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HandelskonfliktChinas Exportkontrollen verteuern Seltene Erden

China setzte seine wirtschaftliche Stärke schon als Machtinstrument ein, bevor US-Präsident Trump seine zweite Amtszeit antrat. Die Verschärfung des Handelskonflikts trifft die deutsche Industrie. 08.07.2025 - 07:07 Uhr
Die Bayan-Obo-Mine für seltene Erden in der Inneren Mongolei. Archiv 2010 Foto: Ren Junchuan/Xinhua via ZUMA Wir

Die für die Industrie wichtigen Seltenen Erden haben sich nach der Verschärfung der chinesischen Exporthürden stark verteuert. Die Preise für alle unter dem Oberbegriff zusammengefassten Metalle stiegen im Mai auf Dollarbasis insgesamt um acht Prozent, wie die Vereinigung der bayerischen Wirtschaft (vbw) in ihrem monatlichen Rohstoffpreisindex ermittelt hat.

Die Pekinger Führung hatte im April für mehrere Metalle Exportkontrollen verhängt. Laut vbw-Index sind die Preise dieser Seltenen Erden noch viel stärker gestiegen. So verteuerte sich demnach Terbium um knapp 19 Prozent, Gadolinium um knapp 17 Prozent und Samarium um über 15 Prozent.

Die Metalle sind für die Herstellung elektronischer Bauteile in der Elektronik-, Auto- und Rüstungsindustrie von Bedeutung. „Mitverantwortlich für diese Entwicklung ist der Handelskonflikt zwischen den USA und China, infolgedessen die chinesische Regierung Exportkontrollen für viele wichtige Seltene Erden und Magnete eingeführt hat“, sagte vbw-Hauptgeschäftsführer Bertram Brossardt. Die chinesische KP hatte die Kontrollen als Revanche für die von US-Präsident Donald Trump angekündigten Strafzölle verhängt.

In der Volksrepublik werden nach unterschiedlichen Schätzungen an die 90 Prozent der weltweit benötigten Seltenen Erden für die industrielle Verwendung aufgearbeitet. Höchststände hatten die Preise während der Coronapandemie zu Beginn des Jahres 2022 erreicht, als die weltweiten Lieferketten ins Stocken geraten waren. Der Bundesverband der Deutschen Industrie (BDI) hatte jüngst vor wachsender Abhängigkeit von China bei kritischen Rohstoffen gewarnt.

dpa
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