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Dow Jones, S&P 500, Nasdaq Schwache Bankbilanzen trüben die Stimmung an der Wall Street

Die US-Großbanken JP Morgan, Wells Fargo und Citigroup konnten die Anleger am Freitag mit ihren Geschäftszahlen nicht in Kauflaune versetzen.

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Das „Fearless Girl“ an der New Yorker Wall Street Quelle: AP

Zum Start der US-Bilanzsaison haben die Kurse an der Wall Street nachgegeben. Die Großbanken JP Morgan, Wells Fargo und Citigroup konnten die Anleger am Freitag mit ihren Geschäftszahlen nicht in Kauflaune versetzen. Der Dow-Jones-Index der Standardwerte verlor im frühen Handel 0,9 Prozent auf 35.781 Punkte. Der breiter gefasste S&P 500 fiel um 0,4 Prozent auf 4639 Zähler. Der Index der Technologiebörse Nasdaq trat bei 14.808 Punkten auf der Stelle.

„Die Stimmung ist ziemlich trübe, obwohl die Berichtszeit für das vierte Quartal offiziell beginnt...es scheint, als ob die Inflation weiterhin die vorherrschende Sorge ist“, sagte Anlageexperte Sam Stovall vom Analysehaus CFRA Research. Investoren sorgen sich derzeit, dass die Konjunktur in den USA mit einer zu aggressiven Zinspolitik der US-Notenbank abgewürgt werden könnte. Zudem schrumpften die Einzelhandelsumsätze im Dezember überraschend um 1,9 Prozent. Experten hatten mit Ausgaben auf dem Niveau des Vormonats gerechnet. Im November waren sie noch um 0,3 Prozent gestiegen. Der private Konsum gilt als Hauptstütze der weltgrößten Volkswirtschaft.

Für Ralf Umlauf von der Landesbank Helaba ist diese Zahl kein positiver Faktor für das gesamtwirtschaftliche Wachstum im vierten Quartal. Dennoch dürfte seiner Meinung nach die US-Notenbank an ihre Zielen in den kommenden Quartalen festhalten.

Auch die US-Industrie hat im Dezember überraschend wenig produziert. Die Betriebe stellten 0,3 Prozent weniger her als im Vormonat. Von der Notenbank Reuters befragte Volkswirte hingegen hatten mit 0,5 Prozent Wachstum gerechnet, nach einem Anstieg von revidiert 0,6 Prozent im November. Die Produktion insgesamt - also Industrie, Versorger und Bergbauunternehmen zusammen - fiel um 0,1 Prozent, während Analysten hier ein Plus von 0,3 Prozent erwartet hatten.

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    Aktien von JP Morgan waren mit einem Abschlag von mehr als fünf Prozent der größte Verlierer im Dow-Index. Ein schwächelndes Handelsgeschäft überschattete den - eigentlich höher als erwartet ausgefallenen - Quartalsgewinn des Geldhauses. Der Gewinn des Rivalen Citigroup brach in den Schlussmonaten des vergangenen Jahres um mehr als ein Viertel ein. Die Papiere fielen um 3,4 Prozent. Wells Fargo verbuchte hingegen dank Spartenverkäufen einen Gewinnsprung von 86 Prozent. Die Titel zogen um 2,6 Prozent an.

    Blick auf weitere Einzelwerte


    Blackrock: Der weltgrößte Vermögensverwalter erwirtschaftete im vierten Quartal einen bereinigten Gewinn von 10,42 Dollar je Aktie und übertraf damit die Konsensschätzung von 10,16 Dollar. Der Umsatz lag hingegen leicht unter den Prognosen lag. Das verwaltete Vermögen stieg erstmals über die 10-Billionen-Dollar-Marke. Die Aktie verliert 1,6 Prozent an Wert.

    Sherwin-Williams: Die Aktien des Farbenherstellers fielen um 2,8 Prozent. Das Unternehmen hatte seine Prognose für das Gesamtjahr aufgrund von Problemen in der Lieferkette, die voraussichtlich auch im laufenden Quartal anhalten werden, gesenkt. Sherwin-Williams erklärte jedoch, dass die Nachfrage in den meisten seiner Endmärkte weiterhin stark sei.

    Walt Disney: Die Aktie gab 2,8 Prozent nach. Das Analysehaus Guggenheim hat das Papier „Kaufen“ auf „Neutral“ herabgestuft.

    Virgin Orbit: Der Unternehmen schickte am Donnerstag erfolgreich sieben kleine Satelliten in den Weltraum. Es war erste Start seit dem Börsengang im vergangenen Monat. Die Aktien gaben aber dennoch 5,4 Prozent nach.

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