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Home Office & Co. Wo Mitarbeiter flexibel sind, steigt die Produktivität

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Gewinnsprung dank Home Office

Rund drei Viertel dieser Unternehmen gaben an, durch flexibles Arbeiten die Produktivität ihrer Mitarbeiter gesteigert zu haben, die Hälfte verzeichnete nach eigenen Angaben einen höheren Gewinn. Die häufig geäußerten Bedenken, dass Mitarbeiter durch mehr Freiheit und weniger Kontrolle auch weniger leisten könnten, bestätigten sich damit nicht. International zeichnet die Untersuchung ein vergleichbares Bild. Für Alexander Saul, Geschäftsführer Firmenkunden bei Vodafone Deutschland, ist die Sache damit klar: "Der klassische Arbeitsplatz mit ständiger Büropräsenz und starren Arbeitszeiten ist ein Auslaufmodell."

Wenn diese Art der Flexibilität Mitarbeiter nicht nur zufriedener, sondern die Arbeitgeber auch noch reicher macht, gibt es keinen Grund mehr, an Stechuhr und Kontrolle festzuhalten. Und wer bummeln will, kann das schließlich auch vor der Nase des Vorgesetzten. Dafür braucht es kein Home Office.

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Natürlich müssen Firmen ihre Infrastruktur und Organisation diesen neuen Anforderungen anpassen, um nicht vom Wettbewerb abgehängt zu werden. Dazu gehört natürlich auch die Anschaffung und Nutzung mobiler und digitaler Technologien, wo Deutschland im Vergleich zum Ausland immer noch ein bisschen hinterher hinkt, wie Alexander sagt. Aber die Kosten amortisieren sich schnell, zeigt die Vodafone-Studie. Zwei Drittel der deutschen Unternehmen, die daran teilgenommen haben, bemerkten eine Steigerung der Leistung ihrer Mitarbeiter, mehr als die Hälfte verbuchte ein Gewinnwachstum.

Ulrich F. Ackermann, Geschäftsführender Gesellschafter des Beratungshauses Transearch International, kann sich deshalb gut vorstellen, einen Rechtsanspruch auf Home Office einzuführen, wie es ihn in den Niederlanden gibt.

"Work-Life-Integration wird stärker gefordert. Das Angebot von zeitweisem Home Office ist eine perfekte Möglichkeit, dem entgegenzukommen", sagt er. Das sagen auch die befragten deutschen Arbeitnehmer. Für sie sind die größten Vorteile des flexiblen Arbeitens die Freiheit bei der Arbeitsgestaltung (37 Prozent) und die bessere Work-Life-Balance (34 Prozent).


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Und: Wer das anbietet, hat bei Bewerbern einen Wettbewerbsvorteil. So gab knapp ein Drittel an, dass die Bereitschaft im aktuellen Job zu bleiben, sich deutlich erhöhen würde, wenn die Angebote für flexibles Arbeiten in ihrem Unternehmen ausgebaut würden. 61 Prozent sind überzeugt, dass sie zufriedener mit ihrer Arbeit wären, wenn sie hinsichtlich Arbeitszeit und -ort noch mehr Spielraum hätten.

Aus Arbeitgebersicht ergibt sich folgendes Bild: 54 Prozent der Firmen berichten von einer höheren Mitarbeiterbindung, 56 Prozent ermittelten eine verbesserte Unternehmensreputation aufgrund flexibler Arbeitsmodelle.

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