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Für den MittelstandKatar will zehn Milliarden Euro in Deutschland investieren

Katar war bisher unter anderem bei VW, der Deutschen Bank und Siemens beteiligt. Nun will das Emirat außerdem zehn Milliarden Euro in den deutschen Mittelstand investieren. 07.09.2018 - 11:22 Uhr aktualisiert

Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier (r) empfängt im Schloss Bellevue den Emir von Katar, Scheich Tamim bin Hamad Al-Thani.

Foto: dpa

Nach dem Einstieg bei großen deutschen Konzernen will das Emirat Katar künftig auch verstärkt in den Mittelstand investieren. Insgesamt geplant sei ein Engagement von rund zehn Milliarden Euro in den nächsten fünf Jahren, sagte der Emir von Katar am Freitag in Berlin. Deutschland sei ein wichtiger Partner für Katar. „Wir wissen um die Stärke der deutschen Wirtschaft", sagte Scheich Emir Tamim bin Hamad Al-Thani. Er eröffnete zusammen mit Bundeskanzlerin Angela Merkel eine katarisch-deutsche Investorenkonferenz. „Wir sind stolz auf unsere Beziehungen und auf die Zusammenarbeit mit Deutschland“, sagte der Scheich. Gleichzeitig lud er deutsche Unternehmen ein, in Katar zu investieren.

Katar ist bereits unter anderem an Volkswagen, der Deutschen Bank, Siemens, Hochtief und SolarWorld beteiligt. Die bisherigen Investitionen belaufen sich nach katarischen Angaben auf rund 25 Milliarden Euro.

Merkel begrüßte die Investitionsbereitschaft Al-Thanis. „Das freut uns sehr“, sagte sie. „Sie finden kompetente Partner und eben auch verlässliche Rahmenbedingungen.“ Die wirtschaftlichen Beziehungen seien aber keine Einbahnstraße, betonte die Kanzlerin. Sie sehe auch gute Chancen für den Ausbau deutscher Investitionen in Infrastruktur und Industrie in Katar. „Besonders der Energiebereich birgt hier aus meiner Sicht noch erhebliches Potenzial“, sagte sie und nannte vor allem die Produktion von Flüssiggas. Katar ist bereits der größte Exporteur von Flüssiggas und will seine Produktionskapazitäten weiter ausbauen.

Der Golfstaat steht unter Druck, nachdem im Juni vergangenen Jahres Saudi-Arabien, die Vereinigten Arabischen Emirate und Bahrain eine Blockade verhängt hatten. Sie werfen Katar unter anderem die Unterstützung von Terrorgruppen vor, was das Emirat zurückweist.

2022 findet die Fußballweltmeisterschaft in Katar statt. Das Emirat wurde wegen der Arbeitsbedingungen auf den WM-Baustellen wiederholt von Menschenrechtsorganisationen kritisiert.

rtr, dpa
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