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Bettina Röhl direktDer Irrsinn der Entmännlichung unserer Gesellschaft

An der Universität Leipzig wird seit kurzem ein (männlicher) Professor mit Herr Professorin angesprochen. Die Gender-Ideologen blasen zum Angriff auf die Sprache und leiten damit einen neuen Orbitalsprung bei der Durchgenderung der Gesellschaft ein.Bettina Röhl 09.07.2013 - 08:10 Uhr

Erst wird aus dem Professor eine Professorin und nun soll auch noch der Artikel "Der" abgeschafft werden. Gender-Ideologen greifen immer mehr in den Alltag ein

Foto: AP

Hat Deutschland überhaupt eine Regierung? Artikel 63,1 des Grundgesetzes offenbart das volle Dilemma. Dieses Land ist führungslos. "Der Bundeskanzler wird auf Vorschlag des Bundespräsidenten vom Bundestag (...) gewählt", so die Verfassung. Eine Bundeskanzlerin gibt es in diesem Rechtsstaat schlechterdings nicht.

Der Bundespräsident, der wiederholt in der Verfassung als "der" Bundespräsident vorkommt, ist männlich und Basta. Aber nach dem hierzulande geltendem Gender-Recht ist das mit dem Bundespräsidenten natürlich kein Problem. Solange die Verfassung sprachlich nicht durchgegendert ist, wird einfach so getan, als wenn der Bundespräsident auch genauso gut eine Frau sein könnte.

Und wenn man die Entscheidung der Universität Leipzig, die sofort auf die Uni Potsdam ausgestrahlt hat, männliche Professoren ab sofort offiziell als Herr Professorin zu führen, hochrechnet, dann ist der Schritt nicht mehr weit, dass gemäß des neuen Gender-Rechts der ehrenwerte Herr Gauck demnächst offiziös mit Herr Bundespräsidentin Gauck anzusprechen ist. Wichtig für alle politisch korrekten Nachrichtensprecher! Es wird ab sofort heißen:  die Herr Bundespräsidentin nimmt die Herr Ministerin unter die Bundesflagge die Amtseid ab! Aber nun wollen wir ja die Gender-Fanatiker, die ihre sowohl den Mann als auch die Frau verachtende Ideologie gegen das Grundgesetzes in das deutsche Gesetzesgefüge einbrennen wollen, nicht verspotten. Der Spott ist männlich und das geht schon mal gar nicht.

Der schönste Unterschied der Welt

Alle Substantive mit einem "der" davor abschaffen, funktioniert nicht, weil dann zu viele real existierende Gegenstände nicht mehr bezeichnet werden können. Bliebe also die Alternative den Artikel "der" abzuschaffen. Dann hieße es: Die Mann, die Frau, das Kind. Oder: Die Mann, die Frau und das Auto oder die Eisenbahn von die Mann. Dann doch lieber auch das Wörtchen "das" abschaffen. Machen wir es auf die englische Tour und verwenden nur noch "die". Mit anderen Worten: die Mann, die Frau, die Kind. "Die" ist dem englischen the ja auch am Nächsten.  "Die" wäre dann nicht mehr weiblich, mangels männlichem Gegenpart, sondern geschlechtsneutral.

Woher kommt eigentlich der Fanatismus vermittels Manipulation einer gewachsenen Sprache das weibliche Element in den Vordergrund zu schieben? Die Männer waren traditionell sehr gelassen. Lässig haben sie akzeptiert, dass der Plural in der deutschen Sprache sowieso durch den Artikel "die" dargestellt wird: die Männer, die Frauen, die Kinder.

Selbst die übelsten Biologisten unter den Gender-Kämpfern, besser Kämpferinnen, die mit unsinnigen physikalisch-chemisch-biologischen Behauptungen den schönsten Unterschied der Welt, nämlich den zwischen Mann und Frau für nicht existent erklären, können die Tatsache nicht leugnen, dass das offenbar Böseste in der menschlichen Welt, das Testosteron, der Hoden, der Penis im Plural weiblich werden. Mindestens heißt es: die Testosterone, die Hoden und die Penisse.

Die intimste Stelle des Menschen

An den Universitäten wird seit Jahren gegendert, dass die Schwarte kracht. Von dieser Tendenz werden die Schulen und neuerdings auch die Kitas und Kindergärten zunehmend erfasst. Klar, die Gender-Mainstreaming-Strategie ist erklärtermaßen ein Versuch mittels Umerziehung der Menschen Politik zu machen. Also sind die Bildungseinrichtungen für die Unterwanderung durch Gender-Mainstreamer bevorzugte Ziele.

Mit dem X gegen Klischees

Lann Hornscheidt, Professorin an der Berliner Humboldt-Universität, möchte mit einer kleinen Wortänderung traditionelle Geschlechterrollen in der Sprache aufbrechen. Häufig fühlten sich Studierende diskriminiert, weil sie als „Herr“ oder „Frau“ angesprochen würden, sagte Hornscheidt. Die Wissenschaftlerin am Zentrum für transdisziplinäre Geschlechterstudien schlägt vor, etwa von „Professx“ statt von „Professor“ oder „Professorin“ zu sprechen. Die neutralen Endungen entfernten den Zwang, sich einem Geschlecht zuordnen zu müssen. „Die x-Form soll deutlich machen: Es gibt auch noch mehr als Frauen und Männer.“

Foto: Fotolia

Schön dem Herrn Professorin zuhören

Gleichberechtigung schön und gut. Eine Radikalkur in Sachen Feminismus gibt es an der Uni Leipzig: Dort sind Männer jetzt auch Frauen - zumindest sprachlich. Denn die neue Verfassung der Universität sieht nur noch weibliche Bezeichnungen vor. Schrägstrichbezeichnungen wie "Professor/in" entfallen und werden durch die weibliche Form ersetzt. So ist mit "Professorin" künftig auch ein Mann gemeint, worauf dann eine Fußnote verweisen soll. Die neue Grundordnung ist zwar noch nicht in Kraft getreten - doch mit einem Widerspruch rechne man nicht.

Foto: dpa

Frauenquote für Straßennamen

Für Schlagzeilen sorgt die Gender-Debatte immer wieder. Derzeit steht die Namensgebung für Straßenschilder in Berlin-Kreuzberg im Blickpunkt: Das Jüdische Museum (Foto) möchte seinen Vorplatz nach dem jüdischen Philosophen Moses Mendelssohn benennen. Doch die Verwaltung sperrt sich dagegen, denn in dem Stadtteil gibt es seit 2005 eine Frauenquote für Straßennamen. Demnach muss die Hälfte  der Straßen und Plätze nach Frauen benannt werden. Bis die Quote erreicht ist, dürfen nur noch weibliche Namen vergeben werden.

Foto: REUTERS

Änderung der österreichischen Nationalhymne

Nach langem Rechtsstreit hat Österreich seine Nationalhymne geändert, und ehrt nun nicht mehr nur die „Heimat großer Söhne“ sondern auch der „Töchter“. Aus "Heimat bist du großer Söhne, Volk, begnadet für das Schöne" wurde nach jahrzehntelangen Debatten ab Januar 2012 in der ersten Strophe: "Heimat großer Töchter und Söhne, Volk, begnadet für das Schöne". Geändert wurde auch die dritte Strophe der von Paula Preradovic gedichteten Bundeshymne: Statt „Einig lass in Bruderchören, Vaterland dir Treue schwören" werden nun „Jubelchöre" besungen. Das von manchen bevorzugte "Heimatland" statt "Vaterland" konnte sich hingegen nicht durchsetzen.

Foto: Blumenbüro Holland/dpa/gms

Mädchen mit Pistolen in Schweden

Schweden gilt nicht ohne Grund als Vorreiter in Sachen Gleichstellung. Weihnachten 2012 nahm das neue Ausmaße an: Nach massiven Beschwerden über Rollenklischees in einem Spielzeug-Katalog wurde ein geschlechtsneutraler Katalog herausgebracht. Darin posieren kleine Mädchen mit Spielzeugpistolen, Fußbällen und Autos. Kleine Jungs dürfen dafür mit dem rosa Friseur-Set spielen oder Hunde, die mit Schleifchen dekoriert wurden, Gassi laufen.

Foto: dpa

Geschlechtsneutrale Vorschule in Schweden

Und noch einmal Schweden. Dort gibt es eine umstrittene geschlechtsneutrale Vorschule namens „Egalia“. In der Einrichtung sollen die Kinder sich so entwickeln, wie sie es möchten, ohne in stereotype Rollenbilder gedrängt zu werden. Die Worte „Junge“ und „Mädchen“ werden nicht in den Mund genommen, stattdessen sagen die Erzieher/innen „Freunde“. Auch bei der Auswahl der Spielsachen werden Klischees vermieden. So gibt es etwa kein einziges Märchenbuch, weil Märchen Klischees vermitteln; traditionelle Lieder wurden umgedichtet.

Foto: dpa

Unisex-Toiletten in Berlin

Der Berliner Bezirk Friedrichshain-Kreuzberg nimmt sich all jenen an, die sich beim Toilettengang nicht entscheiden können, welche Tür sie nehmen sollen. Wer sich weder als Mann, noch als Frau fühlt, soll zukünftig in öffentlichen Gebäuden Unisex-Toilette nutzen können.

Foto: dpa/dpaweb

Leitfaden für geschlechtsneutralen Sprachgebrauch

Ein zuweilen grotesk anmutender Auswuchs der Gleichberechtigung ist der geschlechtsneutrale Sprachgebrauch. So hat etwa die Uni Köln (Foto) einen Leitfaden für „geschlechtersensible Sprache“ herausgebracht. Aus dem Bestreben entstehen auch irrsinnige Wortneuschöpfungen wie „Bürger_innensteig“ statt Bürgersteig. Wörter wie „Otto Normalverbraucher“ oder „Krankenschwester“ sollten ausgemustert werden, da es „im Sinne einer gendergerechten Sprache“ vermieden werden solle, „Stereotype zu reproduzieren“, heißt es im Leitfaden. Im alltäglichen Sprachgebrauch hat sich diese Wortakrobatik, Göttin sei Dank, nicht durchgesetzt.

Foto: dpa/dpaweb

Gleichberechtigung auf Spielplätzen

Berliner Bezirke prüfen, ob ihre Spielplätze geschlechtsneutral sind – das heißt, dass sie ebenso für Mädchen und Jungen geeignet sind. Dazu benötigen „nutzungsneutrale Bereiche“ und „multifunktionale Spielangebote“. Dies ergibt sich aus einem 21 Kriterien umfassenden Katalog, mit dem die Berliner Bezirke vorgehen. So haben Studien ergeben, dass Mädchen zwar gerne schaukeln und rutschen - allerdings eher Angst davor haben, wenn diese Spielgeräte im Schatten stehen. Jungen bevorzugen vor allem Bolzplätze und Tischtennisplatten. Mädchen fühlten sich aber davon bedroht, wenn diese nicht klar von anderen Spielbereichen abgegrenzt sind.

Foto: dapd

Auch Männer dürfen „Assistentinnen“ sein

Ein Jurastudent „verdiente“ sich einst locker 13.000 D-Mark, indem er sich auf eine Stelle, die für eine „Assistentin“ ausgeschrieben ist, bewarb – er erhielt nie eine Antwort. Als er erfuhr, dass der Job erwartungsgemäß an eine Frau vergeben wurde, verklagt er den Arbeitgeber: Er sei aufgrund seines Geschlechts diskriminiert worden, so die Begründung. Die Immobilienfirma habe ihre Stellenausschreibung nicht geschlechtsneutral formuliert und offensichtlich nur Frauen ansprechen wollen. Die Richter gaben ihm Recht und sprachen ihm letztendlich eine Entschädigung in Höhe von 13.000 DM zu, nachdem zuvor der Europäische Gerichtshof angerufen worden war.

Foto: dapd

Kinder sollen selbst über ihr Geschlecht entscheiden

Ein Paar in Kanada erzieht seine Kinder geschlechtsneutral, weil es nicht will, dass sie in Schubladen gesteckt werden. Niemand, außer den Eltern, Großeltern und der Hebamme weiß, welches Geschlecht das Kind namens „Storm“ hat. „Storm“ hat schon zwei Brüder mit den geschlechtsneutralen Namen „Jazz“ und „Kio“, die lange Haare haben und auch Kleider oder Rosafarbenes tragen. Sie dürften sich ihre Anziehsachen selbst aussuchen, so die Eltern. „Storm“ soll selbst bestimmen, was „es“ sein möchte und auch den Zeitpunkt, wann das Geheimnis gelüftet wird.

Foto: dpa

Angst vor Frauen?

Die Gleichstellungsdebatte führt aber nicht nur zu gesellschaftlich und politischen skurrilen Auswüchsen. Auch einzelne Personen verkündeten eine durchaus seltsam anmutende Änderung ihres Verhaltens. So etwa der Fraktionsvorsitzende der FDP in Schleswig-Holstein, Wolfgang Kubicki, der hier Parteikollegin Cornelia Pieper nach ihrer Wahl zur neuen FDP-Landesvorsitzenden in Sachsen-Anhalt charmant gratuliert. Nach der Sexismus-Debatte um Rainer Brüderle und Stern-Journalistin Laura Himmerlreich kündigte er an, keine Journalistinnen mehr Wahlkampfbegleitung in seinem Auto mitnehmen zu wollen. So wolle er vermeiden, dass eine lockere Bemerkung gegen ihn verwendet werde.

Noch skurriler waren die zur Brüderle-Debatte aufgetauchten Ratschläge, dass Männer besser nicht mehr alleine mit hübschen jungen Frauen im Fahrstuhl fahren sollten. Man(n) kann ja nie wissen...

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Deutsche Post

An den Schaltern und als Zusteller arbeiten viele Frauen für die Deutsche Post, nur in den Führungsetagen findet man kaum welche. In Deutschland sind 36 Prozent der Mitarbeiter weiblich, im mittleren und oberen Management sind dagegen nur 19,5 Prozent Frauen tätig. Weltweit ist der Anteil noch niedriger. Weltweit sind nur 18,5 Prozent der Top-Manager bei der Deutschen Post weiblich. Im Rankin der Dax-Konzerne ist das allerdings keine schlechte Platzierung. Die Deutsche Post belegt damit Platz 13.

Einen mitunter deutlich geringeren Frauenanteil in Führungspositionen haben die Deutsche Börse, Continental, Daimler, Heidelberg Cement, BASF, E.On, Linde, Infineon, Siemens, ThyssenKrupp, RWE, SAP, BMW und die Lufthansa.

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Deutsche Bank

Deutschlands größte Bank landet derzeit in puncto Frauenanteil in Top-Positionen nur auf Platz zwölf. In den nächsten Jahren will das Unternehmen aber einiges tun: Bis Ende des Jahres 2015 sollen 25 bis 35 Prozent aller Managing Directors und Directors bei Deutschen Bank Frauen sein. Derzeit sind nur 18 Prozent der Banker, die etwas zu sagen haben, weiblich. In Deutschland sind es noch weniger: Obwohl 47 Prozent der Mitarbeiter in Deutschland Frauen sind, sitzen nur 16 Prozent Frauen auch in den Führungsetagen.

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Bayer

30 Prozent der Mitarbeiter bei Bayer Deutschland sind Frauen. International sind 36 Prozent der Angestellten weiblich. In den Führungsetagen des Chemie- und Pharmakonzerns treffen sich dagegen überwiegend Männer: In Deutschland sind zwar 36 Prozent der Topmanager weiblich, weltweit sind es dagegen nur 23 Prozent. Bis Ende des Jahres 2030 soll dieser Anteil auf 30 Prozent steigen.

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Deutsche Telekom

Die Deutsche Telekom will weltweit den Anteil an Frauen im mittleren und oberen Management auf 30 Prozent erhöhen. Ende 2015 soll ein Drittel der Führungspositionen mit Frauen besetzt sein. Noch sind es deutschlandweit bloß 14,6 Prozent, weltweit schafft es der Telekommunikationskonzern immerhin auf 24 Prozent Frauen in Führungspositionen.

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Merck

Was den internationalen Anteil von Frauen in Führungspositionen anbelangt, liegt die Telekom gleich auf mit dem Darmstädter Pharma- und Chemiekonzern Merck KGaA. Auch bei Merck sind weltweit 24 Prozent der Topmanager weiblich. Nur bezogen auf Deutschland überholt Merck die Telekom sogar: 20 Prozent der deutschen Führungskräfte bei dem Chemieriesen sind Frauen. Bei einem Gesamtanteil von nur 38 Prozent an der Belegschaft ist das keine schlechte Quote. Bis Ende 2016 möchte das Unternehmen dafür sorgen, dass an allen Standorten 25 bis 30 Prozent der Führungskräfte Frauen sind.

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Beiersdorf

Beim Hersteller von Nivea, Tesa und Labello sind zwar etwas mehr als 50 Prozent Frauen beschäftigt, in Deutschland sind allerdings nur 22,5 Prozent der leitenden Angestellten weiblich. Bis Ende 2020 will der Konsumgüterkonzern den Frauenanteil auf 25 Prozent erhöhen. Weltweit sind bereits 25 Prozent der leitenden Angestellten bei Beiersdorf Frauen. Im Vergleich mit anderen Dax-Konzernen liegt das Unternehmen damit im mittleren Drittel.

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Commerzbank

Auch die Commerzbank will ihren Frauenanteil in Führungspositionen erhöhen. Bis 2015 soll ein Drittel der Vorstände und Topmanager weiblich sein. Derzeit sind es deutschlandweit noch nur 24 Prozent, obwohl die Hälfte der Belegschaft Frauen sind. International erreicht die Coba einen Frauenanteil von 25,7 Prozent in den oberen Etagen.

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Fresenius

Bei Fresenius in Deutschland arbeiten mehr als 70 Prozent Frauen - und nur 22,2 Prozent davon sitzen auch in den Führungsetagen. Zwar ist die Quote von 19,9 Prozent Führungsfrauen im Jahr 2010 auf besagte 22,2 Prozent im Jahr 2012 gestiegen, deutlich repräsentiert sind die Frauen im Fresenius-Vorstand aber nicht. Weltweit ist das Missverhältnis nicht ganz so gravierend, aber dennoch vorhanden. Alle Standorte zusammengenommen, sind 67,6 Prozent der Fresenius-Mitarbeiter Frauen, 27,3 Prozent sitzen in den Führungsetagen.

Was den weltweiten Führungsfrauenanteil bei den Dax-Konzernen anbelangt, schafft es Fresenius damit auf Platz vier.

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Adidas

Beim Sportartikelhersteller Adidas sind deutschlandweit rund 4600 Mitarbeiter beschäftigt, 51 Prozent davon sind Frauen. Im Vorstand oder anderen Führungspositionen sitzen dagegen nur 26 Prozent Frauen. Weltweit sind 28 Prozent Frauen in den Führungsriegen bei Adidas tätig. Von insgesamt 46.623 Mitarbeitern. Im Vergleich der Dax-Konzerne reicht diese Quote leider nicht fürs Treppchen.

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Munich Re

Bis Ende des Jahres 2020 sollen beim Rückversicherer Munich Re 25 Prozent der Vorstände Frauen sein. Weltweit konnte der Dax-Konzern diesen Wert bereits überschreiten: 2010 saßen international noch 24 Prozent Frauen in den oberen Managementabteilungen, 2012 waren es schon 29 Prozent. Innerhalb Deutschlands sieht es etwas anders aus: Zwar sind 51 Prozent der Mitarbeiter bei Munich Re in Deutschland Frauen, nach oben haben es aber nur 21 Prozent geschafft. Verglichen mit 2010 ist das ein Anstieg von nur einem Prozentpunkt.

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Allianz

Noch ein kleines bisschen besser steht der Versicherer Allianz auf dem internationalen Parkett da: Weltweit sind 52,5 Prozent der Allianzmitarbeiter weiblich, in den Führungsetagen sind 29,2 Prozent der Manager Frauen. Im Vergleich zu 2010 ist das ein anstieg von 3,7 Prozentpunkte. In Deutschland sind 26,7 Prozent der Mächtigen bei der Versicherung Frauen. Bis zum Jahr 2015 soll der Anteil auf 30 Prozent ausgeweitet werden.

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Henkel

Henkel will den Anteil von Frauen auf allen Management-Ebenen weiter ausbauen. Derzeit sind in den deutschen Führungsetagen 30,4 Prozent Frauen tätig, weltweit sind es 30,5 Prozent. Das reicht für einen zweiten Platz im Ranking der Dax-Konzerne.

Die bekannteste Henkel-Frau ist übrigens die Aufsichtsratsvorsitzende und Vorsitzende des Gesellschafterausschusses, Simone Bagel-Trah.

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Fresenius Medical Care

Fresenius Medical Care hat zumindest bei Betrachtung aller Standorte den höchsten Frauenanteil in den Führungsetagen. Weltweit sitzen für den Dax-Konzern nämlich 30,9 Prozent Frauen in den oberen Etagen. Allerdings sind - weltweit - auch 70 Prozent der Belegschaft weiblich. In Deutschland sind 45,1 Prozent der Mitarbeiter Frauen, in die Führungsriege haben es nur noch 20,2 Prozent geschafft.

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Die Kreuzritterinnen der Gender-Ideologie haben es vermocht in den vergangenen 15 Jahren unter weitestgehendem Ausschluss der breiten Öffentlichkeit - und das gilt bis heute - fast alle europäischen und auch alle nationalen Institutionen der europäischen Mitgliedstaaten von Regierungen, über Parlamente, über die Justizapparate bis in die Medien hinein und auch bis in die sogenannten Nichtregierungsorganisationen hinein zu unterminieren und Positionen extremster Minderheiten zur herrschenden Politik zu machen.

Extremfeminismus, unterstützt von einzelnen Vertretern aus der homosexuellen Szene, haben ein sehr primitives und durchschaubares Konstrukt namens Gender ersonnen, mit dem die gesamte Gesellschaft gegängelt und umgekrempelt wird und dies im wahrsten Sinne des Wortes an der intimsten Stelle jedes Menschen, nämlich im Bereich seines Sexlebens, seiner Genitalien und seines individuellsten Bereiches im Kopf, nämlich der Selbstreflexion.

Gender Mainstreaming ist heiße Luft

Die Nummer, dass es kein biologisches Geschlecht gäbe, sondern nur eine Vielzahl von sogenannten sozialen Geschlechtern, die jeder Mensch, oh Wunder, jeden Tag herrlich frei wählen sollte, ist in Wahrheit ein Nichts. Heiße Luft. Es gibt ein biologisches Geschlecht. Es gibt Mann und Frau, die zur Erzeugung neuen Lebens höchst gleichberechtigt und höchst lustvoll zusammen wirken, um neues menschliches Leben zu erzeugen. Und da sind Mann und Frau gleichermaßen Conditio.

Die perversen Phantasien, die in der Mehrzahl der Genderköpfe rumspuken, dass eines Tages die Klonerei den verabscheuten Geschlechtsakt überflüssig machen könnte, muss man nicht vornehm übersehen, sondern ganz im Gegenteil, man muss den Finger in diese perverse Wunde legen. Bei all dem Geschwafel vermeiden es die Genderisten regelmäßig, anders als Alice Schwarzer es getan hat, vom Geschlechtsakt auch nur zu sprechen. Dennoch wird dieser, ganz im Sinne von Schwarzer, ganz selbstverständlich als Ausübung männlicher Herrschaft über die Frau angesehen.

Ja, klar, die Zeugung eines Kindes, die Mann und Frau das schönste Gefühl der Welt, nämlich den Orgasmus bereitet, mindestens bereiten kann und sollte, ist Frauendiskriminierung. Jeder lebende Mensch ist danach durch Diskriminierung der Mutter durch den Vater entstanden. Kinder seien demnach ein systematischer Kollateralschaden von systematischer Frauendiskriminierung durch die Männer? Die Menschheit ist also in ihrer Existenz Frauendiskriminierung? Das ungefähr ist das Gedankenkonstrukt, das hinter Gender Mainstreaming steht und das in den Zirkeln um die Gender-Fighterinnen herum, zu denen sehr viele Extremistinnen wir Judith Butler weltweit gehören, geglaubt, geschwafelt und ausgeheckt wird. Die Frau, der bessere Mensch!

Der verbeamtete Feminismus

Klar, dass bei dem Kampf gegen Frauendiskriminierung bei einer derart göttlich-kosmischen Dimension des Problems die Forschungs-Milliarden nur so fließen. Da muss weibisch-weibliche Weisheit jenseits von Wissenschaft und befreit von naturwissenschaftlicher Exaktheit ran an die Tröge. In einem Europa, in dem das Geld an allen Ecken und Enden fehlt und junge Menschen auf der Straße stehen, fließen jährlich Milliardenbeträge in die Gender-Strategien, in die Gender-Forschung und inzwischen längst in die europaweite Durchsetzung der Gender-Strategien in den Gesellschaften.

Platz 10: Virginia Rometty

Die 56-Jährige ist Chefin von IBM - als erste Frau überhaupt. Sie will den Umsatz des Unternehmens bis zum Jahr 2015 um 20 Milliarden Dollar steigern.

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Platz 9:

Jüngste unter den ersten Zehn ist Facebook-Chefin Sheryl Sandberg (44), die auf Platz neun landete. Der Börsengang Facebooks hat die prominenteste Managerin des sozialen Netzwerks reich gemacht. Sie verantwortet das Tagesgeschäft des Unternehmens.

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Platz 8: Michelle Obama

Auf Platz acht landet Michelle Obama. Die 50-jährige Gattin des US-Präsidenten war im vergangenen Jahr noch auf Rang vier.

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Platz 7: Mary Barra

Auf Platz sieben folgt die neue General-Motors-Chefin Mary Barra (52). Sie war im vergangenen Jahr noch gar nicht dabei.

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Platz 6: Hillary Clinton

Die frühere US-Außenministerin rutschte um einen Platz auf Rang sechs. In dieser Funktion erarbeitete sie sich auf internationalem Parkett einen guten Ruf.

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Platz 5: Christine Lagarde

Auf Platz fünf kommt die Chefin des Internationalen Währungsfonds. Die 58-jährige Französin trägt eine immense Verantwortung in der Euro-Krise. Für die Schärfe von Sparprogrammen etwa für Griechenland musste sie immer wieder Kritik aus der Bevölkerung einstecken.

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Platz 4: Dilma Rousseff

Die 66-Jährige gilt als eines der mächtigsten Staatsoberhäupter der Erde. Im Oktober 2010 wurde Rousseff zur Präsidentin von Brasilien gewählt.

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Platz 3: Melinda Gates

Die Frau des Microsoft-Gründers Bill Gates hat im Jahr 2012 etwa 3,4 Milliarden Dollar für Hilfsprojekte gespendet. Die 49-Jährige steht der reichsten privaten Stiftung der Welt vor.

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Platz 2: Janet Yellen

In diesem Jahr erstmals im Ranking vertreten ist die neue US-Notenbankchefin. Die 67-Jährige hat es als Senkrechtstarterin auf den zweiten Platz geschafft.

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Platz 1: Angela Merkel

Die Bundeskanzlerin bleibt die mächtigste Frau der Welt, zumindest für "Forbes". Das Magazin setzte die Deutsche zum vierten Mal in Folge auf den ersten Rang. "Sie ist der erste politische Star aus Ostdeutschland seit der Wiedervereinigung". Sie sei "das Rückgrat und einer der Architekten" der Europäischen Union.

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Platz 29: Fresenius SE

Beim Bad Homburger Medizintechnikkonzern Fresenius sieht es in Sachen Chancengleichheit schlecht aus. Die Fresenius SE & Co. KGaA steht auf dem letzten Platz des Frauen-Karriere-Index. Insgesamt konnte der Konzern gerade einmal 2 Punkte erreichen: sie wurden im Bereich Dynamik vergeben, der die Entwicklung des Frauenanteils seit der Zielsetzung seiner Erhöhung misst. Der Anteil von Frauen in Führungspositionen lag im Juni 2012 bei 19,7 Prozent. Das sind nur 0,6 Prozentpunkte mehr als im Jahr zuvor. Eine starre Quote will sich das Unternehmen nicht auferlegen. Für die Personalauswahl sei „auch weiterhin die Qualifikation und nicht das Geschlecht“ entscheidend, heißt es bei Fresenius. Der „vergleichsweise sehr hohe Anteil von Frauen in der oberen Führungsebene“ solle aber weiter gesteigert werden.

(Es wurden 29 Ränge ermittelt, da für Continental noch keine Angaben vorliegen. Der Konzern wurde erst im September 2012 in den Dax aufgenommen)

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Platz 28: Fresenius Medical Care

Auch beim Tochterunternehmen Fresenius Medical Care gilt: keine feste Quote. Der Frauenanteil in der oberen Führungsebene liege bei 32,1 Prozent heißt es vom Unternehmen, der Anteil solle erhöht werden (Stand Juni 2012). 2011 lag der Anteil der weiblichen Führungskräfte in allen Managementebenen bei 16,1 Prozent (ohne Vorstand und Aufsichtsrat). Das sind 1,3 Prozent mehr als im Vorjahr. Im FKI-Ranking kann der Konzern 4 Punkte erreichen. Auch sie wurden im Bereich Dynamik erreicht.

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Platz 10 (7): Thyssen Krupp

Die ThyssenKrupp AG liegt auf dem zehnten Platz des Frauen-Karriere-Index. Bei der Gesamtpunktzahl (17 Punkte) liegt der Konzern gleichauf mit den drei weiteren Rängen. Da Thyssen beim Kriterium Dynamik (Anstieg des Frauenanteils in Führungspositionen und Geschwindigkeit der Erreichung der Zielsetzung) unter den Top-Ten-Konzernen mit gerade einmal zwei Punkten am schlechtesten abschneidet, reicht es nur für den letzten Platz im Reigen.

Mit der Personalie Gabriele Sons sorgte Thyssen-Krupp-Chef Heinrich Hiesinger Mitte April für Aufruhr. Die Zeitschrift Capital hatte berichtet, Sons sei als künftige Personaldirektorin und damit als Vorstandsmitglied im Gespräch. Der Konzernvorstand dementierte. Sons soll nun das Personalressort einer der sieben Geschäftseinheiten von Thyssen Krupp leiten. Ein kleinerer Schritt zu mehr weiblichem Führungspersonal. Im Jahr 2011 lag die Frauenquote in den Führungsebenen des Essener Konzerns bei 7,6 Prozent – unverändert gegenüber dem Vorjahr. Im Jahr 2020 soll der Anteil bei 15 Prozent liegen.

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Platz 9 (7): K+S

Beim Bergbauunternehmen Kali und Salz haben Frauen nicht sehr viel zu sagen. Nur 8,7 Prozent (ohne Vorstand und Aufsichtsrat) der Führungskräfte sind weiblich (Stand: Juni 2012). Der Frauenanteil in der Gesamtbelegschaft liegt bei 8,8 Prozent, was wohl an der Branche liegt, in der der Konzern tätig ist. Beim FKI-Ranking erreicht der Konzern ebenfalls 17 Punkte. Auch in Zukunft wird es in den Chefbüros wohl kaum Frauen geben. Die Selbstverpflichtung des Konzerns: Im Jahr 2020 soll der Anteil der weiblichen Führungskräfte, dem Anteil der Mitarbeiterinnen in der Gesamtbelegschaft entsprechen.

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Platz 8 (7): Daimler

Noch einmal 17 Punkte gibt es auch für den Daimler-Konzern. Vor allem im Beurteilungsaspekt Ambition (bildet den prozentualen Anstieg des Frauenanteils im Konzern ab, der zwischen dem durchschnittlichen Frauenanteil in Führungspositionen 2010 und dem selbstgesetzten Unternehmensziel liegt; sowie in welchem Verhältnis das gesetzte Ziel zum Frauenanteil an der Gesamtbelegschaft in Deutschland 2010 liegt) kann das Unternehmen überzeugen: satte neun Punkte wurden hier verteilt.

Chef Dieter Zetsche nimmt kein Blatt vor den Mund – so auch beim Thema Frauenquote. Der Chef des Stuttgarter Autokonzerns Daimler sagte vergangenen September in einem Interview mit der FAZ: „Wenn ich höre, dass in drei, vier Jahren 40 Prozent auf den Führungsposten Frauen sein sollen, dann verraten Sie mir bitte: Wohin soll ich all die Männer aussortieren? Alle zwangsweise in Rente schicken, damit überhaupt so viele Stellen frei sind?“ Dementsprechend fallen die Quotenziele des Konzerns aus: 20 Prozent der Führungskräfte in Deutschland und weltweit sollen bis 2020 weiblich sein. 2011 liegt die Quote bei 12,8 Prozent – 0,8 Prozent höher als ein Jahr vorher.

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Platz 7: Allianz

Die Allianz SE kann sich im FKI-Ranking 17 Punkte sichern. Die höchsten Werte (insgesamt acht Punkte) wurden im Bereich Leistung verbucht, der sich aus den Positionen "Verhältnis der Frauen in Führungspositionen zum Anteil der weiblichen Beschäftigten insgesamt" und "Frauen in Aufsichtsräten" zusammensetzt. Beim Versicherungskonzern stieg der Anteil der Frauen in Führungspositionen von 24,7 auf 25,6 Prozent (ohne Vorstand und Aufsichtsrat, Stand Juni 2012) – wirklich ernst scheint man das Thema aber auch hier bisher nicht zu nehmen. Spezielle Management-Seminare für Frauen lehnt Personalvorstand Werner Zedelius ab. Stattdessen will die Allianz Frauen durch ein Sponsoring-Programm fördern. Rund 100 talentierte Mitarbeiterinnen treffen sich zwei Jahre lang regelmäßig mit Kollegen aus der Unternehmensspitze, um über ihre Karriere zu sprechen.

Aushängeschild der Allianz ist Elisabeth Corley (im Bild). Die gebürtige Engländerin ist seit Beginn Jahres Chefin von Allianz Global Investors. Nebenher schreibt sie Psychothriller.

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Platz 6 (4): Merck

Auch Platz 4 teilen sich mehrere Unternehmen. Der Darmstädter Pharma- und Chemiekonzern Merck liegt auf dem untersten des Vierer-Rangs. Insgesamt kam das Unternehmen auf 18 Punkte.

Merck will sich nicht auf eine fest Quote weiblicher Führungskräfte festnageln lassen. Das grobe Ziel: Zwischen 25 und 30 Prozent Frauen in Führungspositionen weltweit bis 2016. Unternehmens-Chef Karl Ludwig Kley meint: „Es entbehrt jeglicher wirtschaftlicher Vernunft, Frauen nur deswegen in Führungspositionen zu bringen, um eine Quote zu erfüllen.“ Um in Zukunft einen besseren Blick für potentielle weibliche Führungskräfte zu bekommen, schaffte Merck eine neue Stelle. Jennifer O’Lear ist seit April 2011 Chief Diversity Officer im Konzern.

Foto: dapd

Platz 5 (4): Deutsche Telekom

Auch die Telekom will mit gutem Beispiel voran gehen. Der Konzern erreichte ebenfalls 18 Punkte und liegt in sämtlichen Teilbereichen gleichauf mit Merck. Mit Personalvorstand Marion Schick (rechts im Bild) konnten die Bonner eine echte Kämpferin für mehr Frauenförderung gewinnen. Die Benachteiligung von Frauen sei ein speziell deutsches Problem, sagte die im Juni 2012 der "Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung". Sie fordert von der deutschen Wirtschaft mehr Anstrengungen in Sachen Frauenquote. Schick ist eine von zwei Frauen im Telekom-Vorstand. Das Europa-Geschäft leitet die Physikerin Claudia Nemat (links), die vorher bei McKinsey Karriere gemacht hatte. Den deutschen Durchschnitt von 14 Prozent weiblicher Führungskräfte hebt die Telekom allerdings trotzdem nicht an. Nur 13,8 Prozent der Führungskräfte sind Frauen. Im vergangenem Jahr waren es noch 12,5 Prozent.

Foto: dpa

Platz 4: Deutsche Bank

Die Deutsche Bank landet mit 18 Punkten auf Rang gemeinsam mit Merck und der Telekom auf Rang vier; gegenüber den Mitstreitern hat die Bank beim Aspekt Leistung die Nase vorn und kommt auf acht Punkte (die anderen beiden erreichen sechs Punkte).

Der Umbau des Top-Managements bei der Deutschen Bank hat in den vergangenen Monaten immer wieder für Schlagzeilen gesorgt und die Gemüter erhitzt. Denn unter all den Namen, die im März für das oberste Führungsgremium des Geldhauses und das direkt unterhalb angesiedelte Group Executive Committee gehandelt wurden war keine einzige Frau. Dass da noch Luft nach oben ist, räumte auch ein Sprecher der Bank ein. Es sei sicher „keine Frage von Jahrzehnten mehr“, bis die erste Frau im Vorstand sitze. Aktuell liegt die Quote bei 15 Prozent (ohne Vorstand und Aufsichtsrat, Stand Juni 2012) im oberen und mittleren Management – ein Prozent mehr als 2010. Im unteren Management sind es 28 Prozent.

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Platz 3: BMW

Der bayrische Autobauer BMW erreicht insgesamt 19 Punkte. Besonders positiv wurde der Bereich Ambition bewertet: hier gab es neun Punkte. Dennoch sind lediglich 9,1 Prozent der Führungskräfte (ohne Vorstand und Aufsichtsrat) weiblich (Stand Juni 2012). Das sind nur 0,3 Prozent mehr als im letzten Jahr - daher schneidet der Konzern im Bereich Dynamik auch am schlechtesten ab (hier gab es nur vier Punkte, die Konzerne auf Platz 2 und 1 erreichten je acht Punkte).

Bis Ende 2020 soll der Anteil der außertariflichen Führungskräfte auf 15 und 17 Prozent steigen. Das versuchen die Bayern durch spezielle Veranstaltungen für Frauen und einen speziellen Internetauftritt zu schaffen. Aushängeschild in Sachen Frauen in Führungspositionen ist Hildegard Wortmann, die das Produktmanagement des Unternehmens leitet. Wie viele andere erfolgreiche Managerinnen spricht sie sich gegen eine starre Frauenquote aus.

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Platz 2: Bayer

Beim großen deutschen Chemiekonzern Bayer ist der Anteil der Frauen in Führungspositionen im letzten Jahr um zwei Prozent gestiegen – auf 19 Prozent (ohne Vorstand und Aufsichtsrat, Stand Juni 2012). Bis Ende 2015 hat sich Bayer auf eine Quote von 30 Prozent verpflichtet.

Wichtigste Frau im Konzern ist die Amerikanerin Sandra Peterson (im Bild), die seit 2010 das Geschäft mit Pflanzenschutzmitteln (Crop Science) leitet. Bayer-Chef Marijn Dekkers will sich als großen Frauenförderer verstanden wissen. Sein Unternehmen hat eine spezielle Internetseite, um hochqualifizierte Frauen anzusprechen. Im FKI-Ranking kann die Bayer AG 20 Gesamtpunkte verbuchen.

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Platz 1: Henkel

Der Konsumgüterhersteller Henkel führt das Ranking der frauenfreundlichsten Dax-Unternehmen an. Mit insgesamt 21 Punkten setzte sich Henkel an die Spitze des Frauen-Karriere-Index. Besonders in den Bereichen Dynamik und Leistung hat der Konzern die Nase vorn. 29,5 Prozent der Führungskräfte sind weiblich – für Firmenchef Kasper Rorsted ein Grund stolz zu sein. „Tradierte Rollenvorstellungen sind für mich tatsächlich sehr befremdlich, und das mag auch daran liegen, dass ich Däne bin“, sagte Rorsted 2011 in einem Interview mit der WirtschaftsWoche.

Dass er es ernst meint, zeigte er im September 2011. Mit Kathrin Menges sitzt erstmals in der Geschichte des Unternehmens eine Frau im Vorstand. Menges leitet das Personal-Ressort. Bekanntestes weibliches Gesicht bisher war die Urenkelin von Persil-Erfinder Fritz Henkel, Simone Bagel-Trah. Sie ist seit 2010 Chefin des Aufsichtsrates. Auch die Ziele des Konzerns sind ambitioniert. Henkel vorordnet sich eine jährliche Zuwachsrate beim Frauenanteil in den Chefetagen. Jedes Jahr sollen es ein bis zwei Prozent mehr werden.

Foto: dapd

Die Universitäten in Deutschland opfern den Status ihrer Wissenschaftlichkeit, ihres intellektuellen Niveaus, ihrer Seriosität, um nicht zu verpassen professorale Lehrstühle für Gender-Forschung fast ausschließlich durch Frauen besetzt einzurichten. Da gibt es dann plötzlich doch noch die Frau, nämlich als Gegnerin des Mannes.

Die Gender-Forschung kann man getrost als eine außerordentlich ineffiziente Arbeitsbeschaffungsmaßnahme betrachten oder einen verbeamteten Feminismus. Die Ergebnisse der Gender-Forschung sind hochgestochen präsentierte Null-Nummern. Es ist wirklich armselig, was sich da Forschung nennt und was aus dieser Forschung heraus kommt. Die Dreistigkeit, mit der die Gender-Forschung die Naturwissenschaften als Ausgeburt männlicher Herrschaft über die Frau und als dem männlichen Kapitalismus dienend ablehnen, sucht Ihresgleichen. Da geniert sich frau für das, womit Geschlechtsgenossinnen heutzutage so Furore machen. Und natürlich ist es peinlich, dass sich die tatsächlich historisch gesehen dominierenden Männer von einem derartigen Unsinn so gründlich ins Bockshorn jagen lassen.

Phantasie von der Weltherrschaft

Die Macht der Gender-Frauen, die Macht der Gender-Mafia, ist inzwischen auch für Männer karriereentscheidend. Die Quotenregelungen zu Gunsten der Frau, gefüttert mit dem "Argument" der grundsätzlichen Diskriminierung der Frau durch den Mann, sind nur ein strategischer Anfang. 100% Frauenherrschaft, testosterongereinigte Männer in die Kindergärten oder in die Altenpflege, das sind real existierende Gender-Visionen. Nicht wissenschaftlich, aber mit der Kraft von Allmachtsphantasien aufgeladen.

Die Gender-Königinnen  sind ihren Geschlechtsgenossinnen keineswegs wohl gesonnen. Die werden nur instrumentalisiert. Mutterglück? Das Glück einer Partnerschaft? Die sexuelle Lust mit einem Mann?  Das müssen sich die Frauen, die Gender noch nicht verstanden haben, schon auch noch abgewöhnen. So wie die Männer in Wahrheit als die technisch-handwerklich durchaus brauchbaren Arbeitsdrohnen der Zukunft durch die Köpfe schwirren.

Die Gender-Ideologie ist die schmutzige Phantasie von einer kleinen Clique von Extremistinnen, die von der Frauenweltherrschaft, gemeint ist ihre persönliche Weltherrschaft, träumen. Dies aber nicht im Sinne eines alt bekannten Matriarchats, sondern im Sinne einer neu zu schaffenden schönen neuen Welt. In dieser neuen Welt gibt es die Männer noch, allerdings ohne Testosteron, es sind also Männer, die man nicht mehr wahrnimmt, die geräuschlos funktionieren.

Der Mann als Arbeitsmittel

Die Genderforscherinnen beherrschen die Klonerei nicht. Sie haben sie auch nicht erfunden. Aber sie spukt in vielen Köpfen unausgesprochen herum. Im genderistischen Schlaraffenland wäre der Mann dann endgültig nur noch ein sich selbst reproduzierendes Arbeitsmittel.

Es liegt im linken Zeitgeist die genetische Destination der Menschen klein zu reden und ihn zum nahezu ausschließlichen Produkt seiner Umwelt zu machen. Diese Tatsache machen sich die Gender Mainstreamer ungeniert zu Nutze. Testosterin böse, Östrogen gut - um diese Genderweisheit kümmern sie sich dann ausnahmsweise mal nicht. Stattdessen proklamieren sie die nette Idee, dass die Jungen und Männer, die bisher in ihren Leben mur gelernt hätten böse zu sein, geradezu das ideale Umerziehungsobjekt wären, das perfektes Objekt der Erziehung zu einem besseren Menschen.

Was Gender wirklich ist, weiß Niemand so ganz genau. Dass Gender eine unwissenschaftliche, die Realität ganz offensichtlich auf den Kopf stellende, fanatische Ideologie einer Minderheit ist, die die Mehrheit in ihren Zangengriff genommen hat, aus dem es kein Entrinnen mehr gibt, steht fest. Die Gender-Ideologie ist in Wahrheit ein Verbrechen gegen die Menschlichkeit (für deren Verteidigung und Herstellung sich die Genderisten angeblich so verausgaben). Frauen und Männer abzuschaffen und Kinder ihres Vater uns ihrer Mutter berauben, zwei Begriffe, die als diskriminierende Begriffe und durch das Wort Elternteil, Elter ersetzt werden sollen, ist größenwahnsinnig, ist grausam und unmenschlich.

Vor dem Gesetz sind Mann und Frau gleich. Diesen ebenso einfachen wie gewichtigen Grundsatz haben die Väter des Grundgesetzes nicht erfunden, aber sie haben ihn prominent in die deutsche Verfassung hinein geschrieben, unabänderlich. Die Verfassungswirklichkeit sah zweifelsfrei 1949 noch anders aus, obwohl die Frauen schon einigen Boden auf dem Terrain der Gleichberechtigung gut gemacht hatten, und dies aus den unterschiedlichsten Gründen.

Die Gesetz gewordenen Ideologien

Die Herstellung vollständiger Gleichberechtigung von Mann und Frau, ohne Diskriminierung , das ist das Verfassungsgebot, in das die Gender-Ideologen eingefallen sind. Es geht ihnen aber nicht um Gesetzesanwendung -und Auslegung im üblichen und im logikgebundenen Sinn. Vielmehr diktieren die Gender-Ideologen - eine krümelhaft kleine Minderheit, die mit uns allen Schlitten fährt - wie die Gesetze, wie das Recht in Sachen Gleichberechtigung auszulegen und zu interpretieren wären. Sie liefern mit ihrer quasi Gesetz gewordenen Ideologie die Denk-Ge- und Verbote und die Interpretationen der gesetzlichen Begriffe, wie die Rechtsvorschriften der geltenden Gesetze auszulegen sind, generell und konkret.

Und da wird's widernatürlich, verfassungsbrechend und kriminell. Aus der einfachen Gleichberechtigung wird eine fiktive absolute Geschlechtergleichheit heraus gelesen, die durch Diskriminierung, die buchstäblich an jeder gesellschaftlichen Ecke und hinter jedem gesellschaftlichen Busch als real existent behauptet wird, in Gefahr wäre. So wurde aus der Gleichheit vor dem Gesetz selber bereits in eine Diskriminierung funktioniert, zum Beispiel, weil es nicht zwei Geschlechter gäbe, sondern in Wahrheit bis zu 16 und mehr Geschlechter seien, die auf dieser Welt herum kreuchten und fleuchten, ohne, dass zu diesen vielen unterschiedlichen sozialen Geschlechtern das sogenannte biologische Geschlecht überhaupt dazu zählt.

Gender Mainstreaming ist geistige Brandstiftung

Die Nummer mit den nahezu beliebig vielen sozialen Geschlechtern ist ein albernes Spielchen, das allerdings eine zentrale Bedeutung bei der Gender-Ideologie hat. Schaut man sich nämlich an, welche nicht biologischen Geschlechter es denn so geben soll, wird man enttäuscht. Da kommt nichts Substanzielles. Am Ende laufen alle Argumentationsketten darauf hinaus, dass es sogenannte intersexuelle oder transsexuelle Menschen gäbe, die sich in ihrem meist männlichen Körper als Frauen fühlten und eben nicht wohl fühlten. Dieses Phänomen gibt es. Es betrifft allerdings eine statistisch kaum darstellbare Minderheit, aus deren Erleben die Existenz von Mann und Frau nicht negiert werden kann. Aus der Wirklichkeit einer so kleinen Minderheit eine für alle geltende (biologistische, gegen die Biologie gerichtete) Gesetzmäßigkeit für alle Menschen abzuleiten, ist in extremer Weise bösartig.

Inzwischen wurde aus solcherlei Gedanken der Gender-Mainstreaming-Überbau zusammen gemixt, der als geltendes Recht auf den regierungsamtlichen Homepages im Familienministeriums, aber auch aller anderen Bundesministerien nachzulesen ist. Trotz ihrer formalen Anerkennung als Wissenschaft ist Gender Mainstreaming in der Sache das Gegenteil von Wissenschaft. Es ist eine menschenverachtende Fiktion, die nicht trotz dieser Tatsache, sondern mutmaßlich wegen ihres Irrsinns so grausam erfolgreich ist.

Auch aus Brüssel kommt immer wieder der Vorstoß, dass es im Kampf gegen die Diskriminierung der Frau einer flächendeckenden Sprachsäuberung bedürfte. Allerdings: Wer das Wort Frau oder das Wort Mann per se als Diskriminierung empfindet, hat den Verstand verloren oder frönt einfach seiner Ideologie und den persönlichen Vorteilen aus der Durchsetzung seiner Ideologie.

Wer dem Mann das Männliche und der Frau das Weibliche Genom abspricht, betreibt geistige Brandstiftung. Wer das so genannte biologische Geschlecht für gar nicht existent erklärt, sondern für eine falsche wahnhafte Wahrnehmung der Menschen von sich selbst, ist nichts als ein primitiver geistiger Brandstifter, um es zu wiederholen. Wer statt Mann und Frau nur ein sogenanntes soziales Geschlecht, Gender, zur Realität fingiert, sozialisiert seine abwegigen Vorstellungen. Dies geschieht allerdings derzeit mit größtmöglichem Erfolg, in dem die Gender-Ideologie selbst das Grundgesetz, in dem Mann und Frau als die zwei Geschlechter, die die Erde bevölkern, festgehalten sind, überrollt, ohne dass das Volk in den letzten 15 Jahren mitgesprochen hat.

Gender ist auch ein westliches Dekadenzphänomen. Die im Westen existierenden Parallelgesellschaften ficht Gender, geltendes Recht hin oder her, nicht an. Die teils großen Parallelgesellschaften haben sicher oft großen Nachholbedarf in Sachen Emanzipation. Für eine genderistische Entmännlichung stehen sie allerdings nicht zur Verfügung.   

Wie konnten die Genderisten so mächtig werden?

Man fragt sich: Wie konnte eine kleine nicht zentral gesteuerte, sondern zersplittert agierende Gruppe von Genderisten, die sich im Laufe der Jahre immer weiter in den Irrsinn verstrickt hat, so erfolgreich werden? Es funktionierte nach demselben Prinzip, wie die Machtübernahme von ein paar wenigen Kommunisten, die es Anfang des letzten Jahrhunderts schafften die wichtigen gesellschaftlichen Institutionen auch in Deutschland zu unterwandern, und in einigen Ländern wie Russland die Macht zu ergreifen. Wo die Unterwanderung nicht reichte, musste am Ende noch ein Donnerschlag, Revolution genannt, hinzukommen.

Institutionen erfolgreich kommunistisch zu unterwandern, hieß sich in die Organe der Institutionen, also in die Gremien einzuschleichen, die die Institutionen nach innen und nach außen führten. Es ging darum die Willensbildung innerhalb der Institutionen gezielt zu manipulieren.  Und natürlich auch darum U-Boote in die Medien und die Justiz einzuschleusen. Nicht ganz unähnlich haben die Feministinnen agiert und agieren bis heute. Und dabei im Laufe der Jahrzehnten eben diesen Extrem-Feminismus, der auf so leisen und so sauberen Sohlen daher kommt, heraus gebildet und diesen quasi demokratisch implementiert.

Die Gleichstellungs- oder Frauenbeauftragten der Städte haben heutzutage regelmäßig von allen Rechtshemmungen befreite Sonderrechte und entscheiden über persönliche Karrieren, die Verteilung von öffentlichen Geld und das alles ohne adäquate Kontrolle. Nur noch den Verwaltungschefs, Oberbürgermeistern o.Ä. gegenüber verpflichtet, die sich allerdings ihrerseits regelmäßig gehorsam der Gender-Ideologie unterordnen.

Um auf den Anfang zurück zu kommen. Der Herr Professorin, die neue Anrede von Professoren an der Universität Leipzig und nun auch Potsdam, ist kein Scherz, keine Satire. Ironie ist Ideologen unbekannt, das gehört förmlich zur Definition von Ideologie dazu. Es handelt sich auch nicht um einen bloße Volte des Schicksals. Vielmehr wird hier ein Orbitalsprung im Wachstum der Genderkrake exemplarisch sichtbar.

Der Angriff auf die Sprache zwecks Manipulation der Realität ist nicht nur eine strategische Variante, sondern wird jetzt  mit Macht getestet und voran getrieben. Herr Bundespräsidentin ist nicht mehr so weit entfernt. Und die Erzwingung der Akzeptanz, dass Männerunterdrückung keine Diskriminierung ist, sondern schlimmstenfalls berechtigte Strafe für 20 000 Jahre Männerdominanz. Und umgekehrt, dass Frauenprivilegierung auch keine Diskriminierung der Männer ist, hat in der gesellschaftlichen Wirklichkeit längst Fuß gefasst. Und wird durch die Sprachrevolution, die jetzt massiv nach vorne gebracht wird, erzwungen.

Auch der Schockeffekt, dass Penis und Vagina nur Einbildungen seien, oder so wichtig wie die Haarfarbe oder die Fußlänge, ist gewollt. Und der Schock beraubt die Menschen ihrer natürlichen Gegenwehr.

Die Professoren, die sich fröhlich Professorin nennen lassen, wissen nicht ganz genau, was sie mit dieser "Akzeptanz" tun und bewirken. Hier geht es ja nicht um einen Gag machen wir es doch zur Abwechslung einfach mal anders herum und machen die weibliche Form zum Gattungsbegriff für beide Geschlechter, sondern es geht im Kontext um die Machteroberung durch die Gender-Ideologie.

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