WiWo App 1 Monat für nur 0,99 €
Anzeigen

Gewinner & Verlierer Diesen Aktien hilft Trumps Steuerreform

Seite 2/3

Wie amerikanisch ist ein Unternehmen?


Bei der Auswahl einzelner Aktien sollten Anleger vor allem darauf achten, wie amerikanisch das Unternehmen ist und wie viele Steuern es bisher gezahlt hat. Wer stark in den USA produziert und verkauft, kann sich am meisten über Steuersenkungen freuen.

Deshalb steht etwa das Konglomerat Berkshire Hathaway von Star-Investor Warren Buffett besonders gut da. Buffett ist zwar kein Trump-Fan. Aber er hat überdurchschnittlich in amerikanische Aktien investiert. Laut Investmentbank KBW wird Berkshire Hathaway daher dank der Steuerreform nächstes Jahr insgesamt 15 Prozent höhere Gewinne einfahren. Das entspricht 2,6 Milliarden Dollar.

In der gleichen Schätzung erwartet KBW für die Banken JP Morgan Chase 21 Prozent und für Wells Fargo 20 Prozent höhere Gewinne. International ausgerichtete Unternehmen wie Apple oder General Electric profitieren laut KBW dagegen weniger. Sie werden zudem gezwungen, ausländische Gewinne in den USA einmalig zu versteuern. Damit kämen sie zwar an die Gelder heran, die bisher im Ausland geparkt sind. Unklar ist jedoch, wie sie dieses Kapital verwenden werden.

Sie können sie in neue Fabriken, Forschung und Jobs investieren oder den Aktionären kurzfristig in Form von Dividenden oder Aktienrückkäufen zukommen lassen. Was die KBW kritisch sieht, sehen andere Analysten positiv. Die Unternehmen können schließlich endlich mit den Milliarden arbeiten, die bisher nur herumlagen.

Die Analysten von JP Morgan haben eine Liste mit den zehn Unternehmen aufgestellt, die am meisten von der Trump-Reform profitieren. Dazu gehört der Börsenbetreiber CBOE Global Markets Inc ebenso wie die Eisenbahngesellschaft CSX Corp, die Hotel-Kette Hilton und die auf den US-Markt konzentrierte Fluggesellschaft Southwest Airlines.

Tatsächlich werden sich die US-Airlines über die Steuersenkungen freuen können. Southwest etwa hat bisher den Höchstsatz an Steuern bezahlt und wird damit stark von den neuen Sätzen profitieren. Delta Airline-CEO Ed Bastian hat bereits gesagt, dass er im nächsten Jahr aufgrund der Reform 18 bis 19 Prozent höhere Gewinne einfahren könnte. Außerdem werden die Amerikaner mehr Geld übrig haben und damit wahrscheinlich auch mehr reisen.

Die Schweizer Großbank UBS hat sogar ein Zertifikat mit dem Titel „US Tax Reform Beneficiaries Basket“ herausgegeben, der auf knapp 50 fast ausschließlich amerikanischen Aktien basiert.

Inhalt
Artikel auf einer Seite lesen
© Handelsblatt GmbH – Alle Rechte vorbehalten. Nutzungsrechte erwerben?
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%