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Börse Frankfurt Dax wird schwächer erwartet

Nach dem Maifeiertag zeigen Dax-Anleger am Mittwoch wohl wenig Kauflaune. Vor Beginn des offiziellen Handels liegt der Dax im Minus.

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Frankfurt Die Hängepartie im Handelsstreit zwischen den USA und der Europäischen Union geht weiter. Donald Trump hat die Ausnahmeregelung, mit der die EU von Schutzzöllen auf Stahl und Aluminium wird, in der Nacht zu Dienstag um einen weiteren Monat bis zum 1. Juni verlängert.

Die Begeisterung der Dax-Anleger dürfte sich in Grenzen halten – bleibt doch ein Unsicherheitsfaktor bestehen. Nach dem Maifeiertag wird der Dax daher Berechnungen von Banken und Brokerhäusern zufolge am Mittwoch tiefer starten. Am Montag hatte er 0,3 Prozent auf 12.612 Punkte zugelegt und damit so hoch wie zuletzt Anfang Februar geschlossen.

Auf außerbörslichen Handelsplattformen liegt der deutsche Leitindex am frühen Mittwochmorgen bei 12.592 Punkten – und damit wieder unter der Marke von 12.600 Punkten.

Stabilisierend könnte sich der schwache Euro-Kurs auswirken – die Gemeinschaftswährung war am Dienstag unter die Marke von 1,20 Dollar gesackt und konnte sich am Mittwochmorgen nur leicht erholen. Wenig Rückenwind ist aus Asien zu erwarten: In Tokio gab der Nikkei-Index am Mittwoch um 0,2 Prozent auf 22.459 Zähler nach. Der chinesische Shanghai Composite fiel um 0,2 Prozent auf 3075 Punkte.

Ihre Aufmerksamkeit richten Anleger auf die Beschäftigtenzahlen der privaten US-Arbeitsagentur ADP. Von diesen versprechen sich Börsianer Rückschlüsse auf die offiziellen Zahlen am Freitag sowie Zeitpunkt und Tempo der erwarteten weiteren Zinserhöhungen der US-Notenbank.

Die Fed wird am Abend um 19 Uhr deutscher Zeit die Ergebnisse ihrer geldpolitischen Beratungen bekanntgeben. Eine sofortige Anhebung des Schlüsselsatzes gilt an der Börse als ausgeschlossen.

Darüber hinaus setzt sich Bilanzsaison fort – eine Vielzahl von Unternehmen legt an diesem Mittwoch ihre Quartalszahlen vor. Darunter die im MDax, dem Index für mittelgroße Unternehmen notierten Firmen Hugo Boss und Alstria Office und – beide nachbörslich – die im Technologiewerteindex TecDax notierten Morphosys und Qiagen.

Im Fokus stehen dürfte zudem die Automobilbranche. Die deutschen Autobauer haben im April in den USA gegen den Trend mehr Autos verkauft. Während der Absatz bei Rivalen wie Ford und Toyota rückläufig war, konnte etwa Volkswagen 4,5 Prozent mehr Autos an die Kunden bringen als vor einem Jahr. Audi schlug gut zwei Prozent mehr Fahrzeuge los. Bei Porsche belief sich das Plus auf 0,7 Prozent. Mercedes-Benz setzte ein Prozent mehr ab. BMW konnte ein Plus von 4,2 Prozent verbuchen.

Im Blick behalten dürften Aktionäre zudem den Kurs der Telekom-Aktie. Nach der Ankündigung der Fusion der US-Mobiltochter mit dem US-Mobilfunkunternehmen Sprint hatte die Aktie am Montag leicht verloren. Am Dienstag legte T-Mobile US Quartalszahlen vor: Der Umsatz stieg, die Gewinne sanken im Vergleich zum Vorjahr. Weil die Erwartungen der Analysen positiv übertroffen wurden, legte die Aktie im nachbörslichen Handel dennoch um zwei Prozent zu.
An der Wall Street gaben die US-Indizes im Vergleich zum Börsenschluss in Deutschland am Montag deutlich nach. Der Dow Jones beendete die Sitzung am Dienstag 0,3 Prozent tiefer, während der Nasdaq 0,9 Prozent gewann. Der S&P500 stieg um 0,3 Prozent.

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