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Börse AsienAsien-Börsen im Plus – Nikkei nähert sich jüngsten Höchstständen

Die wichtigsten asiatischen Indizes notieren zum Wochenauftakt stärker. Aus China und Japan kommen gemischte Industriedaten. 03.07.2023 - 04:55 Uhr

Asiatische Anleger kaufen zum Wochenstart zu.

Foto: Reuters

Die Stimmung an Asiens Aktienmärkten war am Montagmorgen gemischt. Die asiatischen Aktien legten insgesamt leicht zu.

Der japanische Nikkei-Index stieg zeitweise um über 1,5 Prozent und lag damit nahe den jüngsten Hochständen. Ein Zustrom von Käufern hatte den Index im letzten Quartal um fast 20 Prozent ansteigen lassen, beflügelt von einem schwachen Yen und der Hoffnung, dass japanische Unternehmen die durch die Entkopplung zwischen China und den USA entstandenen Lücken füllen könnten.

Der breitgefasste MSCI-Index für asiatische Aktien außerhalb Japans legte dagegen nur leicht um 0,2 Prozent zu. Der in China erwartete Aufschwung verlief bisher enttäuschend. Dies bestätigte der am Montagmorgen veröffentlichte anstehende Caixin-Einkaufsmanagerindex (PMI) für das verarbeitende Gewerbe, der für Juni einen Rückgang der Industrieproduktion von 50,9 auf 50,5 verzeichnete. Die chinesische Zentralbank hat energischere Maßnahmen zur Unterstützung der Wirtschaft versprochen.

„Wie Japan in den 1990-er Jahren feststellen musste, ist es ein hartes Stück Arbeit, eine Wirtschaft zu stimulieren, die vor dem Hintergrund einer hohen Sektorverschuldung und einer schrumpfenden Bevölkerung einen erheblichen Immobilieneinbruch erlebt“, warnten die Analysten von ANZ in einer Notiz.

Die Börse in Tokio hat sich am Montag zunächst stärker gezeigt. Der 225 Werte umfassende Nikkei-Index lag im Verlauf 1,5 Prozent höher bei 33.698 Punkten. Der breiter gefasste Topix-Index stieg um 1,3 Prozent und lag bei 2318 Punkten. Die Börse in Shanghai lag 0,6 Prozent im Plus. Der Index der wichtigsten Unternehmen in Shanghai und Shenzhen gewann 0,7 Prozent.

Gemischte Industriedaten aus Japan und China

Die Stimmung in der japanischen Großindustrie hat sich im zweiten Quartal aufgehellt. Da die lange Zeit belastenden Lieferengpässe inzwischen auch in Japan an Bedeutung verlieren und die Rohstoffkosten sinken, produzieren die Unternehmen in der vor Deutschland drittgrößten Volkswirtschaft der Welt wieder mehr. Auch zieht der Privatverbrauch, der zu 60 Prozent zur Wirtschaftsleistung des Landes beiträgt, wieder an. Dank dieser Entwicklung stieg der von der Bank von Japan (BoJ) ermittelte Stimmungsindex für die großen Produktionsbetriebe zum Juni auf plus 5 nach plus 1 im Vorquartal, wie die BoJ am Montag bekanntgab. Ein positiver Index bedeutet, dass die Optimisten unter den befragten Managern in der Mehrzahl sind.

Damit verbesserte sich die Stimmung in der Großindustrie erstmals seit sieben Quartalen wieder. Auch die Stimmung im Dienstleistungssektor hellte sich im selben Zeitraum weiter auf. So verbesserte sich der Index für die großen nicht produzierenden Unternehmen von plus 20 auf 23, wie die Umfrage der Notenbank unter rund 10.000 Unternehmen zeigt. In den kommenden Monaten dürfte der Stimmungsindex für die großen Produktionsunternehmen voraussichtlich weiter auf plus 9 steigen. Der Dienstleistungssektor rechnet dagegen im Durchschnitt damit, dass der Index wieder auf 20 sinken dürfte.

Chinas Industrieproduktion hat sich im Juni unterdessen verlangsamt. Der Caixin-Einkaufsmanagerindex (PMI) für das verarbeitende Gewerbe sank im Juni auf 50,5 von 50,9 im Mai. Das deutet auf eine nur geringfügige Ausweitung der Aktivitäten hin. Die 50-Punkte-Marke trennt zwischen Wachstum und Schrumpfung.

Das Caixin-Ergebnis ist ein weiterer Beleg dafür, dass die zweitgrößte Volkswirtschaft der Welt im zweiten Quartal aufgrund der schwächeren Nachfrage an Schwung verloren hat.

Der Caixin-PMI für das verarbeitende Gewerbe erfasst rund 650 private und staatliche Hersteller und konzentriert sich nach Ansicht von Wirtschaftsexperten eher auf exportorientierte Unternehmen in den Küstenregionen, während der bereits am Freitag veröffentlichte offizielle PMI 3.200 Unternehmen in ganz China erfasst.

Die schwachen PMI-Werte, die als wichtige Wirtschaftsindikatoren gelten, zeigen, dass es China schwerfällt, den Aufschwung nach der Corona-Pandemie zu Beginn des Jahres aufrechtzuerhalten.

„Aktuelle Wirtschaftsdaten deuten darauf hin, dass Chinas Aufschwung noch keine stabile Basis gefunden hat, da es nach wie vor an internen Wachstumsfaktoren mangelt und schwache Nachfrage und düsteren Aussichten weiterhin bestehen“, stellt Wang Zhe, leitender Ökonom bei der Caixin Insight Group fest.

rtr
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