Nikkei, Topix, CSI-300: Nikkei vor siebtem Tagesgewinn in Folge
Die asiatischen Aktien tendieren zum Ende der Woche teilweise etwas schwächer. Die Anleger machen sich Sorgen über die geopolitische Situation und über die Auswirkungen der US-Zölle auf die Weltwirtschaft. „Da die Messlatte für kurzfristige Zinssenkungen nach wie vor hoch liegt, haben die Märkte den Fokus wieder auf Wachstumssorgen und Zollrisiken gerichtet. Dies wird die Volatilität weiter anheizen“, sagte Charu Chanana, Chief Investment Strategist bei Saxo. Am Mittwoch hatte die US-Notenbank Fed den Leitzins erneut stabil gehalten.
Die chinesische Aktien gaben im frühen Handel leicht nach. Die Börse Shanghai verlor 0,9 Prozent auf 3377 Punkte. Der Index der wichtigsten Unternehmen in Shanghai und Shenzhen fiel um 1,1 Prozent auf 3931 Zähler.
Die japanische Börse tendiert dagegen fester. In Tokio legte der 225 Werte umfassende Nikkei-Index 0,4 Prozent auf 37.888 Punkte zu und der breiter gefasste Topix notierte 0,7 Prozent höher bei 2815 Zählern. Der Index ist damit auf dem besten Weg, sieben Tage in Folge zu steigen.
Am Freitagmorgen veröffentlichte Regierungsdaten beflügeln die Anleger in Japan. Laut den Daten sind die japanischen Kernverbraucherpreise im Februar um 3,0 Prozent gegenüber dem Vorjahr gestiegen. Sie blieben damit über dem Zwei-Prozent-Ziel der Zentralbank und verstärken die Markterwartungen auf weitere Zinserhöhungen.
Der Bankenindex stieg um 3,33 Prozent und war damit der größte prozentuale Gewinner unter den 33 Branchen-Subindizes an der Tokioter Börse. Mitsubishi UFJ Financial Group legte um 2,2 Prozent und Mizuho Financial Group um 3,5 Prozent zu.
Ölpreise steigen erneut
Die Ölpreise steigen am Freitag und sind auf dem Weg zu ihrem zweiten wöchentlichen Anstieg in Folge. Am Rohstoffmarkt verteuerte sich die Rohöl-Sorte Brent aus der Nordsee um 0,4 Prozent auf 72,31 Dollar je Barrel (159 Liter). Das US-Öl WTI notierte 0,5 Prozent fester bei 68,42 Dollar. Auf Wochenbasis waren sowohl Brent als auch WTI auf dem besten Weg, um etwa zwei Prozent zu steigen.
Das US-Finanzministerium hatte am Donnerstag neue Sanktionen im Zusammenhang mit dem Iran angekündigt. Erstmals richten sie sich auch gegen eine unabhängige chinesische Raffinerie sowie gegen andere Unternehmen und Schiffe, die iranisches Rohöl nach China liefern.
Die Ölpreise werden auch durch einen neuen Opec+-Plan gestützt. Demnach werden sieben Opec-Mitglieder ihre Produktion weiter drosseln, um eine Überschreitung der vereinbarten Fördermengen auszugleichen.