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Wegen Telefonat mit BotschafterTrumps Sicherheitsberater Flynn unter Druck

Trumps Sicherheitsberater soll mit dem russischen Botschafter über die Sanktionen gegen Moskau gesprochen haben. Genießt er noch das Vertrauen des Präsidenten? Ein Vertreter aus dem Weißen Haus mag ihn jedenfalls nicht öffentlich verteidigen. 13.02.2017 - 08:57 Uhr

Der Sicherheitsberater von US-Präsident Trump, Michael Flynn

Foto: dpa

Der Nationale Sicherheitsberater der US-Regierung, Michael Flynn, gerät wegen eines Telefongesprächs mit dem russischen Botschafter in Washington zunehmend unter Druck. Es geht um den Vorwurf, dass er mit dem Diplomaten Sergei Iwanowitsch Kisljak im Dezember über Sanktionen gegen Moskau gesprochen und dazu später falsche Angaben gemacht haben soll.

Als Stephen Miller, ein Berater von Donald Trump, am Sonntag gefragt wurde, ob Flynn noch das Vertrauen des Präsidenten genieße, wollte er keine Antwort geben. Das sei eine Frage, die man Trump oder seinem Stabschef Reince Priebus stellen müsse, sagte Miller dem Sender NBC News. „Es ist nicht meine Aufgabe zu sagen, was im Kopf des Präsidenten vorgeht.“ Er ging anschließend dazu über, Flynns Verdienste für die USA zu würdigen. Trump selbst äußerte sich bislang nicht öffentlich darüber.

Flynn hatte Ende Dezember mit dem Botschafter telefoniert, etwa zur gleichen Zeit als der scheidende Präsident Barack Obama neue Sanktionen gegen Russland verhängte. Das Weiße Haus bestätigte die Kontakte. Trumps Sprecher Sean Spicer sagte jedoch, dabei sei es nicht um die Sanktionen gegangen. Diese Aussage wurde später auch von Vize-Präsident Mike Pence wiederholt.

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Die „Washington Post“ berichtete unter Berufung auf ehemalige und aktuelle Regierungsvertreter, dass es in dem Gespräch sehr wohl um die Sanktionen gegangen sei. Ein Sprecher Flynns sagte der Zeitung am Donnerstag, dass dieser sich zwar nicht an eine Erwähnung der Sanktionen erinnern könne, aber auch nicht gänzlich ausschließen könne, dass es nicht um das Thema gegangen sei.

Flynn trat wiederholt dafür ein, die Beziehungen mit Russland zu verbessern und gemeinsam die Terrormiliz Islamischer Staat zu bekämpfen. Trump hatte ihn im Februar 2016 zu seinem Berater für Sicherheitsfragen gemacht. Er entwickelte sich zu einem der loyalsten Köpfe. Schon während des Wahlkampfes sorgten seine Verbindungen nach Russland für Irritationen. Ende 2015 hatte er an einem Jubiläum des staatlichen Senders RT (Russia Today) teilgenommen und saß dort neben Kremlchef Wladimir Putin.

AP
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