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KeniaErster afrikanischer Klimagipfel beginnt in Nairobi

Beim ersten afrikanischen Klimagipfel hoffen die Länder auf Milliardeninvestitionen, um das Klima zu schützen. Gleichzeitig seien mögliche Investitionen aber auch eine Chance für Wachstum. 04.09.2023 - 13:17 Uhr

Bei dem dreitägigen Gipfel wollen die afrikanischen Staaten auch ihre Position vor der Ende November beginnenden Weltklimakonferenz COP28 in den Vereinigten Arabischen Emiraten abstimmen.

Foto: dpa

Kenias Präsident William Ruto hat zur Eröffnung des ersten afrikanischen Klimagipfels den Kampf gegen die globale Erderwärmung als einmalige Chance für den Kontinent bezeichnet, Milliarden-Investitionen anzuziehen. Lange Zeit hätten die Staaten Afrikas die Klimakrise nur als Problem angesehen, sagte Ruto am Montag zu Beginn der Konferenz in der kenianischen Hauptstadt Nairobi.

Es sei aber an der Zeit, es von der anderen Seite her betrachten. „Wir müssen in grünem Wachstum nicht nur eine Notwendigkeit für das Klima sehen, sondern auch eine Quelle wirtschaftlicher Chancen in Höhe von mehreren Milliarden Dollar, die Afrika und die Welt nutzen können“, erklärte Ruto.

Bei dem dreitägigen Gipfel wollen die afrikanischen Staaten auch ihre Position vor der Ende November beginnenden Weltklimakonferenz COP28 in den Vereinigten Arabischen Emiraten abstimmen.

Die Bundesregierung wird in Nairobi von Entwicklungs-Staatssekretärin Bärbel Kofler und der Sonderbeauftragten für internationale Klimapolitik im Auswärtigen Amt, Jennifer Morgan, vertreten. Deutschland werde eine Reihe von Zusagen einbringen, kündigte Morgan im Vorfeld an.

Dazu zählten etwa eine Schuldenumwandlung für Klimaanpassung, der Markthochlauf von grünem Wasserstoff für die lokale Düngemittelproduktion in Kenia, Absicherung gegen Klimarisiken am Horn von Afrika und ein verstärkter Waldschutz. Deutschland werde sich zudem für eine Reform der internationalen Finanzarchitektur einsetzen, um mehr Mittel für die globale Energiewende und den Klimaschutz zu mobilisieren sowie die grüne Industrialisierung in Afrika zu beschleunigen und damit nachhaltig Armut zu bekämpfen.

Deutschland vereinbart Umschuldung mit Kenia

Zu Beginn der Konferenz vereinbarte Deutschland mit Kenia eine Umschuldung im Volumen von 60 Millionen Euro. Statt das Geld zurückzuzahlen, soll das ostafrikanische Land damit in Erneuerbare Energien und eine nachhaltige Landwirtschaft investieren.

In der Innenstadt von Nairobi protestierten etwa 500 Menschen gegen die Agenda des Gipfels. Die Pläne wie etwa Emissionszertifikate kämen vor allem westlichen Interessen auf Kosten Afrikas zugute.

Stattdessen fordern Aktivisten von den reichen Ländern eine finanzielle Entschädigung für Klimaschäden. Laut einer neuen Studie Debt Relief for Green and Inclusive Recovery Project sind die jährlichen Schuldendienstkosten der afrikanischen Länder südlich der Sahara fast genauso hoch wie ihr Bedarf an Klimafinanzierung.

rtr
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