Strafzölle: Trump droht Brics-Staaten mit „100 Prozent Zoll“
Wladimir Putin (l) und Donald Trump geben sich während des G20-Gipfels 2019 die Hand. Nun droht Trump auch Russland mit Strafzöllen.
Foto: dpaDer designierte US-Präsident Donald Trump hat die so genannten Brics-Länder aufgefordert, sich von der Idee einer Konkurrenz-Währung zum US-Dollar zu verabschieden. „Wir verlangen von diesen Ländern die Zusage, dass sie weder eine neue Brics-Währung schaffen noch eine andere Währung unterstützen werden, um den mächtigen US-Dollar zu ersetzen“, schrieb Trump am Samstag auf der Plattform Truth Social.
Andernfalls würden die Länder mit Zöllen von 100 Prozent belegt „und müssen damit rechnen, dass sie sich vom Verkauf (ihrer Waren) in die wunderbare US-Wirtschaft verabschieden müssen“.
Die ersten Mitglieder der Gruppe waren Brasilien, Russland, Indien, China und Südafrika. Der Name „Brics“ setzt sich aus ihren Anfangsbuchstaben zusammen. Zur Gruppe gehören inzwischen auch der Iran, Ägypten, Äthiopien und die Vereinigten Arabischen Emirate.
Die Staats- und Regierungschefs der Brics-Staaten hatten bei ihrem Gipfel im Oktober einen deutlich wachsenden Einfluss der Gruppe in der Weltpolitik vorausgesagt und Projekte wie etwa ein grenzüberschreitendes Zahlungssystem skizziert. Das soll ihnen helfen, unter Umgehung des vom Dollar dominierten globalen Finanzsystems miteinander zu handeln.
Aktuell steht die Brics vor allem wegen der Größe Chinas für etwa 45 Prozent der Weltbevölkerung und 35 Prozent der Weltwirtschaft – mehr als etwa die Gruppe G7 der westlichen Industriestaaten. Russlands Präsident Wladimir Putin hatte gesagt, mehr als 30 weitere Staaten wollten noch Mitglied werden. Dazu zählt auch das Nato-Mitglied Türkei.
Lesen Sie auch: Warum die BRICS ein machtvolles Gegengewicht zu den G7-Staaten sein können