1. Startseite
  2. Politik
  3. Konjunktur
  4. Start-up-Szene: Bayern überholt erstmals Berlin bei den Finanzierungen

FinanzierungDeeptech in Bayern: Investoren setzen lieber auf Münchner Start-ups

Im vorigen Jahr ist erstmals mehr Geld in bayerische Tech-Firmen geflossen als in die Berliner Start-up-Szene. Investoren werden wieder spendabler.Lisa Ksienrzyk 14.01.2025 - 10:49 Uhr

In München findet jährlich die Tech-Konferenz „Bits & Pretzels“ statt. Zum Networking geht es unter anderem auf das Oktoberfest.

Foto: PR

Es gibt wieder mehr Geld – zumindest für deutsche Start-ups. Mehr als sieben Milliarden Euro Risikokapital haben junge Tech-Firmen im vergangenen Jahr von Investoren erhalten. Das sind 17 Prozent mehr als im Vorjahr. Der Wert liegt sogar über dem Niveau der Vor-Corona-Jahre. Lediglich 2021 und 2022, als die Zinsen niedrig waren und viel Kapital am Markt, sicherten sich Gründerteams noch höhere Beträge.

Allerdings: Die Anzahl sämtlicher Finanzierungsrunden war 2024 erneut rückläufig. Das heißt im Umkehrschluss, dass sich im Schnitt die Zusagen pro Investment erhöht haben. Für die Gründerszene ein gutes Zeichen: Kapitalgeber sind wieder gewillt, Geld auszugeben.

Die Unternehmensberatung EY veröffentlicht halbjährlich eine Studie über die Lage der deutschen Start-up-Landschaft. Berlin blieb bei der Anzahl der Deals zwar weiterhin Spitzenreiter unter den Bundesländern. Erstmals seit der Erhebung floss jedoch in Summe mehr Kapital in bayerische Unternehmen.

Bayern kann Deeptech, Berlin Fintech

Nach Bayern gingen 2,3 Milliarden Euro, in die Bundeshauptstadt knapp 2,2 Milliarden Euro. Während im Freistaat 2024 schlicht mehr Geld ausgegeben wurde als im Vorjahr, ging das Finanzierungsvolumen in Berlin im gleichen Zeitraum zurück.

Grundsätzlich wurden im vorigen Jahr deutlich mehr große Deals jenseits der 100 Millionen Euro abgeschlossen – und das überwiegend von Start-ups aus Bayern. Die größte Finanzierungsrunde sicherte sich das Verteidigungsunternehmen Helsing aus München. Im Sommer holte sich die KI-Software 450 Millionen Euro von Investoren.

In den Top Ten werden außerdem die bayrischen Tech-Firmen Egym, The Exploration Company, Catalym und Tubulis gelistet. Catalym und Tubulis sind Ausgründungen aus Universitäten und auf Krebstherapien spezialisiert. Mehr als 100 Millionen Euro erhielten weiterhin DeepL, Black Semiconductor, Enviria, 1Komma5° und Ineratec.

EY hat zudem das Finanzierungsvolumen in diversen Branchen erhoben. Auch hier liegt Bayern in den meisten Bereichen vorn. Lediglich im Sektor Hardware ist Nordrhein-Westfalen klarer Sieger, also etwa bei Robotics und in der Chipindustrie. Im Bankenwesen liegt Berlin unangefochten auf Rang eins. Dort sitzt der Großteil der jungen Finanz- und Versicherungsfirmen.

Während in Berlin vor allem Software-Firmen entstehen, ist Bayern in der Gründerszene als Deeptech-Standort bekannt. Die Technische Universität und die Ludwig-Maximilians-Universität in München gehören zu den renommiertesten Hochschulen Deutschlands. Aus dem gemeinsamen Forschungsinstitut CDTM stammen Dutzende bekannte Start-ups, teils mit Milliardenbewertung.

Lesen Sie auch: Zahl der Start-up-Gründungen steigt trotz Krise kräftig

Mehr zum Thema
Unsere Partner
Anzeige
Stellenmarkt
Die besten Jobs auf Handelsblatt.com
Anzeige
Homeday
Homeday ermittelt Ihren Immobilienwert
Anzeige
IT BOLTWISE
Fachmagazin in Deutschland mit Fokus auf Künstliche Intelligenz und Robotik
Anzeige
Remind.me
Jedes Jahr mehrere hundert Euro Stromkosten sparen – so geht’s
Anzeige
Presseportal
Lesen Sie die News führender Unternehmen!
Anzeige
Bellevue Ferienhaus
Exklusive Urlaubsdomizile zu Top-Preisen
Anzeige
Übersicht
Ratgeber, Rechner, Empfehlungen, Angebotsvergleiche
Anzeige
Finanzvergleich
Die besten Produkte im Überblick
Anzeige
Gutscheine
Mit unseren Gutscheincodes bares Geld sparen
Anzeige
Weiterbildung
Jetzt informieren! Alles rund um das Thema Bildung auf einen Blick