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Dow Jones, Nasdaq, S&P 500 US-Anleger bleiben vorsichtig - Intel auf Talfahrt

Zum Wochenschluss haben die US-Börsen uneinheitlich eröffnet. Große Gewinne verbuchten Arzneikonzerne für Produkte zum Kampf gegen die Pandemie.

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Die Händlerinnen und Händler tragen Masken, die Kurse drückt die Pandemie aber gerade nur wenig. Quelle: AP

US-Anleger haben sich zum Wochenschluss nur zögerlich aus der Deckung getraut. Während die Hoffnung auf ein neues Corona-Konjunkturpaket die Börsen stützte, verunsicherten die weiter steigenden Infektionszahlen und ein Kursrutsch beim Chip-Giganten Intel.

Der Dow-Jones-Index der Standardwerte und der breiter gefasste S&P 500 legten am Freitag je 0,2 Prozent auf 28.412 und 3461 Punkte zu. Der Index der Technologiebörse Nasdaq gab 0,1 Prozent auf 11.493 Zähler nach.

Nach Aussagen vom Stabschef des Weißen Hauses, Mark Meadows, sind die Gespräche der Republikaner von US-Präsident Donald Trump und der oppositionellen Demokraten auf ein neues Hilfspaket über insgesamt 1,9 Billionen US-Dollar im Kampf gegen die Coronakrise in eine neue und intensivere Phase eingetreten.

„Die Konjunkturgespräche gehen weiter, so dass der Markt darüber glücklich ist, auch wenn wir vor der Wahl wahrscheinlich nichts erreichen werden“, sagte Thomas Hayes, geschäftsführendes Mitglied beim Vermögensverwalter Great Hill Capital.

In der Nacht waren zudem US-Präsident Donald Trump uns sein Herausforderer Joe Biden zum zweiten Mal in einem TV-Duell auf aufeinander getroffen. Das Gespräch lief ruhiger ab als das erste, auch weil immer ein Mikrofon stumm geschaltet wurde.

Die Hoffnung auf ein neues US-Konjunkturpaket hatte die US-Börsen auch am Donnerstag angetrieben. Wichtige US-Indizes legten bis zu 0,5 Prozent zu.

Blick auf Einzelwerte:

American Express: Der Gewinn des Kreditkartenanbieters ist im dritten Quartal um 40 Prozent eingebrochen. Das Unternehmen leidet dabei unter geringer Kauflust der Verbraucher. Für die Aktie ging es über drei Prozent nach unten.

CureVac: Die Aussicht auf Fortschritte bei der Impfstoffentwicklung treibt den Kurs des Tübinger Unternehmens an, das an der Nasdaq notiert ist. Die Papiere liegen über fünf Prozent im Plus. Das Biotech-Unternehmen hatte mitgeteil, sein Corona-Impfstoffkandidat CVnCoV habe in präklinischen Tierversuchen eine Immunanwort hervorgerufen und produziere neutralisierende Antikörper.

Intel: Ein enttäuschendes Quartalsergebnis brockt dem Chip-Hersteller den größten Kursrutsch seit Juli ein. Die Aktien des Chip-Herstellers fallen über zehn Prozent. Die Zahlen und der Ausblick auf das vierte Quartal spiegelten den wachsenden Wettbewerbsdruck wider, schreibt Analyst Abhinav Davuluri vom Research-Haus Morningstar. Intel werde sich aber im Kampf mit dem Rivalen AMD sicher behaupten. Dessen Aktien gewinnen ein Prozent.

Gilead: Die offizielle Zulassung des Medikamentes Remdesivir zur Behandlung von Corona-Patienten in den USA gab hingegen dem Hersteller Gilead Auftrieb. Die Aktien des Biotechkonzerns stiegen um mehr als vier Prozent. Nach den durch eine Studie der Weltgesundheitsorganisation WHO geschürten Zweifeln an der Wirksamkeit des Medikamentes sei dies ein Erfolg, schrieben die Analysten des Vermögensberaters Raymond James.

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