Ex-Hertha-Investor: Lars Windhorst hat Ärger mit der niederländischen Finanzaufsicht
Unternehmer Lars Windhorst auf der Mitgliederversammlung von Hertha BSC – als er noch Anteile am Fußballclub hielt.
Foto: dpaEx-Hertha-Investor Lars Windhorst ist von der niederländischen Finanzmarktaufsichtsbehörde AFM zu einer Geldstrafe in Höhe von 500.000 Euro verdonnert worden. Das gab die Behörde am Montag bekannt. Windhorst habe es versäumt, seine Beteiligung am Werbe-Start-up Fyber abzumelden. Diese hatte er über seine in den Niederlanden ansässige Holding Tennor kontrolliert.
Durch den Verkauf von Fyber im Frühjahr 2021 hatte Windhorst rund eine halbe Milliarde Euro eingenommen, ein Teil davon in Aktien. Den Verkauf hätte der Investor „unverzüglich“ melden müssen, rügte die AFM.
Wiederholt sei Windhorst zur Abmeldung gemahnt worden. Als er dem nicht nachgekommen sei, habe man im September 2021 selbst die Abmeldung vorgenommen, so die Finanzaufseher. Mit 500.000 Euro Strafe kommt Windhorst noch glimpflich davon. Ein Verstoß gegen die Meldepflicht wird laut AFM eigentlich mit einer Strafe von fünf Millionen Euro geahndet. Weil die Folgen des Versäumnisses in diesem Fall begrenzt waren, habe man den Beitrag gesenkt.
Ein Sprecher von Windhorst äußerte sich zunächst nicht dazu.
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