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Global Competitiveness Report Diese Länder greifen die besten Talente der Welt ab

Die Schweiz (im Bild: Zürich) zieht besonders viele Talente an. Quelle: dpa

Wer bietet die besten Arbeitsmöglichkeiten? Wo fühlen sich die besten Talente der Welt am wohlsten? Nein, nicht im Silicon Valley. Und in Deutschland leider auch nicht.

Wer in diesen Tagen beim Jahrestreffen des Weltwirtschaftsforums in Davos die falschen Unterlagen in die Hand bekommt, der könnte die Berggemeinde in der Schweiz als depressiver Mensch verlassen.

1,4 Millionen Arbeitsplätze allein in den USA, heißt es beim Weltwirtschaftsforum, werde künstliche Intelligenz bis 2026 vernichten. Die Schere zwischen Arm und Reich, mahnt der Internationale Währungsfonds, könne durch technologischen Fortschritt weiter auseinandergehen. Frauen, ruft eine andere Studie, verlören auf dem Arbeitsmarkt besonders in Zukunft. Und dann sagt der IHS-Chefökonom Nariman Behravesh im Gespräch mit der WirtschaftsWoche: „Richtig reich wird, wer die richtigen Qualifikationen hat.“

Richtig reich, das ist auch klar, wird derjenige nur solange seine Qualifikationen rar sind. Weil dieser Neureiche aber mutmaßlich in seinem Umfeld weiteren Wohlstand schafft, wetteifern Städte und Länder dieser Welt um die rare Spezies.

In diesem weltweiten Wettkampf haben ausgerechnet drei Städte, die sonst nicht zwingend im Scheinwerferlicht des globalen Jetsets stehen, bisher die beste Position. Das behauptet jedenfalls eine Studie des Arbeitsdienstleisters Adecco und der spanischen Business-School Insead. Im „Global Competitiveness Report“ untersuchen die Partner jährlich, welche Standorte auf der Welt die meisten Top-Talente anziehen. Dabei überraschen zwei Erkenntnisse: Die attraktivsten Metropolen der Welt sind demnach Zürich, Oslo und Stockholm. Und acht der zehn begehrtesten Länder liegen in Europa. Da sage noch einmal jemand, alter Kontinent.

Bevor zu viel Euphorie aufkommt: Deutschland gehört nicht zu denen. Im Gegenteil, nachdem die Bundesrepublik 2016 erstmals aus den Top 10 fiel, ist sie mittlerweile bis auf Platz 19 durchgereicht.

Mittelmäßige Digitalisierung und eine relative Verschlossenheit des Arbeitsmarktes wirken sich da aus. Vor allem Letzteres bekommt in der Studie – die natürlich relativ zu sehen ist – zunehmend Gewicht. Neben der Vermittlung technologischer Kompetenz sehen die Autoren vor allem einen Punkt als entscheidend für Zukunftsfähigkeit an: Diversität.

„Wir müssen uns auf Diversität und Inklusion konzentrieren, wenn wir die großen Verwerfungen unserer Zeit und die grassierende Ungleichheit bekämpfen wollen“, sagt Adecco-Chef Alain Dehaze. Insead-Dean Peter Zemsky geht noch einen Schritt weiter und sagt: „Erst durch Diversität lässt sich Innovation hebeln.“

Allerdings ist das natürlich nicht alles. Laut Studienautoren haben erfolgreiche Länder drei Dinge gemeinsam: ein sehr gutes Bildungssystem; einen Arbeitsmarkt, der gleichermaßen Flexibilität wie soziale Sicherung gewährleistet; Durchlässigkeit der Gesellschaft nach innen und außen.

Nach diesen Kriterien gelangen folgende Länder in die Top 10:

Der Global Talent Competitiveness Index 2018

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