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Bus- und LastwagenherstellerEinigung zum Abbau von 2.300 Jobs in Deutschland bei MAN

Unter anderem verspricht das Unternehmen nach Verhandlungen mit der Arbeitnehmerseite Investitionen und eine Job- und Standortgarantie bis weit ins nächste Jahrzehnt. 15.01.2026 - 13:37 Uhr Quelle: dpa
Beim Bus- und Lastwagenhersteller MAN gibt es eine Einigung zum geplanten Stellenabbau. Foto: Daniel Karmann/dpa

Knapp zwei Monate nachdem der Bus- und Lastwagenhersteller MAN den Abbau von 2.300 Jobs in Deutschland angekündigt hat, gibt es eine Einigung mit der Arbeitnehmerseite. Unter anderem verspricht das zu Volkswagen gehörende Unternehmen, bis Ende 2030 fast eine Milliarde Euro in deutsche Standorte zu investieren. Zudem wurde eine Beschäftigungssicherung bis Ende 2035 vereinbart, die - abhängig von der Entwicklung des Unternehmens - bis 2040 verlängert werden kann. Betriebsbedingte Kündigungen werden ausgeschlossen.

MAN hatte im November angekündigt, über zehn Jahre hinweg 2.300 Jobs abbauen zu wollen. Schon damals hatte das Unternehmen Beschäftigungssicherung und den Erhalt der Produktionsstandorte in Deutschland angeboten und angekündigt, auf betriebsbedingte Kündigungen verzichten zu wollen. Betroffen vom Abbau sind der Hauptstandort München mit 1.300 wegfallenden Jobs, Salzgitter mit 600 und Nürnberg mit 400. Die IG Metall hatte damals scharfe Kritik geübt und war zudem von höheren Zahlen ausgegangen. Jetzt nennt auch sie 2.300 Jobs.

Gespräche standen „mehrfach vor dem Scheitern“

„Nach teils sehr kontroversen Gesprächen, die mehrfach vor dem Scheitern standen, konnten wir mit dem Unternehmen eine belastbare Beschäftigungssicherung für 10 Jahre vereinbaren“, sagt die Verhandlungsführerin der Arbeitnehmerseite, Sibylle Wankel von der IG Metall. Zudem blieben alle tariflichen Leistungen erhalten. 

MAN-Chef Alexander Vlaskamp sprach von einem ausgewogenen Programm, das die Wettbewerbsfähigkeit von MAN sichere. Das Unternehmen will durch die Maßnahmen bis 2028 die Kosten um 900 Millionen Euro senken. Teil der Maßnahmen ist allerdings auch, dass wesentliche Investitionen für die nächste Fahrzeuggeneration in Osteuropa vorgenommen werden. Dies sieh die IG Metall kritisch, weil sie eine weitere Abwanderung dorthin befürchtet.

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