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Außenpolitik Brief an Merkel und Steinmeier: Putin ruft Deutschland zur Zusammenarbeit auf

Der russische Präsident will auch in Zukunft mit Deutschland zusammenarbeiten. Quelle: AP

Die Beziehungen zwischen Deutschland und Russland gelten als belastet. Der russische Präsident will die Wogen glätten – und ruft zur Kooperation auf.

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Russlands Präsident Wladimir Putin hat Deutschland trotz politischer Spannungen zur Zusammenarbeit aufgerufen. Den Interessen des russischen und des deutschen Volkes sei am besten gedient, wenn sich die bilaterale Zusammenarbeit konstruktiv entwickele, schrieb das Staatsoberhaupt in einem Telegramm zum Tag der Deutschen Einheit an Kanzlerin Angela Merkel und Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier.

Der Kreml veröffentlichte das Schreiben am Sonntag in der Hauptstadt Moskau. Darin rief Putin auch zu gemeinsamen Anstrengungen bei internationalen Themen auf.

Die Beziehungen beider Länder sind wegen zahlreicher Konfliktthemen schwer belastet. Dazu zählt etwa die Vergiftung des Kremlgegners Alexej Nawalny. Moskau sieht sich zudem zu Unrecht in die Verantwortung genommen für den Mord an einem Georgier in Berlin und den Hackerangriff auf den Bundestag 2015. Der Kreml hatte bereits nach der Bundestagswahl mitgeteilt, dass Moskau auf ein gutes Verhältnis zur neuen Bundesregierung in Berlin hoffe.

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Putin hatte Deutschland bereits in den vergangenen Jahren zur Wiedervereinigung gratuliert. Das sei „ein sehr wichtiges historisches Ereignis“, das das Ende des Kalten Krieges in Europa und den Beginn einer neuen Etappe in den Beziehungen zwischen Deutschland und Russland markiert habe, schrieb er diesmal.

Der deutsche Botschafter in Moskau betonte in einer Ansprache: „Dialog ist beiderseitiges Interesse, Dialog ist für uns ein Muss.“ In einigen Bereichen seien die Gräben tief, sagte Géza Andreas von Geyr. Die Menschen beider Länder seien sich aber zugewandt.

Mehr zum Thema: Die Gaspreise in Europa sind hoch wie nie, die Angst vor einem kalten Winter ist groß. Der Kreml und der russische Konzern Gazprom nutzen die Situation, um Europa Druck zu machen – und nehmen in Kauf, ihren Ruf als verlässlicher Versorger zu verlieren.

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