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Aktien, Anleihen, Fonds Die Anlagetipps der Woche

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Fondstipp: ME Fonds Special Values - Ein englischer Park statt welker Schnittblumen

Als die Aktienkurse in der Euro-Zone mal wieder ins Taumeln geraten, sitzt Fondsmanager Markus Elsässer seelenruhig in Frankfurt, um über seinen Fonds zu reden. Anderthalb Stunden ohne Mails oder Telefonate. Für Ruhe wirbt er auch bei Anlegern. „Sie sollen sich das Fondsdepot vorstellen wie einen englischen Park, der langsam wächst und Jahrhunderte überdauert“, sagt Elsässer. Der 58-jährige gebürtige Heidelberger wurde als Kompagnon des US-Investors Guy Wyser-Pratte bekannt, mit dem er 2001 gegen Missmanagement beim Rüstungskonzern Rheinmetall zu Felde zog. Seit 2002 lenkt er den Mischfonds ME Special Values. Er dürfte in Zinspapiere investieren, steckt das Fondsvermögen aber komplett in 33 Aktien von Unternehmen, die bereits in Top-Form sein müssen.

Fondstipp: ME Fonds Special Values

Wachstum, wenig Schulden, Unternehmergeist, Krisenfestigkeit, darauf achtet Elsässer. „Müsste die Börse wochenlang schließen, ist es gut, keine Schnittblumen im Depot zu haben, die verdorren.“ Bei Titeln wie Nestlé oder Roche bestehe die Gefahr nicht. Sie sind in dem Fonds so etwas wie die Eichen im Park, die kein Sturm entwurzelt. „Effizienz, Eigenkapital, Dividenden haben sie permanent verbessert“, sagt Elsässer. Den Nivea-Erfinder Beiersdorf mag er wegen des begrenzten Risikos. 2010 und 2011 bewegte sich der Kurs bei rund 45 Euro seitwärts, Elsässer blieb geduldig, jetzt steht er bei 70.

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Stark vertreten sind Schweizer Aktien, etwa die des Schließsystemspezialisten Kaba: „Ein Lebenswerk von 150 Jahren aus Kundenbeziehungen und Wissen, das kein Oligarch kaufen und niemand nachahmen kann“, sagt Elsässer. Am Schokoproduzenten Lindt&Sprüngli gefällt ihm das Kapitalpolster. Es führe dazu, dass sich das Unternehmen in jedem Markt angstfrei bewegen könne. Ein dritter Schweizer Liebling ist Givaudan, Weltmarktführer bei Aromen und Duftstoffen. Potente Großaktionäre wie Bill Gates geben Halt. „Sie können Stücke nachkaufen, das verhindert, dass die Aktie in einer Krise nach unten durchrutscht“, so Elsässer.

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