Dax-Konzerne: Zurückhaltende Prognosen für 2016
Deutsche Bank:
Für Europa erwarten die Analysten der Deutschen Bank eine stetige Erholung, ähnliches gilt für Japan. In den USA dagegen wird in den kommenden Jahren dagegen ein vergleichsweise langsameres Wachstum von rund zwei Prozent erwartet. Optimistischer ist die Bank dagegen im Hinblick auf die Schwellenländer. Vor allem Russland und Brasilien dürften sich wieder etwas erholen.
BIP-Wachstum Deutschland: 1,9 Prozent
BIP-Wachstum Euro-Zone: 1,6 Prozent
BIP-Wachstum USA: 2,1 Prozent
BIP-Wachstum Weltwirtschaft: knapp 3,5 Prozent
Euro vs. Dollar (Q42016): 0,90 Euro/ Dollar
Dax-Ziel: 11.700 Punkte
S&P 500: 2170 Punkte
Gold: 1000 Dollar
Bundesanleihen 10 Jahre: 0,75 Prozent
US-Treasury Rendite 10 Jahre: 2,4 Prozent
Stand: Dezember 2015, teilweise aktualisiert
Foto: REUTERSDeka Bank
Die Fondsspezialisten der Sparkassen erwarten, dass der Goldpreis im kommenden Jahr deutlich unter die kritische Marke von 1000 Dollar fallen wird.
S&P 500: 2000 Punkte
Nikkei: 17000 Punkte
Gold: 960 Dollar
Öl: 57 Dollar
Euro/Dollar: 1 Dollar
Bundesanleihen 10 Jahre: 1 Prozent
US-Treasury Rendite 10 Jahre: 2,9 Prozent
Foto: dpa
Postbank
Im Gegensatz zur Deka Bank ist die Postbank beim Goldpreis etwas optimistischer. Ein möglicher Impuls kommt von der Schmucknachfrage, da die Konjunktur in Indien zuletzt deutlich besser lief als erwartet.
S&P 500: 2250 Punkte
Nikkei: 21750 Punkte
Gold: 1100 Dollar
Öl: 57 Dollar
Euro/Dollar: 1 Dollar
Bundesanleihen Rendite 10 Jahre: 1,0 Prozent
US-Treasury Rendite 10 Jahre: 2,75 Prozent
Foto: dpaBerenberg Bank
Deutschlands älteste Privatbank ist im Vergleich zur Konkurrenz vergleichsweise optimistisch, was den Euro angeht.
S&P 500: 2200 Punkte
Gold: 1150 Dollar
Öl: 55 Dollar
Euro/Dollar: 1,15 Dollar
Bundesanleihen 10 Jahre Rendite: 1,1 Prozent
US-Treasury Rendite 10 Jahre: 2,8 Prozent
Foto: CLARK/obsSantander
S&P 500: 2250 Punkte
Gold: 1050 Dollar
Öl: 55 Dollar
Euro/Dollar: 1 Dollar
Bundesanleihen Rendite 10-jährige: 0,9 Prozent
US-Treasury Rendite 10-jährige: 2,75 Prozent
Foto: APCredit Suisse:
Die Schweizer erwarten, dass die Industrieländer ihr Wachstum 2016 ähnlich fortsetzen werden wie im aktuellen Jahr. Ganz anders dagegen die Entwicklungsländer, welche durch die Zinserhöhungen der US-Notenbank Fed belastet sein werden. Im Zuge dessen werden zwar die Zinsen leicht steigen und der Dollar weiter gegenüber anderen Währungen aufwerten. Eine abrupte Zinswende erwarten die Analysten allerdings nicht, auch die Inflation dürfte grundsätzlich gering bleiben.
Foto: REUTERSCommerzbank:
Deutschland dürfte laut den Commerzbank-Volkswirten besonders unter der Schwäche der Schwellenländer leiden, vor allem im Exportsektor. Deshalb bewegt sich das Wachstum nur noch auf dem Durchschnittsniveau der gesamten Euro-Zone. Die Weltwirtschaft werde dagegen vom Wachstum der USA getragen, die Zinswende in den USA stützt weiter den Dollar, der Ende 2016 fast die Parität zum Euro erreichen könnte. Insgesamt sei der Richtungswechsel beim US-Zins die gravierendste Veränderung gegenüber 2015. Aufgrund des verlängerten Anleihekaufprogramms werden weiterhin steigende Aktienkurse erwartet.
BIP-Wachstum Deutschland: 1,3 Prozent
BIP-Wachstum Euro-Zone: 1,3 Prozent
BIP-Wachstum USA: 2,5 Prozent
Brent-Öl Ende 2016: 63 Dollar
Dax-Ziel: 12.600 Punkte
Foto: dpaJPMorgan Chase
Amerikas größte Bank, JP Morgan Chase, gibt zur Entwicklung des S&P 500 und des Nikkei vorsichtshalber gar keine Prognose ab. Zu Anleihen, Eurokurs und Rohstoffen haben die US-Banker allerdings eine Meinung:
Gold: 1 150 Dollar
Öl: 62 Dollar
Euro/Dollar: 1,13 Dollar
Bundesanleihen 10 Jahre Rendite: 1,15 Prozent
US-Treasury 10 Jahre Rendite: 2,75 Prozent
Foto: dpaFidelity:
Die Fondsgesellschaft erwartet, dass 2016 ein besseres Jahr für Aktien wird als dieses. Insbesondere der Konsum in den Industrieländern werde der Weltwirtschaft Auftrieb verleihen. Besonders US-Aktien dürften davon profitieren, so die Analysten. Während Europa von der Flüchtlingswelle profitieren dürfte, sind die Aussichten für die Schwellenländer weiterhin schlechter. Deren Aktien könnten allerdings Chancen bieten, da die massive Kurskorrektur bald vorbei sein dürfte. Interessant sind aber lediglich reformbereite Schwellenländer. Der Markt für Staatsanleihen dürfte im kommenden Jahr durch die Zinswende der Fed bestimmt werden. Dafür erwarten die Fidelity-Experten ein Comeback bei Unternehmensanleihen, deren Risikoaufschläge schrumpfen dürften.
Foto: APBankhaus M.M.Warburg & CO
Das Bankhaus Warburg gibt ebenfalls keine Prognose für Nikkei und SP500 ab.
Gold: 1020 Dollar
Öl: 50 Dollar
Euro/Dollar: 1,10 Dollar
Bundesanleihen 10 Jahre Rendite: 0,75 Prozent
US-Treasury 10 Jahre Rendite: 2,60Prozent
Foto: CLARK/obsDZ Bank:
Kaum zwei Monate alt, muss die DZ Bank ihre Prognose für 2016 schon wieder anpassen. Dabei war der Ausblick der DZ Bank-Analysten schon vorher nicht sonderlich rosig. Für die Weltwirtschaft sahen sie kaum Wachstumsimpulse, die Aktienmärkte würden weniger von Unternehmensgewinnen als von der Notenbankpolitik getrieben. Dabei ginge die Spanne zwischen der US-Zinspolitik und ihrem Counterpart in der Euro-Zone immer weiter auseinander. Die Analysten erwarteten, dass die Europäische Zentralbank (EZB) den Einlagenzins weiter auf minus 0,4 Prozent senken wird. Den Märkten dürfte das aber wenig Schwung verleihen, hier sehen die Experten wenig Impulse. Mitte Februar reduzierte DZ-Bank-Analyst Christian Kahler sein Dax-Ziel von bisher 11.000 Punkten auf nur noch 10.300 Punkten. Auch für die Jahresmitte senkte Kahler das Ziel von 10.500 auf 9800 Punkte. Begründet hat der Analyst die neue Einschätzung mit den zahlreichen reduzierten Gewinnerwartungen von Unternehmen.
BIP-Wachstum Deutschland: 1,8 Prozent
BIP-Wachstum Euro-Zone: 1,5 Prozent
BIP-Wachstum Weltwirtschaft: 3 Prozent
Euro vs. Dollar (Q42016): 1,04 Euro/Dollar
Dax-Ziel: 10.300 Punkte
Dax-Ziel aktualisiert am 17.02.2016
Foto: dapdBlackRock
Das BlackRock Investment Institut (BII) geht in seinem Kapitalmarktausblick für das Jahr 2016 davon aus, dass die weltweite Flut billigen Geldes ihren Höhepunkt erreicht hat und der Einfluss der Notenbanken im kommenden Jahr nachlässt. Entsprechend müssen Investoren die Konjunktur-, Kredit- und Bewertungszyklen wieder stärken im Auge haben. Für die Entwicklungen am Anleihemarkt ist man bei BII eher skeptisch. „Wir erwarten für 2016 geringe oder überhaupt keine Kursanstiege bei Anleihen und lediglich gedämpfte Zuwächse an den meisten Aktienmärkten“, heißt es im Ausblick. Eine Ausnahme bilden ausgewählte Hochzins- und Investmentgrade-Papiere sowie Schwellenländeranleihen in Lokalwährungen.
Was Aktien anbelangt, setzt Black Rock auf Papiere aus Europa und Japan, bei vielen US-Aktien erscheinen die Bewertungen dagegen ausgereizt. Außerdem belaste der starke Dollar die Gewinne der US-Unternehmen. Die Volatilität der Märkte habe dafür nachgelassen. Doch auch ohne weitere politische Schocks könne es im kommenden Jahr zu starken Schwankungen kommen. Steigt der Dollar weiter, werden im kommenden Jahr die Rohstoffpreise noch weiter unter Druck geraten.
Foto: dpaColumbia Threadneedle Investments
Der Vermögensverwalter Threadneedle Investments geht in seinem Kapitalmarktausblick davon aus, dass die Fed in den USA den Zins wieder erhöhen werde, wogegen die Notenbanken in Europa und Japan weiter bei ihrer expansiven Geldpolitik bleiben und möglicherweise neue Konjunkturprogramme anstoßen. In der Konsequenz kommt es zu einer Aufwertung des Dollars – mit negativen Konsequenzen für Schwellenländer und Rohstoffpreise. „Erfolg werden die Anleger haben, denen es gelingt, organisch wachsende Unternehmen zu finden, denn deren Aktien dürften gefragt sein und im Vergleich zu denen von Wettbewerbern mit einem Aufschlag gehandelt werden.“
Des Weiteren rechnen die Analysten Threadneedle mit geringen Wirtschaftswachstumsraten und niedrigen Renditen. Sie konzentrieren sich deshalb auf europäische Hochzinsanleihen anstatt auf Anleihen mit Investment-Grade-Rating. Auch europäische und japanische Aktien seien 2016 ein Kauf.
Foto: dpaDeutsche Asset & Wealth Management
Auch Stefan Kreuzkamp, Chief Investment Officer der Deutschen Asset & Wealth Management, geht davon aus, dass die Fed den Zins erhöht und die Inflation wieder anziehen wird. Er rechnet damit, dass die konsum- und servicenahe Sektoren in den Industrieländern die Industriewerte übertrumpfen und Importe die Exporte überholen werden. Entsprechend empfiehlt er Aktien aus den Sektoren Gesundheit, Technologie, Konsum und Finanzen. „Im Rentenbereich sehen wir weiterhin Chancen bei US- und Euro-Unternehmensanleihen. Wer Staatsanleihen will, sollte sich in der Peripherie der Eurozone bedienen“, so Kreuzkamp in seinem Ausblick. Er rechnet allerdings damit, dass sich die Renditen für Aktien und Anleihen im Vergleich zu diesem Jahr verschlechtern. Immobilien bleiben seiner Meinung nach eine der interessantesten Vermögensklassen. Ein ausgewogenes Portfolio im kommenden Jahr sieht seiner Meinung nach so aus:
Anleihen: 48 Prozent
Aktien: 41 Prozent
Alternative Anlagen: 10 Prozent
Rohstoffe: 1 Prozent
Foto: dpaFERI AG
Die Rohstoffpreise bleiben auch 2016 unter Druck, worunter die rohstoffexportierenden Länder leiden. Außerdem werten laut dem Kapitalmarktausblick von FERI fast alle Schwellenländer-Währungen gegenüber dem Dollar ab. Doch auch die US-Wirtschaft bekommt im kommenden Jahr einen Dämpfer. Das Wachstum dürfte unterhalb der 2 Prozent-Marke liegen, der starke Dollar drückt die Exportquote, amerikanische Aktien sind überbewertet. Doch auch im Euroraum lasse der Aufschwung zu wünschen übrig – daran könne auch die expansive Geldpolitik der EZB nichts ändern. Entsprechend unattraktiv seien europäische Staatsanleihen. Die deutschen Aktien dagegen profitieren 2016 von der expansiven Geldpolitik, sind zugleich aber anfälliger für außenwirtschaftliche Störungen. Die Renditen von Bundesanleihen dürften tendenziell sinken.
Foto: dpaMehr Umsatz, weniger Gewinn - auf den ersten Blick fällt die Bilanz deutscher Börsenschwergewichte für das vergangene Jahr nicht gerade glänzend aus. Doch vor allem der Rekordverlust der Deutschen Bank trübt das Gesamtbild. Von 18 Dax-Konzernen, die bisher Zahlen vorgelegt haben, steigerten nach einer Auswertung des Beratungsunternehmens EY immerhin zwölf den operativen Gewinn. Beflügelt wurden die Geschäfte von der Euro-Schwäche, der Nachfrage aus den USA und der Konsumfreude der Verbraucher in Deutschland. Ob der Rückenwind in diesem Jahr anhält, ist allerdings fraglich.
In den Chefetagen wächst jedenfalls die Furcht vor einer Abkühlung der Konjunktur. So sank der Ifo-Geschäftsklimaindex im Februar das dritte Mal in Folge. Drei Rückgänge hintereinander werden traditionell als Abschwungsignal gedeutet.
„Bei den Prognosen für 2016 sind viele Dax-Konzerne auffallend vorsichtig - mit gutem Grund, denn sie werden es bedeutend schwerer haben, Gewinne und Umsatzzuwächse einzufahren“, sagt EY-Partner Thomas Harms voraus.
Platz 25: Ukrainische Aktien
Der Konflikt mit den pro-russischen Separatisten im Osten des Landes, aber auch Misswirtschaft hat die Ukraine an den Rand des Staatsbankrotts getrieben. Der Internationale Währungsfonds hält Kiew mit Hilfskrediten über Wasser und fordert im Gegenzug Wirtschafts- und Sozialreformen. Der Leitindex PFTS verlor 2015 mehr als 35 Prozent, gleichzeitig brach die ukrainische Währung Hrywnja ein. Wer Anfang des Jahres 100.000 Euro in die Aktien des Leitindex investierte, hat jetzt nur noch 44.950 Euro - also mehr als die Hälfte seines Geldes verloren, so viel wie mit keiner anderen Anlage.
Stand: 30.12.2015, 11.30 Uhr. Quelle: Bloomberg. Angaben ohne Transaktionskosten.
Foto: dpaPlatz 24: Brasilianische Aktien
Das südamerikanische Land durchlebt eine der schwersten Wirtschaftskrisen seiner Geschichte. Die Inflation ist bereits zweistellig und Volkswirte fürchten, dass Brasiliens Wirtschaft bis 2017 um acht Prozent schrumpfen wird. Die Politik ist durch einen Korruptionsskandal gelähmt. Das belastete auch die Börse deutlich. Der Index Ibovespa verlor zwölf Prozent. Da gleichzeitig der Real gegenüber dem Dollar und dem Euro einbrach, vergrößert sich der Verlust für Euro-Anleger: Von 100.000 Euro bleiben nur 66.200 Euro übrig.
Stand: 29.12.2015, Schlussstand. Quelle: Bloomberg. Angaben ohne Transaktionskosten.
Foto: dpaPlatz 23: Brentöl
Der Verfall der Ölpreise – bedingt durch die Wachstumssorgen in den Schwellenländern und die unverändert hohen Fördermengen der Opec – hielt das ganze Jahr an. Kurz vor Weihnachten fiel der Preis für ein Barrel (159 Liter) der Nordseesorte Brent zur Lieferung im Januar auf das Elf-Jahrestief von 35,98 Dollar und ist seither nur leicht gestiegen. In Dollar gerechnet liegt der Jahresverlust bei gut 35 Prozent, in Euro sind es 28,16 Prozent. Das heißt: Aus 100.000 Euro wurden 71.850 Euro.
Stand: 30.12.2015, 11.30 Uhr. Quelle: Bloomberg. Angaben ohne Transaktionskosten.
Foto: dpaPlatz 22: Aktien Griechenland
Anders als für die nur noch wenigen Besitzer griechischer Anleihen war für die Besitzer griechischer Aktien ein schlechtes Jahr: Fünf Wochen lang war im Sommer die griechische Börse wegen des drohenden Ausscheidens Griechenlands aus dem Euro-Raum geschlossen. Als die Börsen im August wieder öffneten, ging es weiter bergab: Der Leitindex ASE brach in diesem Jahr um 25,37 Prozent ein – von 100.000 Euro blieben Anlegern nur 74.630 Euro übrig.
Stand: 30.12.2015, 11.30 Uhr. Quelle: Bloomberg. Angaben ohne Transaktionskosten.
Foto: dpaPlatz 21: Magere Schweine
Nicht nur Öl, Industrierohstoffe und Metalle sind 2015 unter die Räder gekommen, sondern auch die Preise für landwirtschaftliche Produkte. Dazu gehören auch an der Chicago Mercantile Exchange gehandelte Terminkontrakte auf Nutztiere: Der Preis für magere Schweine zum Beispiel fiel hier um 27 Prozent. In Euro gerechnet liegt der Verlust bei 19,34 Prozent. Somit bleiben von 100.000 investierten Euro noch 80.660 Euro übrig.
Stand: 29.12.2015, Schlussstand. Quelle: Bloomberg. Angaben ohne Transaktionskosten.
Foto: dpaPlatz 20: Kaffee
Auf dem Preis für die schwarzen Bohnen lastet unter anderem der heftige Verlust des brasilianischen Real zum Dollar, da Brasilien das mit Abstand wichtigste Kaffee produzierende und exportierende Land ist. Gleichzeitig sind die Ernteaussichten gut, das erwartete hohe Angebot drückt zusätzlich auf den Preis. In Euro gerechnet fiel der Terminkontrakt für am Chicago Board of Trade gehandelten Kaffee um 19,28 Prozent. Das entspricht bei einer Anlage von 100.000 Euro einem Verlust von 19.280 Euro.
Stand: 29.12.2015, Schlusstand. Quelle: Bloomberg, Angaben ohne Transaktionskosten
Foto: dpaPlatz 19: US-Junk-Bonds der Energiebranche
Der Verfall der Öl- und Gaspreise ließ die Ausfälle bei amerikanischen Energieunternehmen mit schwacher Bonität nach oben schnellen. Die Folge: Die Kurse der Junk-Bonds (Schrottanleihen) dieser Unternehmen fielen rasant. In Dollar gerechnet ist ein Verlust von 23,9 Prozent aufgelaufen, in Euro sind es mehr als 15 Prozent. Aus 100.000 Euro sind so bei dieser Anlage nur noch 84.440 Euro geworden.
Stand: 29.12.2015, Schlussstand. Quelle: Bloomberg. Angaben ohne Transaktionskosten.
Foto: dpaPlatz 18: Aktien Schwellenländer
Die Emerging Markets machten Anlegern auch 2015 nicht viel Freude. Der MSCI Emerging Markets verlor über 16 Prozent. Auch hier machte für Euro-Anleger der Dollar-Anstieg einiges wett, den der Index notiert in der US-Währung. Wer 100.000 Euro in den MSCI Emerging Markets investiert, hat jetzt noch 92.560 Euro auf dem Konto.
Stand: 29.12.2015, Schlussstand. Quelle: Bloomberg. Angaben ohne Transaktionskosten.
Foto: REUTERSPlatz 17: Gold
Gold glänzte auch 2015 nicht. Im Gegenteil: In Dollar gerechnet verlor der Preis für eine Feinunze erneut 9,8 Prozent. Ein Trost für Euro-Anleger: Dank der Aufwertung des Dollars zur europäischen Gemeinschaftswährung haben sie nur ganze wenig verloren. Aus 100.000 in Gold angelegten Euro wurden 99.880 Euro.
Stand: 30.12.2015, 11.30 Uhr. Quelle: Bloomberg. Angaben ohne Transaktionskosten.
Foto: REUTERSPlatz 16: Deutsche Staatsanleihen
Es war vor allem die Europäische Zentralbank die mit ihren Anleihekäufen die Kurse auch der deutschen Staatsbonds immer weiter nach oben trieb. Im Gegenzug sackten die Renditen. Zuletzt sind sie aber wieder gestiegen – so dass für Anleger mit Bundesanleihen nur magere Erträge aus Kursgewinnen und Zinsen blieben. Wer 100.000 Euro in einen Korb aus Bundesbonds steckte hat jetzt 100.310 Euro auf dem Konto. Das ist weniger als sich im Schnitt mit Tagesgeld erwirtschaften ließ.
Stand: 29.12.2015, Schlussstand. Quelle: Bloomberg. Angaben ohne Transaktionskosten.
Foto: dpaPlatz 15: Tagesgeld
Das Niedrigzinsumfeld macht deutschen Sparern weiter zu schaffen. Der durchschnittliche Satz für Tagesgeld lag 2015 bei gerade mal 0,43 Prozent. Wer 100.000 Euro in Tagesgeld investierte, hat somit gerade mal 430 Euro verdient.
Stand: 30.12.2015, Quelle: FMH Finanzberatung
Foto: dpaPlatz 14: Euro-Junkbonds
Junk-Bonds sind Anleihen von Unternehmen, denen die Ratingagenturen nur eine schwache Bonität bescheinigen. Dafür bieten die Papiere höhere Zinsscheine als Anleihen von kreditwürdigeren Schuldnern. Die Kurse der auch Schrottanleihen genannten Papiere fielen jedoch im Jahr 2015. Die höheren Kupons kompensierten das aber zumindest teilweise. Aus 100.000 in einen Junk-Index angelegten Papiere wurden so 101.260 Euro.
Stand: 29.12 2015, Schlusstand. Quelle: Bloomberg. Angaben ohne Transaktionskosten.
Foto: dpaPlatz 13: Aktien Euro-Zone
Die Spreizung im Euro-Raum ist recht groß. Der größte Gewinner in diesem Jahr ist bislang die Börse in Dublin, die mehr als 30 Prozent zulegte. Die Indizes in Spanien, Luxemburg und vor allem in Griechenland und Zypern stürzten dagegen ab. Der Euro Stoxx 50 für die Standardwerte im Euro-Raum gewann 5,1 Prozent, somit wurden aus 100.000 Euro 105.100 Euro.
Stand: 30.12.2015, 11.30 Uhr. Quelle: Bloomberg. Angaben ohne Transaktionskosten.
Foto: dpaPlatz 12: Schweizerische Aktien
Die schweizerische Notenbank schockte Investoren im Januar mit der Aufgabe des Euro-Mindestkurses für den Franken. Die Börse stürzte zunächst ab, erholte sich aber später wieder zum großen Teil. Auf Jahressicht hat der Leitindex SMI gut ein Prozent eingebüßt. Gleichzeitig stieg aber der Franken zum Euro. Das sorgt dafür, dass Euro-Anleger mit einer Anlage in SMI-Aktien 9,95 Prozent Gewinn machten.
Stand: 30.12.2015, 11.30 Uhr. Quelle: Bloomberg. Angaben ohne Transaktionskosten.
Foto: dpaPlatz 11: Deutsche Aktien
Wer Anfang des Jahres 100.000 Euro in den Dax gesteckt hat, kann sich über ein Plus von 10,26 Prozent, also von 10.260 Euro freuen Noch viel besser entwickelten sich Nebenwerte. Der MDax der mittelgroßen Aktien legte rund 23 Prozent zu, der TecDax 34 Prozent. Auch an anderen europäischen Börsen hatten die Small Caps oft die Nase vorn.
Stand: 30.12.2015, 11.30 Uhr. Quelle: Bloomberg. Angaben ohne Transaktionskosten.
Foto: dpaPlatz 10: Russische Aktien
Bei russischen Aktien sahen viele Investoren nach dem Einbruch der vergangenen Jahre wieder Einstiegschancen – obwohl die russische Wirtschaft weiter unter den Sanktionen wegen des Konflikts mit der Ukraine leidet. Das machte auch dem Rubel zu schaffen. Der Leitindex Micex der Börse Moskau stieg um fast 26 Prozent. Wegen des Rubel-Verfalls bleiben Euro-Anlegern davon aber nur 11,01 Prozent. Aus 100.000 Euro ergaben sich deshalb „nur“ 111.010 Euro.
Stand: 30.12.2015, 11.30 Uhr. Quelle: Bloomberg
Foto: dpaPlatz 9: US-Dollar
Das stärkere Wirtschaftswachstum in den USA und die erste Leitzinserhöhung der US-Notenbank haben den Dollar angetrieben. Die US-Währung hat 2015 zum Euro bislang 11,2 Prozent zugelegt. Für Anleger die in US-Wertpapiere oder in andere in Dollar denominierten Anlagen investierten, bringt das deutliche Währungsgewinne.
Stand: 30.12.2015, 11.30 Uhr. Quelle: Bloomberg. Angaben ohne Transaktionskosten.
Foto: dpaPlatz 8: Amerikanische Staatsanleihen
Die Zinserhöhung der US-Notenbank im Dezember konnte US-Bonds bislang nicht viel anhaben. Unter dem Strich und im Mittel aller Laufzeiten sind die Kurse etwas höher als zu Jahresbeginn – und die Renditen entsprechend leicht gesunken. In Dollar gerechnet brachten US-Staatsanleihen Investoren so einen Gesamtertrag aus Zinsen und Kursgewinnen von gut einem Prozent. Da der US-Dollar jedoch deutlich zulegte, profitierten Euro-Anleger: Sie können sich 100.000 in US-Staatsanleihen angelegten Euro jetzt über einen Depotstand von 111.650 Euro freuen.
Stand: 29.12.2015, Schlussstand. Quelle: Bloomberg. Angaben ohne Transaktionskosten.
Foto: APPlatz 7: US-Aktien
Die US-Börsen haben sich von ihrem Einbruch im Sommer erholt – und nach jüngsten Spurt bislang ein mageres Jahresplus geschafft. Der gestiegene Dollar hilft aber Euro-Investoren, die nicht währungsgesichert in den USA angelegt haben. Der S&P 500 stieg in Euro gerechnet um 11,81 Prozent. Aus 100.000 Euro wurden bis kurz vor Jahresschluss 111.810 Euro.
Stand: 29.12.2015, Schlussstand. Quelle: Bloomberg. Angaben ohne Transaktionskosten.
Foto: dpaPlatz 6: Chinesische Aktien
Kaum eine Börse war so in den Schlagzeilen wie die chinesische. Bis zum Frühjahr stieg sie rasant – dann kam der Absturz. Dabei schreckten die Sorgen um eine Abschwächung der Wirtschaft der Volksrepublik die Investoren weltweit auf. Dennoch notierten der Leitindex Shanghai Composite immer noch deutlich fester als zu Beginn 2015 und auch der Yuan hat auf Jahressicht zum Euro zugelegt. So wurden aus 100.000 im Shanghai Composite angelegten Euro 116.980 Euro.
Stand: 30.12.2015, Schlussstand. Quelle: Bloomberg. Angaben ohne Transaktionskosten
Foto: REUTERSPlatz 5: Japanische Aktien
Die Notenbank pumpt weiter Geld in den Markt und das Reformprogramm von Ministerpräsident Shinzo Abe zur Ankurbelung der Wirtschaft greift – wenn auch langsamer als viele erwartet hatten. Entsprechend holprig ging es auch 2015 am japanischen Aktienmarkt zu. Unter dem Strich gilt jedoch: Der Nikkei 225 Index gewann 2015 gut neun Prozent. Gleichzeitig wertete der Yen zum Euro kräftig auf. 100.000 in den Index investierten Euro vermehrten sich deshalb auf 120.020 Euro.
Stand: 30.12.2015, Schlussstand. Quelle: Bloomberg. Angaben ohne Transaktionskosten.
Foto: APPlatz 4: Griechische Staatsanleihen
Auch sie verblüffen Investoren und gelten als zu riskant für eine seriöse Anlage. Im Sommer fürchteten die wenigen Anleger, die noch griechische Bonds handeln, den Austritt Griechenlands aus dem Euro-Raum. Die Kurse der Staatsbonds fielen drastisch. Sie erholen sich jedoch seit das dritte Hilfspaket für Hellas freigegeben wurde. Die Folge: Wer 100.000 Euro in griechische Staatsbonds steckte, hat jetzt 121.190 Euro.
Stand: 29.12,2015. Quelle: Bloomberg. Angaben ohne Transaktionskosten.
Foto: dpaPlatz 3: Irische Aktien
Der Leitindex der irischen Börse hat sich am besten im ganzen Euro-Raum geschlagen. Mit voraussichtlich sechs Prozent Wachstum des Bruttoinlandsprodukts hat die grüne Insel 2015 im Euro-Raum auch beim Wirtschaftswachstum die Nase weit vorn. Der Index stieg um 30,64 Prozent – aus 100.000 Euro wurden so 130.640 Euro.
Stand: 30.12.2015, 11.30 Uhr. Quelle: Bloomberg. Angaben ohne Transaktionskosten.
Foto: REUTERSPlatz 2: Jamaikanische Aktien
Die Börse des sich gerade von einer Rezession erholenden Landes ist der zweite große Sieger unter den weltweiten Anlageklassen. Die Börse ist indes sehr klein, gehandelt werden täglich gerade mal Aktien für rund 700.000 Dollar, das ist ein Fraktal der täglich sieben Milliarden Dollar gehandelten Aktien des amerikanischen Dow Jones Index. Wer 2015 jedoch 100.000 Euro in den jamaikanischen JSE Market investierte, hat jetzt 204.680 Euro.
Stand: 30.12.2015, 11.30 Uhr. Quelle: Bloomberg. Angaben ohne Transaktionskosten.
Foto: REUTERSPlatz 1: Venezolanische Aktien
Die Börse in Caracas ist der Überraschungssieger des Jahres. Und das, obwohl die Wirtschaft das dritte Jahr in Folge in der Rezession steckt. An der Börse werden jedoch nur sehr wenige Aktien gehandelt, die Umsätze liegen täglich bei meist nur ein paar tausend Dollar. Aktien sind aber für venezolanische Investoren eine Möglichkeit, ihre Bolivar vor dem Wertverfall angesichts der Inflation von 160 Prozent zu retten. Außer den heimischen Investoren legt kaum jemand Geld in Caracas an. Dennoch: Theoretisch konnten Anleger 361.80 Euro verdienen, wenn sie Anfang des Jahres 100.000 Euro in Venezuelas Leitindex IBC investierten.
Stand: 30.12.2015, 11.30 Uhr. Quelle: Bloomberg. Angaben ohne Transaktionskosten.
Foto: REUTERSDas hat mehrere Gründe: Der Euro hat zuletzt wieder an etwas Stärke gewonnen. Harms hält einen erneuten Schwächeanfall der Gemeinschaftswährung für unwahrscheinlich, „so dass die Unternehmen von dieser Seite keine Unterstützung mehr zu erwarten haben.“
Nach EY-Berechnungen gingen von den insgesamt 50 Milliarden Euro Umsatzzuwachs der Konzerne 21 Milliarden auf Währungseffekte zurück. Die Euro-Schwäche macht Produkte „Made in Germany“ auf dem Weltmarkt günstiger. Das kann die Nachfrage ankurbeln. Zudem lässt der Wertverlust im Ausland erzielte Einnahmen bei der Umrechnung in die Gemeinschaftswährung steigen.
Gegenwind kommt auch vom wichtigen Exportmarkt China. Das Wachstum der zweitgrößten Volkswirtschaft der Welt schwächelt, das bekommen unter anderem Autokonzerne und Maschinenbauer zu spüren. So sanken die Exporte von deutschen Maschinen und Anlagen nach China nach Angaben des Branchenverbandes VDMA im vergangenen Jahr um 5,9 Prozent auf 16 Milliarden Euro. Die Exporte der deutschen Autobauer in die sogenannten BRICS-Länder - Brasilien, Russland, Indien, China und Südafrika - brachen EY zufolge um 15 Prozent ein.
Mit Sorge beobachten Ökonomen zudem den Absturz des Ölpreises. Zwar profitieren Verbraucher vom Rückgang der Sprit- und Heizölkosten. Doch zugleich zwingt der Ölpreisverfall Förderländer zu einem Sparkurs, was Folgen für die Weltkonjunktur haben kann. „Diese Länder befinden sich aktuell in einer wirtschaftlichen Abwärtsspirale - und fallen damit auch als Absatzmärkte für die Produkte der deutschen Unternehmen teilweise aus“, sagt Harms. Der Internationale Währungsfonds senkte nicht zuletzt wegen der niedrigen Ölpreise im Januar seine globale Wachstumsprognose für 2016.
Insgesamt stiegen die Umsätze der Börsenschwergewichte im abgelaufenen Geschäftsjahr nach EY-Angaben zusammengerechnet um 7 Prozent auf 726 Milliarden Euro. Der operative Gewinn (Ebit) der 18 Konzerne ging um 5 Prozent auf insgesamt 67,7 Milliarden Euro im Vergleich zum Vorjahr zurück - vor allem wegen des Rekordverlustes der Deutschen Bank. „Für die Mehrzahl der Dax-Konzerne war das vergangene Jahr ein erfolgreiches Jahr“, sagt Harms.
Ob sich der Trend angesichts der schwierigen Gemengelage in diesem Jahr fortsetzt, muss sich zeigen. Treiber dürfte vor allem die bisher robuste Konjunktur im Inland sein. Die Konsumlust der Verbraucher ist dank des stabilen Arbeitsmarktes und der weiter wachsenden Nachfrage nach Arbeitskräften nach wie vor hoch. Zudem stützen die Milliardenausgaben von Bund, Ländern und Kommunen zur Bewältigung der Flüchtlingszuwanderung die Entwicklung.
Auch die Konzerne selbst haben nach Einschätzung des EY-Experten viel getan, um Flexibilität und Effizienz zu verbessern. „Sie dürften daher für eine Eintrübung der weltweiten Wirtschaftslage ausreichend gewappnet sein.“