1. Startseite
  2. Politik
  3. Deutschland
  4. Finanzen: Länder besorgt wegen Ausfällen durch Steuerentlastungen

FinanzenLänder besorgt wegen Ausfällen durch Steuerentlastungen

Anfang 2026 sollen Restaurants und Beschäftigte bei Fahrtkosten zum Job steuerlich entlastet werden, so plant es die schwarz-rote Regierung. Das führt zu weniger Staatseinnahmen – nicht nur beim Bund. 12.10.2025 - 09:46 Uhr
Lars Klingbeil (SPD), Bundesminister der Finanzen, Vizekanzler und SPD-Bundesvorsitzender. Foto: Kay Nietfeld/dpa

Die von der Koalition geplanten Steuerentlastungen für Pendler und die Gastronomie wecken unter den Ländern Sorgen vor erheblichen Einnahmeausfällen. Die damit verbundenen Mindereinnahmen führten zu einer „zusätzlichen Verschärfung der Haushaltslage“ und schränkten die Handlungsfähigkeit der Länder und Kommunen weiter ein, heißt es in einer Stellungnahme des Finanzausschusses des Bundesrats für die Sitzung der Länderkammer am nächsten Freitag. Sie befasst sich dann mit den Plänen.

Der Finanzausschuss weist darauf hin, dass der Gesetzentwurf auch mit weiteren Entlastungen zu Steuerausfällen von 2026 bis 2030 führe, die etwa zur Hälfte von Ländern und Gemeinden zu tragen seien. Bei den Ländern laufe es in diesem Zeitraum auf Ausfälle von 11,2 Milliarden Euro hinaus und bei den Gemeinden auf 1,4 Milliarden Euro.

Der Ausschuss empfiehlt daher, dass der Bundesrat sich beim Bund für eine Kompensation starkmachen solle. Die Länderkammer stimmt am Freitag darüber ab, ob sie diese Position bezieht.

Bundesregierung

Gestatten, die zwei wahren Wirtschaftsminister

Dorothee Bär und Karsten Wildberger – kennen Sie nicht? Dabei könnte dieses Duo das Comeback des Standorts einleiten. Wenn sie die Chancen nutzen, die sich ihnen jetzt bieten.

von Sonja Álvarez, Benedikt Becker, Max Biederbeck und weiteren

Entlastungen zum 1. Januar 2026 geplant

Das Bundeskabinett hatte die Gesetzespläne im September auf den Weg gebracht. Die Mehrwertsteuer für Speisen in der Gastronomie soll zum 1. Januar 2026 von derzeit 19 auf 7 Prozent gesenkt werden. Die Pendlerpauschale, mit der Arbeitnehmer Fahrtkosten von der Wohnung zur Arbeit steuerlich absetzen können, soll ebenfalls geändert werden. Aktuell liegt sie für die ersten 20 Kilometer Wegstrecke bei 30 Cent pro Kilometer. Ab dem 21. Kilometer kann man 38 Cent ansetzen. Künftig sollen ab dem ersten Kilometer 38 Cent gelten.

Die Vorhaben gehören zu den Anliegen der in Bayern regierenden CSU in der Bundesregierung. Finanzminister Lars Klingbeil (SPD) hatte bereits bei der Vorstellung des Etat-Entwurfs im Sommer deutlich gemacht, dass er keine Möglichkeiten sieht, die Länder dabei für Steuerausfälle zu entlasten. Dazu gebe es keine Spielräume, das wolle er sehr deutlich sagen, betonte er.

Der Bund hatte den Ländern zuvor bereits bei Steuerentlastungen für Unternehmen für einen „Wachstumsbooster“ milliardenschwere Kompensationen zugesagt.

dpa
Mehr zum Thema
Unsere Partner
Anzeige
Stellenmarkt
Die besten Jobs auf Handelsblatt.com
Anzeige
Homeday
Homeday ermittelt Ihren Immobilienwert
Anzeige
IT BOLTWISE
Fachmagazin in Deutschland mit Fokus auf Künstliche Intelligenz und Robotik
Anzeige
Remind.me
Jedes Jahr mehrere hundert Euro Stromkosten sparen – so geht’s
Anzeige
Presseportal
Lesen Sie die News führender Unternehmen!
Anzeige
Bellevue Ferienhaus
Exklusive Urlaubsdomizile zu Top-Preisen
Anzeige
Übersicht
Ratgeber, Rechner, Empfehlungen, Angebotsvergleiche
Anzeige
Finanzvergleich
Die besten Produkte im Überblick
Anzeige
Gutscheine
Mit unseren Gutscheincodes bares Geld sparen
Anzeige
Weiterbildung
Jetzt informieren! Alles rund um das Thema Bildung auf einen Blick