Börse Asien: Inflationsdaten aus China drücken Asien-Börsen
Anleger warten auf die Bilanzen aus Japan.
Foto: dpaDie Börsianer richteten ihr Augenmerk auf die Verbraucher- und Erzeugerpreisen in China sowie die japanischen Bilanzen: Im Laufe des Tages legen unter anderem die Nikkei-Schwergewichte Honda, Nissan und SoftBank ihre Bilanzen vor. Der 225 Werte umfassende Nikkei-Index lag im Verlauf 0,2 Prozent tiefer bei 29.062 Punkten. Der breiter gefasste Topix-Index sank um 0,3 Prozent und lag bei 2080 Punkten.
Bei den Einzelwerten brach Mazda um 3,35 Prozent ein, nachdem der Automobilhersteller seine Umsatz- und Betriebsprognosen für das gerade zu Ende gegangene Geschäftsjahr aufgrund von Produktionsengpässen gesenkt hatte. Auch die Papiere von Sumitomo Metal Mining stürzten um 10,83 Prozent ab, nachdem die Gewinnprognose wegen der Unsicherheit über Chinas Wirtschaft und die Metallpreise weit unter den Analystenschätzungen lag.
Die Börse in Shanghai lag 0,1 Prozent im Minus. Der Index der wichtigsten Unternehmen in Shanghai und Shenzen gewann 0,1 Prozent.
„Für die Zukunft müssen wir die Nachrichtenlage zum Thema US-Schuldenobergrenze im Auge behalten und gleichzeitig die Bilanzsaison verfolgen“, sagte Kazuo Kamitani von Nomura. US-Präsident Joe Biden und die Republikaner ringen weiter um den Haushalt 2024 und die Schuldenobergrenze.
Inflation in China kühlt sich weiter ab – Erzeugerpreise fallen siebten Monat in Folge
Die Inflation in China ist durch die lückenhafte wirtschaftliche Erholung nach der Corona-Pandemie so langsam wie seit mehr als zwei Jahren nicht mehr gestiegen. Der Verbraucherpreise (VPI) zogen im April im Jahresvergleich um 0,1 Prozent an und kühlten sich gegenüber dem Anstieg von 0,7 Prozent im Vormonat ab, wie aus Daten des Statistikamts NBS vom Mittwoch hervorgeht. Das Ergebnis verfehlte den von Reuters befragte Analysten prognostizierten Anstieg von 0,4 Prozent.
Gleichzeitig beschleunigte sich die Deflation bei den Erzeugerpreisen, was die Schwierigkeiten der Hersteller unterstreicht, die nach der Aufhebung der Virus-Beschränkungen im Dezember auf einen Aufschwung hoffen. Der Erzeugerpreisindex (PPI) sank so schnell wie seit Mai 2020 nicht mehr und war den siebten Monat in Folge rückläufig. Er verzeichnete einen Einbruch um 2,5 Prozent gegenüber dem Vorjahr nach einem Rückgang von 1,4 Prozent im Vormonat. Von Reuters befragte Analysten hatten mit einem Rückgang von 3,2 Prozent gerechnet.