook Marketplace berücksichtigt. „Die Kommission hat auch den Gesamtumsatz von Meta berücksichtigt, um eine ausreichende Abschreckungswirkung auf ein Unternehmen zu erzielen, das über so große Ressourcen wie Meta verfügt“, hieß es.

Die EU-Kommission hatte im Juni 2021 ein förmliches Verfahren wegen möglicher wettbewerbswidriger Verhaltensweisen von Facebook eingeleitet. Im Dezember 2022 richtete die Kommission eine Mitteilung der Beschwerdepunkte an Meta, auf die das Unternehmen im Juni 2023 antwortete.

Lesen Sie auch: Musk feiert angebliche Rekorde bei X – doch die Werte passen nicht

rtr
Mehr zum Thema
Unsere Partner
Anzeige
Stellenmarkt
Die besten Jobs auf Handelsblatt.com
Anzeige
Homeday
Homeday ermittelt Ihren Immobilienwert
Anzeige
IT BOLTWISE
Fachmagazin in Deutschland mit Fokus auf Künstliche Intelligenz und Robotik
Anzeige
Remind.me
Jedes Jahr mehrere hundert Euro Stromkosten sparen – so geht’s
Anzeige
Presseportal
Lesen Sie die News führender Unternehmen!
Anzeige
Bellevue Ferienhaus
Exklusive Urlaubsdomizile zu Top-Preisen
Anzeige
Übersicht
Ratgeber, Rechner, Empfehlungen, Angebotsvergleiche
Anzeige
Finanzvergleich
Die besten Produkte im Überblick
Anzeige
Gutscheine
Mit unseren Gutscheincodes bares Geld sparen
Anzeige
Weiterbildung
Jetzt informieren! Alles rund um das Thema Bildung auf einen Blick