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WahlarenaSächsische Spitzenkandidaten liefern sich verbalen Schlagabtausch

In knapp einer Woche wählen die Sachsen ihren Landtag neu. Bei der Wahlarena beantworteten sechs Spitzenkandidaten die Fragen der Bürger. 27.08.2019 - 01:06 Uhr aktualisiert

Die Spitzenkandidat vor Beginn der Podiumsdiskussion zur Landtagswahl in Sachsen.

Foto: dpa

Knapp eine Woche vor der Landtagswahl in Sachsen haben sich die Spitzenkandidaten der größeren Parteien am Montag einen letzten verbalen Schlagabtausch im Fernsehen geliefert. Bei der Wahlarena des Mitteldeutschen Rundfunks (MDR) ging es zunächst um den Klimaschutz. Dabei spielte der Strukturwandel in den vom Kohleausstieg betroffenen Regionen eine Rolle. Klimaschutz gehört laut einer jüngsten Umfrage des Meinungsforschungsinstitutes infratest dimap – neben Flüchtlingen und Bildung – zu den wichtigsten Themen für die Sachsen zur Landtagswahl am 1. September.

Wirtschaftsminister und SPD-Chef Martin Dulig sprach sich gegen Sonderwirtschaftszonen aus, so wie sie von der CDU-Bundesvorsitzenden Annegret Kramp-Karrenbauer oder Sachsens Ministerpräsident Michael Kretschmer ins Spiel gebracht wurden. Dulig befürchtet, dass es in solchen Zonen Dumping-Löhne geben könnte und das Engagement von Investoren nicht nachhaltig sein würde.

Weitere Themen waren der Ausbau des öffentlichen Nahverkehrs, die Bekämpfung der Landflucht, die Sicherheit sowie Bürokratieabbau und soziale Fragen.

An der „MDR-Wahlarena – SpitzenkandidatInnen im Bürgercheck“ nahmen neben Kretschmer und Dulig auch Rico Gebhardt von den Linken, Jörg Urban (AfD), Katja Meier (Grüne) und Holger Zastrow von der FDP teil. Bei der Veranstaltung konnten Bürger ihre Fragen stellen – und somit entscheiden, über welche Themen an diesem Abend diskutiert werden soll.

Die Sachsen und Brandenburger sind aufgerufen, kommenden Sonntag ihre Landtage neu zu wählen. In beiden Ländern dürfte die AfD Umfragen zufolge stark hinzugewinnen, die SPD in Brandenburg und die CDU in Sachsen könnten aber ihren Spitzenplatz behaupten – und die Grünen könnten in beiden Ländern als Koalitionspartner in die Regierung einsteigen. Bisher regieren in Brandenburg SPD und Linke, in Sachsen führt die CDU eine Koalition mit der SPD.

Mehr: Am kommenden Sonntag wählt auch Brandenburg eine neue Landesregierung. Für Ministerpräsident Woidke wird es eng, die AfD ist der SPD nah auf den Fersen.

dpa
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