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BörsenstartTeamviewer patzen bei ihrem Börsendebut

Teamviewer hat einen durchwachsenen Börsenstart hingelegt. Zeitweise kosteten die Aktien kurzzeitig sogar weniger als 25 Euro und lagen damit unter dem Angebotspreis. 25.09.2019 - 10:54 Uhr

Teamviewer hat sich bei seinen künftigen Aktionären mit guten Wachstumsaussichten beworben.

Foto: REUTERS

Das Softwareunternehmen Teamviewer hat einen durchwachsenen Börsenstart hingelegt. Nachdem der Eigner der Firma, der Finanzinvestor Permira, mit dem Verkauf der Aktien gut 2,2 Milliarden Euro eingenommen hatte, ging es nach dem Handelsstart in einem schwachen Marktumfeld erst einmal abwärts. Am Vormittag kosteten die Papiere kurzzeitig sogar weniger als 25 Euro und lagen damit unter dem Angebotspreis. Den hatte Permira am Vorabend auf 26,25 Euro festgelegt.

Nichtsdestotrotz ist Teamviewer der größte Tech-Börsengang seit dem Platzen der Dot-Com-Blase. Zuletzt war es im Frühjahr 2000 beim Börsengang des damals zum Siemens-Konzern gehörenden Chipherstellers Infineon mit rund sechs Milliarden Euro mehr gewesen.

Finanzchef Stefan Gaiser zeigte sich deshalb trotz des durchwachsenen Starts zufrieden. „Ich bin sehr zufrieden mit dem ganzen Prozess“, sagte er. Der gesamte Emissionserlös geht an Permira. Der Finanzinvestor hatte Teamviewer 2014 für 870 Millionen Euro gekauft und hält künftig noch gut 60 Prozent der Anteile.

„Wir brauchen ja kein zusätzliches Geld für unser Wachstum“, sagte Gaiser. „Das schaffen wir aus eigener Kraft.“ Teamviewer erhofft sich durch den Börsengang mehr Aufmerksamkeit – vor allem im Großkundenbereich. Die Konjunkturabkühlung dürfte dem Softwarekonzern nichts anhaben. „Teamviewer ist durch alle Zyklen gewachsen“, sagte Gaiser. „Unsere Programme können Firmen in einem konjunkturellem Abschwung dabei helfen, Reisekosten einzusparen und Geschäftsprozesse effizienter zu gestalten.“

Teamviewer hat sich bei seinen künftigen Aktionären mit guten Wachstumsaussichten beworben. Für dieses Jahr wird bei den in Rechnung gestellten Umsätzen laut dem Börsenprospekt ein Wachstum von bis zu 39 Prozent auf bestenfalls 320 Millionen Euro erwartet. Das Unternehmen war zuletzt äußerst profitabel. Nach Angaben des Unternehmens sind für das laufende und das kommende Jahr noch keine Dividenden geplant.

dpa
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