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Starker Euro, schwacher Export?Reißt der starke Euro deutsche Unternehmen in die Krise?

Der niederländische Elektronikkonzern Philips meldet schwache Quartalszahlen. Er begründet das vor allem mit Währungseffekten. Droht nun auch deutschen Exportstärken wie Daimler, BMW oder Siemens der Absturz?Niklas Hoyer 22.04.2014 - 12:21 Uhr

Der niederländische Elektronikkonzern meldet schwache Quartalszahlen und begründet diese vor allem mit dem starken Euro.

Foto: dpa

Philips-Aktionäre dürften die Euro-Münzen in ihrem Geldbeutel heute mit gemischten Gefühlen betrachten. Mit über sieben Prozent Kursverlust startete die Philips-Aktie am Dienstag in den Handel, weil der niederländische Elektronikkonzern schwache Zahlen vermeldete. Der Umsatz ist im ersten Quartal um fünf Prozent gesunken, der Gewinn vor Zinsen und Steuern (EBIT) brach gar um 26 Prozent ein. Und der Grund dafür? Vor allem der starke Euro, sagt Philips.

Droht deutschen Unternehmen nun das gleiche Schicksal? Schließlich hat der Euro seit Juli 2012 (und damit seit der Rede von EZB-Präsident Mario Draghi, er werde alles tun, den Euro zu bewahren) massiv zugelegt. Damals mussten europäische Unternehmen in Dollar nur 1,20 verkaufen, um in der heimischen Kasse auf einen Euro Umsatz zu kommen. Jetzt ist dafür schon ein Umsatz von 1,38 Dollar nötig (plus 14 Prozent). Grob vereinfacht betrachtet müsste ein komplett in Euro-Ländern hergestelltes Produkt in Dollar jetzt also 14 Prozent teurer sein, damit Umsatz und Gewinn nicht sinken. Und der Dollar ist nicht die einzige Währung, die zum Euro abgewertet hat. Auch der von der EZB berechnete handelsgewichtete Euro-Kurs - der die Währungskurse von 20 Euro-Handelspartnern mit deren Handelsanteilen berücksichtigt - ist seit Juli 2012 immerhin um 10,8 Prozent gestiegen. Es erscheint logisch, dass das den Export abwürgt.

Platz 10: Russische Föderation

Laut den Berechnungen des Statistischen Bundesamtes zählt die Russische Föderation zu den Top Ten der deutschen Handelspartner. Im vergangenen Jahr wurden Waren im Wert von 80,5 Milliarden Euro mit dem östlichen Staat gehandelt. Das waren 5,2 Prozent mehr als im Vorjahr. Dabei fällt der größere Teil auf russische Importe nach Deutschland: Auf einen Gesamtwert von 42,5 Milliarden Euro belaufen sich die Einfuhren. Die Ausfuhren lagen somit bei 38 Milliarden Euro.

Foto: dpa-tmn

Platz 9: Belgien

Mit einem Warengesamtwert von 83 Milliarden Euro zählt auch Belgien zu den wichtigsten Handelspartnern der Bundesrepublik. Im Gegensatz zur Russischen Föderation exportieren die Deutschen mehr ins Nachbarland als sie importieren. Die Ausfuhren hatten einen Gesamtwert von 44,6 Milliarden, die Einfuhren einen Wert von 38,4 Milliarden Euro. Dabei ging der Gesamtwert im Vergleich zum Vorjahr zurück. 2011 waren es insgesamt noch 2,8 Prozent mehr gewesen.

Foto: REUTERS

Platz 8: Schweiz

Das Steuerparadies Schweiz importierte vergangenen Jahr deutsche Waren im Wert von 48,8 Milliarden Euro. Im Gegenzug importierten die Deutschen Schweizer Ware im Wert von 37,7 Milliarden Euro. Insgesamt kommt das Handelsaufkommen zwischen Deutschland und der Schweiz so auf 86,5 Milliarden Euro. Fast zwei Milliarden mehr als im Vorjahr.

Foto: ZB

Platz 7: Österreich

Einen deutlichen Sprung nach oben mit einem Gesamthandelswert von 95,1 Milliarden Euro macht Österreich im Vergleich zum benachbarten Alpenstaat. Zwar lag der Zuwachs im Vergleich zum Vorjahr nur bei 0,4 Prozent, trotzdem hält Österreich eine gute Position unter den Top Ten. Die Österreicher importieren übrigens deutlich mehr aus Deutschland als sie in die Bundesrepublik schickten: Während die deutschen Ausfuhren auf einen Wert von rund 57,9 Milliarden Euro, importierten sie österreichische Güter im Gesamtwert von lediglich 37,2 Milliarden Euro.

Foto: dpa

Platz 6: Italien

Waren im Wert von 56 Milliarden Euro konnten die deutschen Unternehmen im vergangenen Jahr nach Italien exportieren. Das ist der stärkste Exportrückgang unter den Top Ten, denn 2011 waren es noch 9,8 Prozent mehr gewesen. Dafür stieg der Import aus dem südeuropäischen Land um 2,8 Prozent. Insgesamt kommt der Handelswert zwischen Italien und Deutschland auf satte 105,1 Milliarden Euro.

Foto: dapd

Platz 5: Vereinigtes Königreich

Das Vereinigte Königreich importierte 2011 für 86,5 Milliarden Euro deutsche Waren. Damit steigerte es die Ausgaben für die Einfuhr aus Deutschland um 17,7 Prozent - so stark wie kein anderes Land. Im Ranking der größten Exportpartner kommt Großbritannien somit auf Rang zwei. Mit einem Gesamtwert von Ein- und Ausfuhren von 115,7 Milliarden Euro gibt es den vierten Platz. Das sind 4,9 Prozent mehr als im Vorjahr.

Foto: Reuters

Platz 4: Vereinigte Staaten von Amerika

Der zweitwichtigste Außenhandelspartner Deutschlands sind die USA mit Ausfuhren im Gesamtwert von 86,8 Milliarden Euro. Die Vereinigten Staaten erreichen damit einen Exportanteil von 7,9 Prozent. Mit einem prozentualen Zuwachs von 17,7 legte im vergangenen Jahr kein Land bei den deutschen Ausfuhren so stark zu wie die USA. Unter den Ländern, aus denen die Bundesrepublik importiert, landen die Vereinigten Staaten mit einem Warenwert von 50,6 Milliarden Euro auf dem vierten Platz. Mit einem Gesamthandelsaufkommen zwischen den beiden Ländern von 137,4 Milliarden Euro sind die USA Deutschlands viertwichtigster Handelspartner.

Foto: REUTERS

Platz 3: China

Die Nummer drei der wichtigsten Handelspartner der Bundesrepublik geht an China. Die Volksrepublik importierte 2012 Waren im Wert von 66,6 Milliarden Euro. Andersherum importierten die Deutschen chinesische Waren im Wert von 77,3 Milliarden Euro. Insgesamt kommt das Handelsaufkommen zwischen der Bundesrepublik und China somit auf einen Wert von 143,9 Milliarden Euro. Im Vergleich zum Vorjahr übrigens ein Rückgang von 0,3 Prozent. 2011 waren es noch 144,4 Milliarden Euro gewesen.

Foto: REUTERS

Platz 2: Niederlande

Die Deutschen importieren aus keinem anderen Land der Welt so viel wie aus den Niederlanden: Auf 86,6 Milliarden Euro belief sich der Wert der eingeführten Waren im vergangenen Jahr - ein Zuwachs von mehr als fünf Milliarden Euro. Die Einfuhren aus den Niederlanden machen damit fast zehn Prozent der deutschen Importe aus. Auch bei den Exporten gehören die Niederlande zu den Top Fünf der deutschen Außenhandelspartner. Da wundert es nicht, dass der westliche Nachbar der Bundesrepublik im Gesamtblick der zweitwichtigste deutsche Handelspartner ist. Schließlich kam der Handelswert der Ein- und Ausfuhren 2012 auf insgesamt 157,6 Milliarden Euro. Das waren 4,2 Prozent mehr als im Vorjahr.

Foto: dpa

Platz 1: Frankreich

Frankreich war im Jahr 2012 wichtigstes Abnehmerland deutscher Waren. Von Deutschland wurden wiederum Güter im Wert von 104,5 Milliarden Euro nach Frankreich ausgeführt. Damit ist das westliche Nachbarsland 2012 Deutschlands wichtigster Handelspartner gewesen. Das überrascht übrigens niemanden, denn Frankreich führt bereits seit 1975 diese Spitzenposition an.

Foto: dpa

Tatsächlich hätte Philips den Umsatz im Vergleich zum Vorjahresquartal immerhin stabil gehalten, wenn die Währungskurse sich nicht verändert hätten. Und der euro-verhagelte Jahresstart ist für die Philips-Aktionäre ein Déjà-Vu: Schon 2013 hatte Philips weltweit eigentlich Waren im Gegenwert von drei Prozent mehr als 2012 verkauft. In der heimischen Kasse, in Euro geführt, wurde daraus aber ein um ein Prozent geschrumpfter Umsatz. Andererseits hat Philips auch mit rein unternehmerischen Problemen zu kämpfen. Da kann der starke Euro eine willkommene Erklärung für die schwache Geschäftsentwicklung sein: Wir sind nicht schuld, Draghi ist schuld!

Philips-Probleme sind jedenfalls kein Vorbote einer großen Euro-Gefahr für deutsche und andere europäische Unternehmen. Das liegt an verschiedenen Effekten:

  • Globalisierung. Die Vorstellung, deutsche Arbeiter würden in deutschen Fabriken mit deutschen Einzelteilen zum Beispiel deutsche Autos zusammenbauen und diese dann in der ganzen Welt in der dortigen Währung verkaufen, hat mit der Realität nichts mehr zu tun.

Beispiel: BMW. Noch ist zwar das bayerische Dingolfing das größte BMW-Werk. Aber nicht mehr lange. BMW baut derzeit sein Werk in Spartanburg im US-Bundesstaat South Carolina massiv aus und will es zur größten Produktionsstätte des Konzerns machen. Schon jetzt wird nur noch etwa jedes zweite von BMW verkaufte Auto in Deutschland hergestellt.

Längst ist das Phänomen, nicht nur den Absatz, sondern auch die Produktion weltweit aufzustellen, auch nicht mehr den großen Konzernen vorbehalten. Mittlere und kleinere Unternehmen mischen mit. Der Stapler-Hersteller Jungheinrich etwa führt auf der Liste seiner Werke nicht nur die deutschen Standorte Lüneburg, Landsberg, Norderstedt, Moosburg, Dresden und Degernpoint, sondern eben auch das chinesische Qingpu und produziert dort vor allem für den asiatischen Markt.

Logistik

+ Trend zur Globalisierung bleibt ungebrochen
+ USA und China treiben Wachstum
+ Paketboom durch Internet-Handel und Trend zu immer kürzeren Zustellzeiten

- Fachkräftemangel bei Ingenieur- und IT-Fachkräften sowie Lkw-Fahrern kann Wachstum bremsen
- Defizite bei Verkehrs- und Energieinfrastruktur

Quellen: Branchenverbände, ifo Institut, KPMG, Moody's, ZenithOptimedia, eigene Recherchen

Foto: dpa

Maschinenbau

+ Anziehende Konjunktur sowohl im Inland als auch in den beiden größten Exportmärkten China und den Vereinigten Staaten
+ Großer Treiber nach zwei schwachen Jahren sind vor allem die wieder steigenden Ausrüstungsinvestitionen

- Steigende Energiekosten setzen einigen Anbietern zu. Andere fürchten um ihre Flexibilität in der Produktion, falls die neue Regierung den Einsatz von Leiharbeitern deutlich erschwert

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IT/Telekommunikation

+ IT mit Plus von 2,8 Prozent Motor der Branche. Wachstumsfelder sind mobiles Internet, Cloud Computing und Big Data
+ Investitionen der Netzbetreiber in Infrastruktur sorgen für leichtes Plus der Telekommunikation von 0,5 Prozent

- Smartphones und Tablets verdrängen Geräte wie Kameras und Camcorder. Dank der Fußball-WM wächst die Unterhaltungselektronik aber immerhin um 1,2 Prozent

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Medien

+ Fußball-WM und Olympia steigern Quoten und Verkäufe
+ Zeitungen führen Bezahlangebote im Netz ein

- Sorge vor weiteren Werbebeschränkungen aus Brüssel
- Printmedien stehen bei den Werbeeinnahmen weiterhin stärker unter Druck als TV und Online
- TV-Sender stehen vor immer stärkerer Konkurrenz durch Internet-Angebote und veränderte Sehgewohnheiten

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Luftfahrt/Tourismus

+ Höhere Einkommen sowie der Preiskampf als Folge des Überangebots durch Billig- und Golf-Airlines fördern die Nachfrage

- Kürzere Betriebszeiten an Flughäfen wie Frankfurt könnten das Wachstum jedoch dämpfen
- Teures Kerosin und steigende Abgaben drücken auf die Gewinne der Fluglinien
- Nur leichte Zunahme bei Geschäftsreisen

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Chemie

+ Zunehmende Nachfrage aus dem Inland und der Europäischen Union erwartet
+ Impulse durch Investitionsboom in den USA, ausgelöst durch billiges Schiefergas

- Sparkurs bei Konzernen wie Lanxess, Bayer oder Evonik
- Mögliche höhere Kosten: EU könnte Befreiung von der Ökostrom-Umlage für energieintensive Unternehmen kippen

Foto: dpa

Gesundheitswirtschaft

+ Schätzerkreis erwartet weit höhere Kassenzahlungen
+ Steigende Nachfrage nach privat finanzierten Diensten

- Wegen des Problems, 100.000 neue Beschäftigte zu gewinnen, wäre überdurchschnittlicher Produktivitätsanstieg nötig

Foto: dpa

Energie

+ Hohe Effizienzsteigerungen bei industriellen Stromverbrauchern, infolgedessen sinkender Stromabsatz

- Kaum Investitionen in neue Kraftwerke, da durch Wind und Sonnenenergie Kohle- und Gaskraftwerke ausgebremst werden
- Durch Gewinneinbrüche fallen bei den großen Versorgern Tausende von Jobs weg. Versuch des Gesundschrumpfens
- Die Hoffnung auf Green Jobs im Bereich erneuerbare Energien sinkt, da Unternehmen auch in diesem Sektor sparen

Foto: dpa

Konsum

+ Niedrige Arbeitslosenquote treibt privaten Konsum
+ Bedeutung von Smartphones für Informations-, Bestell- und Bezahlprozesse beim Einkaufen wächst weiter

- Modeketten und Warenhäuser kämpfen ums Überleben

Foto: dpa

Versicherungen

+ Rückenwind durch günstiges volkswirtschaftliches Umfeld
+ Steigende Preise in der Schaden- und Unfallversicherung
+ Verbessertes Risikomanagement durch schrittweise Umstellung auf neues Aufsichtsrecht nach Richtlinie Solvency II

- Niedrige Zinsen verschärfen Druck auf Lebensversicherer
- Höhere Schaden-Kosten-Quoten bei Schaden- und Unfallversicherern im abgelaufenen Jahr

Foto: dpa

Bau

+ Immobilieninvestitionen bleiben attraktiv – kaum Alternativen
+ Die Netto-Zuwanderung beflügelt den Wohnungsbau
+ Kommunen investieren verstärkt in die Infrastruktur

- Der Mangel an Fachkräften und Azubis wird zum Bremsfaktor

Foto: dpa

Automobil

+ Leichte Erholung der Pkw-Nachfrage in Europa
+ Starke Nachfrage nach deutschen Premiumautos weltweit Kraftstoffpreise bleiben stabil
+ Flut neuer Modelle mit sparsamen Antrieben

- Weiter steigende Strompreise erhöhen die Herstellungskosten
- Einführung eines flächendeckenden Mindestlohns
- Eingriffe der Politik in Leih- und Zeitarbeit sowie Werkverträge

Foto: dpa

Banken

+ Die Banken profitieren vom Wachstum der Gesamtwirtschaft

- Niedrigzinsen belasten einlagenstarke Institute, leicht verbessertes Wertpapiergeschäft kann dies kaum ausgleichen
- Regulierung zwingt dazu, das Geschäft zu verkleinern
- Der Kostendruck bleibt hoch, die Folge ist Stellenabbau

Quellen: Branchenverbände, ifo Institut, KPMG, Moody’s, ZenithOptimedia, eigene Recherchen

Foto: dpa

Längst haben solche ausländischen Produktionsstätten nicht mehr (nur) mit den niedrigeren Produktionskosten vor Ort zu tun, sondern sind die klare Strategie, möglichst nahe an den Absatzmärkten zu produzieren. Im Zweifel muss auch gar nicht die komplette Produktion verlagert werden. Oft stammen, zum Beispiel im Maschinenbau, sowieso viele Einzelteile nicht aus Deutschland und werden dann nur hier zusammengesetzt. Werden Einzelteile aus Nicht-Euro-Ländern gekauft, können die bei einem stärkeren Euro günstiger gekauft werden.

Im betriebswirtschaftlichen Jargon wird von Natural Hedging gesprochen. Dahinter verbirgt sich die Strategie, Wechselkurseffekte nicht durch komplizierte Finanzgeschäfte abzusichern, sondern durch die Aufstellung des Unternehmens: Was in Dollar verkauft wird, soll möglichst auch in Dollar produziert werden - oder andersherum. So kann nicht durch Wechselkurseffekte aus einem profitablen Geschäft plötzlich ein Verlustbringer werden.

  • Absicherung. Neben diesem Natural Hedging setzen weltweit agierende Konzerne aber natürlich auch weiter auf Finanzgeschäfte, um sich vor den Folgen von Währungskursschwankungen zu schützen. So hieß es zum Jahresende 2013 bei Daimler etwa im Geschäftsbericht: "Für das Jahr 2014 haben wir bis Mitte Februar deutlich mehr als die Hälfte der Wechselkursrisiken abgesichert." Solche Absicherungsgeschäfte geben den Konzernen Planungssicherheit. Sie sind aber kostspielig und werden bei starkem Euro tendenziell noch teurer.
  • Anpassung. Die deutsche Exportwirtschaft ist es durchaus gewohnt, dass ihre Währung sich zum Beispiel im Vergleich zu den USA verteuert. Seit 1955 war das - abgesehen von kurzen Ausnahmen wie 80 bis 85 und 95 bis 2002 - die Regel. Trotzdem ist der Export in die USA nicht eingebrochen, ganz im Gegenteil. 2013 waren die USA für Deutschland immer noch der zweitwichtigste Handelspartner (nach Frankreich) beim Export. Exportunternehmen reagieren zwar auf die Währungskursentwicklung: Sie bauen die Geschäftsbeziehungen zu anderen Ländern aus, verlagern die Produktion und sichern sich mit Finanzgeschäften ab. Vom Export abhalten lassen sie sich aber nicht. Langfristige Trends in den Wechselkursen stören sie daher auch weniger als heftige, kurz- und mittelfristige Schwankungen.

Zur Einordnung ist es auch gut zu wissen, dass der Euro derzeit noch keinesfalls auf Rekordniveau notiert. Der handelsgewichtete Euro-Kurs zu den 20 wichtigsten Handelspartnern steht derzeit knapp neun Prozent unter dem Niveau von Ende 2008. Und der Euro-Dollar-Kurs stand im Frühjahr 2008 schon mal fast 16 Prozent höher.

Fazit: Auch die deutschen Unternehmen werden in ihren Quartalsberichten von ungünstigen Wechselkurseffekten berichten. Miese Ergebnisse muss das aber noch lange nicht bedeuten.

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