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EntlassungMaue Arbeitsmarktzahlen: Trump will Statistikchefin feuern

Weil ihm die Arbeitsmarktzahlen nicht gefallen, feuert US-Präsident Trump kurzerhand die Chefin des Amtes für Arbeitsmarktstatistik. 02.08.2025 - 09:43 Uhr
US-Präsident Donald Trump will die Chefin des Amtes für Arbeitsmarktstatistik, Erika McEntarfer, entlassen. Foto: AP

Angesichts überraschend schwacher Arbeitsmarktzahlen will US-Präsident Donald Trump die Chefin des Amtes für Arbeitsmarktstatistik, Erika McEntarfer entlassen. „Ich habe mein Team darauf angewiesen, diese von Biden politisch nominierte Frau zu feuern, SOFORT“, schrieb er auf seiner Plattform Truth Social. Sie solle durch jemanden ersetzt werden, der „viel kompetenter und qualifizierter“ sei.

Zuvor war bekanntgeworden, dass der US-Arbeitsmarkt zu Beginn des Sommers deutliche Anzeichen einer Schwäche gezeigt hat. Für den Zeitraum Mai und Juni revidierte das Arbeitsministerium die Zahl der neuen Stellen um insgesamt 258.000 nach unten. Korrekturen der Zahlen im Nachgang sind üblich, der Umfang dieses Mal allerdings nicht. Ökonomen erklären die enttäuschenden Arbeitsmarktdaten auch mit Auswirkungen der aggressiven Zollpolitik der US-Regierung.

Das will Trump so nicht sehen – im Gegenteil. „Die Wirtschaft BOOMT unter ‚TRUMP‘“, behauptet er. Er spricht von einem Komplott gegen sich und von gefälschten Zahlen.

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Trump wiederholte bei seiner Ankündigung von McEntarfers Entlassung auch seine Forderung, US-Notenbank-Chef Jerome Powell zu feuern. Er solle „in den Ruhestand geschickt“ werden, schrieb Trump.

Der US-Präsident fordert seit Monaten einen niedrigeren Leitzins, um die Wirtschaft in den Vereinigten Staaten anzukurbeln. Für Powell überwogen hingegen andere Argumente: Angesichts bestehender Inflationsrisiken infolge von Trumps Zollpolitik setzt er auf eine umsichtige Geldpolitik und zögert mit Zinssenkungen. Weil Trump bislang nicht das bekommt, was er verlangt, hat er Powell in den vergangenen Monaten wiederholt scharf angegriffen und mehrmals mit dessen Entlassung gedroht. Die rechtlichen Hürden für einen solchen Schritt sind allerdings hoch.

dpa
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