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HandelskonfliktUSA und China planen erste Gespräche zu Zöllen in der Schweiz

Die hohen US-Zölle auf Einfuhren auf China und die chinesischen Gegenzölle belasten den Handel. Zur Lösung des Konflikts gibt es nun erste Gespräche auf hoher Ebene. 07.05.2025 - 13:34 Uhr
Handelsstreit zwischen den beiden größten Volkswirtschaften der Welt: Kann er in Genf beigelegt werden? Foto: Imago Images

Im Handelskonflikt zwischen China und den USA finden erstmals hochrangige Gespräche in der Schweiz statt. US-Finanzminister Scott Bessent und der US-Handelsbeauftragte Jamieson Greer wollen am Wochenende mit Vertretern der Volksrepublik China zusammentreffen, teilten die jeweiligen Behörden mit. Laut chinesischem Handelsministerium reist Vize-Ministerpräsident He Lifeng in die Schweiz.

Das Schweizer Außenministerium bestätigte eine Anfrage beider Länder, ein Treffen in Genf zu organisieren. Das finde „in den nächsten Tagen“ statt. Auch die Schweizer Bundespräsidentin und Finanzministerin Karin Keller-Sutter werde in Genf „in den nächsten Tagen“ mit Bessent zusammentreffen.

Nach Angaben Pekings kontaktierten die USA China, um über die „Zölle und andere Fragen“ sprechen zu können. Dazu hätten hochrangige US-Beamte Informationen übermittelt. China habe diese US-Angaben nun sorgfältig geprüft. Parallel betonte das Handelsministerium, dass ein Dialog nur auf gegenseitigem Respekt und Augenhöhe stattfinden könne. Eine Lösung durch Verhandlungen könnte nur erfolgen, wenn die USA sich der Auswirkungen ihrer Zollmaßnahmen bewusst würden und ihre fehlerhaften Praktiken korrigierten.

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In einem Interview im Nachrichtensender Fox News sagte der US-Finanzminister, er gehe davon aus, dass sich beide Seiten bei dem Treffen erst einmal darauf einigen, worüber sie sprechen wollen. „Ich habe das Gefühl, dass es um eine Deeskalation geht, nicht um das große Handelsabkommen, aber wir müssen erst deeskalieren, bevor wir vorankommen können.“

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Bessent sagte, er habe vorgehabt, nach Europa zu reisen, um mit der Schweiz über Handelsfragen zu sprechen. Dann habe sich herausgestellt, dass auch das chinesische Team durch Europa reise und in der Schweiz sein werde. „Also werden wir uns am Samstag und Sonntag treffen“, sagte Bessent. Die USA und China hätten ein gemeinsames Interesse daran, sich zu einigen. Die hohen augenblicklichen Zölle seien das Äquivalent zu einem Embargo.

Seit der Eskalation im Handelsstreit zwischen den beiden größten Volkswirtschaften der Welt Anfang April verhängte US-Präsident Donald Trump bis zu 145 Prozent Zusatzzölle auf Waren-Importe aus China. Peking verlangt im Gegenzug auf Einfuhren aus den USA Aufschläge in Höhe von 125 Prozent.

Trump hatte sich zuletzt wiederholt widersprüchlich zu der Frage geäußert, ob es zwischen den USA und China Gespräche gebe. Zunächst hatte er behauptet, es gebe einen Austausch mit Peking. Das chinesische Außenamt dementierte das.

dpa
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