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Debatte um GrönlandDiese Gebiete haben die USA schon gekauft

Von Alaska bis Florida: Durch spektakuläre Ankäufe haben die USA ihre Landkarte verändert. Und auch Grönland weckt nicht zum ersten Mal ihr Interesse. 14.01.2026 - 04:00 Uhr Quelle: dpa
Grönland soll sich nach Trumps Wunsch bald in die Liste der gekauften US-Gebiete einreihen. (Archivbild) Foto: Evgeniy Maloletka/AP/dpa

US-Präsident Donald Trump hat zuletzt immer wieder deutlich gemacht, dass er Grönland besitzen will. Dabei sprach er auch von „Erwerb“. Der Kauf zusätzlichen Territoriums ist in der 250-jährigen US-Geschichte kein Novum. In der Vergangenheit haben die Vereinigten Staaten für bestimmte Gebietserweiterungen immer wieder Geld in die Hand genommen.

Dabei warf Washington mehrmals schon auch ein Auge auf Grönland, die größte Insel der Welt: Nach dem Zweiten Weltkrieg etwa bot die US-Regierung unter Harry S. Truman Dänemark Gold im Wert von 100 Millionen Dollar. Die Insel sei doch „völlig wertlos“, so das Argument. Zu einem Kauf kam es damals nicht. In anderen Fällen waren die US-Kaufambitionen erfolgreicher.

1803: USA verdoppeln mit Louisiana-Ankauf ihre Landfläche

Für ein Schnäppchen von 15 Millionen Dollar geht 1803 das riesige Areal von mehr als zwei Millionen Quadratkilometern, das vom Mississippi bis zu den Rocky Mountains reicht, von Frankreich an die USA. Das damalige US-Territorium wird damit verdoppelt. Heute entspricht das Gebiet rund einem Viertel der US-Fläche und ist viel größer als der gleichnamige Bundesstaat.

1819: Florida-Vertrag mit Spanien regelt Grenzen in Nordamerika

Washington erhält im Jahr 1819 für fünf Millionen Dollar Florida von Spanien und verzichtet im Gegenzug auf eigene Ansprüche im heutigen Texas. Damit gehörten seinerzeit alle westlich von Louisiana gelegenen Gebiete von Texas bis nach Kalifornien der spanischen Krone.

1848: USA verleiben sich von Mexiko Kalifornien und Co. ein

Nach dem Krieg mit den USA tritt im Jahr 1848 das mittlerweile von Spanien losgelöste Mexiko unter anderen die heutigen US-Bundesstaaten Kalifornien, Nevada, Utah, New Mexico sowie große Teile von Arizona und Colorado ab. Die US-Regierung zahlt 15 Millionen Dollar und verpflichtet sich, die Schulden der US-Staatsbürger gegenüber Mexiko zu begleichen. 1854 zahlen die USA für weitere Gebiete in Arizona und New Mexico 10 Millionen Dollar.

1867: Von Russland erhalten die USA Alaska

Die Regierung von Präsident Andrew Johnson erwirbt 1867 für einen Spottpreis von 7,2 Millionen Dollar Alaska von Russland. Danach kommt auch der Gedanke zum Erwerb Grönlands und Islands auf, die beide damals zu Dänemark gehören. Es wird aber kein formelles Angebot unterbreitet.

Strategisch wichtige Jungferninseln von Dänemark gekauft

1917 kaufen die USA unter Präsident Woodrow Wilson den Dänen die in der Karibik gelegenen Inseln Saint Croix, Saint John und Saint Thomas – damals Dänisch-Westindien – für Gold im Wert von 25 Millionen Dollar ab. Die Amerikaner befürchten, dass die Deutschen nach einer Invasion Dänemarks im Ersten Weltkrieg die Kontrolle über die Inseln erlangen könnten.

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