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KonjunkturUS-Inflation verharrt im Dezember bei 2,7 Prozent – „Kein Handlungsdruck für Fed“

Die US-Inflation verharrt im Dezember bei 2,7 Prozent. Die Fed dürfte angesichts der Zahlen vorerst stillhalten. 13.01.2026 - 17:12 Uhr
US-amerikanische Dollar-Noten. Foto: dpa

In den USA hat sich die Inflation zuletzt stabilisiert und lässt Anleger verstärkt auf eine Zinspause der Notenbank spekulieren. Die Verbraucherpreise stiegen im Dezember wie bereits im Vormonat um 2,7 Prozent, wie das Arbeitsministerium am Dienstag in Washington mitteilte. Von Reuters befragte Volkswirte hatten exakt mit dieser Jahresteuerungsrate gerechnet.

Da zuletzt auch die Arbeitslosenquote zurückgegangen ist, erwarten viele Experten, dass die Notenbank Federal Reserve den Leitzins am Monatsende nicht antasten wird.

US-Präsident Donald Trump sprach von großartigen Inflationszahlen für die USA und forderte den ins Visier der amerikanischen Justiz geratenen Notenbankchef Jerome Powell auf, die Zinsen weiter zu senken.

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Die zunehmenden Spannungen zwischen Powell und Trump haben allerdings dazu geführt, dass die meisten Ökonomen nicht mit einer Zinssenkung vor dem Ende von Powells Amtszeit im Mai rechnen. Händler erwarten erst für Juni den nächsten Lockerungsschritt und gehen weiterhin von insgesamt zwei Zinssenkungen im laufenden Jahr aus.

Der Chef des Notenbankbezirks St. Louis, Alberto Musalem, sagte in einem MNI-Webcast, es gebe kurzfristig keinen Grund, die Zinssätze weiter zu senken, solange die Inflation noch über dem Zielwert von 2,0 Prozent liege. „Ich möchte betonen, dass die Unabhängigkeit der Zentralbank in Bezug auf die Geldpolitik ein wertvolles Gut für ein Land ist“, sagte er in dem Webcast.

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Die US-Regierung hat strafrechtliche Ermittlungen gegen Powell eingeleitet, die der Fed-Chef als „Vorwand“ bezeichnete, die Leitzinsen zu beeinflussen. Notenbanken aus aller Welt solidarisierten sich in einer gemeinsamen Erklärung mit dem unter Druck gesetzten Notenbankchef.

Der US-Präsident steht offenbar kurz davor, einen Nachfolger für den regulär im Mai aus dem Amt ausscheidenden Fed-Chef zu benennen. Trump hat erklärt, dass Powells Nachfolger seinen Vorstellungen folgen müsse. Er wolle, dass der Neue die Zinsen senke, wenn es dem Markt gut gehe. Die Inflation werde sich selber regeln.

Die Fed hatte den Leitzins im Dezember auf die aktuelle Spanne von 3,50 bis 3,75 Prozent gesenkt. Sie begründete dies damals mit Schwächesignalen vom Arbeitsmarkt und deutete zudem eine Pause ihres Lockerungskurses an.

rtr
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