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Von Sonos bis LinnWie kluge Boxen den großen Wohlklang schaffen

Mit Hilfe von Software gaukeln digitale Soundsysteme ihren Hörern perfekte Klänge vor, selbst wenn die Lautsprecher schlecht platziert sind. Die Technik funktioniert verblüffend gut – und hat doch ihre Grenzen.Thorsten Firlus, Thomas Kuhn 24.11.2015 - 17:40 Uhr

Linn in Lila. Lautsprecher als dekoratives Element.

Foto: WirtschaftsWoche

Der Autor Max Goldt schrieb in einem seiner zahlreichen klugen Texte, dass Männer sich dadurch von Frauen unterscheiden, dass sie nichts auf Lautsprechern abstellen. Boxen, zumal voluminöse Standgeräte, sind in vielen Beziehungen Gegenstand von Auseinandersetzungen. Schließlich muss, um gut zu klingen, eine Vielzahl von hochwertigen Lautsprechern ein gutes Stück von der Wand entfernt stehen, wo sie wiederum optisch sehr auffällig sind. Tun sie das nicht, ist auf dem geliebten Hörplatz kein perfekter Klang möglich.

Frieden in häuslichen Gemeinschaften verspricht einmal mehr die Digitalisierung - in diesem Falle die von Lautsprechern. Dank neuer Software nämlich simulieren immer mehr Musikgeräte sowohl eine akustische Fülle als auch perfekte Stereowiedergabe.

Digitale Musik

Die Suche nach dem Super-Sound

von Thomas Kuhn

Aktuellstes Beispiel für diesen Trend ist die kalifornische HiFi-Lautsprecher-Schmiede Sonos. Am Mittwoch beginnen die Amerikaner in Deutschland mit der Auslieferung der zweiten Generation des Play 5 an die ersten Vorbesteller. Es ist das neue Topmodell des Herstellers.

Tuning für Töne

Die Entwickler haben die Neuauflage der Netzwerk-Lausprecher, die Webradios, Streams aus dem Netz oder die digitale Plattensammlung von der Festplatte abspielen, nicht bloß komplett neu konstruiert. Unter anderem stecken in der neuen Generation der Play-5-Boxen (statt bisher fünf Lautsprechern) jetzt drei Hoch- und drei Mitteltöner. Vor allem hat Sonos seiner Spitzen-Box eine Art digitalen Nachbrenner spendiert. Der soll den Makel bekämpfen, dass selbst die besten Lautsprecher nur selten in akustisch optimal eingerichteten Räumen aufspielen.

Schlichter Klang-Körper. Sonos neue 579-Euro-Digitalbox Play 5.

Foto: WirtschaftsWoche

Sofas, Regale, Vorhänge, Stühle, Tische - irgendwas steht immer im Weg und verhindert, dass die Schallwellen aus Hoch- und Mitteltönern auf ungestörtem Weg das Trommelfell der Zuhörer erreichen. Statt den Play-5-Käufer zum Umräumen der Möbel zu nötigen, geben ihm die Sonos-Entwickler einen digitalen Assistenten namens Trueplay im wahrsten Wortsinn in die Hand.

Denn wer will, kann den Frequenzgang seiner Boxen mithilfe einer iPhone-App automatisch optimieren.

Das heißt, nicht völlig automatisch, denn der Boxen-Besitzer muss für den digitalen Feinschliff auch selbst noch tätig werden. Während die Play-5-Boxen nach dem Start des Trueplay-Tunings beginnen, ein oszilierendes Wummern und Rauschen wiederzugeben, muss der Audio-Freund - sein Smartphone auf und ab bewegend - den zu vermessenden Raum durchschreiten, als bereite er sich auf eine Prüfung zum katholisch-geprüften Weihrauchschwenker vor.

Die Play 5 von Sonos verbirgt reichlich Membranen.

Foto: WirtschaftsWoche

Genau eine Minute dauert die Prozedur, dann hat die Elektronik genug Sound-Schnipsel erfasst, um den Ist-Klang im Raum mit dem Soll-Sound abzugleichen - und da den Frequenzgang anzupassen, wo die Schwächen der Innenarchitektur allzu herb in die perfekte Schallausbreitung pfuschen.

Marktaussichten

Auch wenn das Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur (BMVI) prognostiziert, dass die Zahl der Streaming-Nutzer bis 2018 stetig steigen wird: der Markt ist stark umkämpft, sodass kleinere Anbieter sich nur schwer durchsetzen können. Das haben Dienste wie Simfy bereits leidvoll zu spüren bekommen. Und die Konkurrenz nimmt noch zu.

Apple mit iTunes ist inzwischen auch Amazon mit seinem Musikangebot Prime Music in Deutschland verfügbar. Prime Music ist Bestandteil der Liefer-Flatrate Amazon Prime. Dort erhalten Kunden für eine Einmal-Gebühr von 49 Euro im Jahr die kostenlose Lieferungen eines Großteils des Warenangebots nach Hause.

Das Beispiel belegt: Konzerne wie Amazon oder Apple nutzen die Streaming-Plattformen zur Stärkung ihres Kerngeschäfts und haben daher größere Marktmacht, um sich gegenüber aufstrebenden Unternehmen durchzusetzen.

Foto: CLARK/obs

Heute ist der neue Musik-Streaming-Dienst Apple Music in 100 Ländern an den Start gegangen. Die neue Streaming-App erlaubt den Zugriff auf den vollständigen Apple-Music-Katalog mit mehr als 30 Millionen Songs. Für Nutzer des Dienstes sind die ersten drei Monate der Mitgliedschaft kostenlos. Danach wird eine monatliche Gebühr von 9,99 Euro fällig. Für Familien gibt es ein besonders günstiges Angebot: für 14,99 Euro ist der Dienst für bis zu sechs Mitglieder verfügbar.

Gegen diese Anbieter tritt der kalifornische Konzern an:

Foto: dpa

Die seit März 2012 existierende Plattform Spotify bietet mehr als 30 Millionen Songs an. Eine Gratis-Version erlaubt das Anhören der Musik mit Werbeunterbrechungen. Zusätzliche Premiumfunktionen wie das Downloaden von Liedern sind wie bei den meisten Streaming-Angeboten kostenpflichtig. Nach eigenen Angaben hat Spotify mehr als 75 Millionen Nutzer, 20 Millionen von ihnen zahlen. Der Streaming-Dienst ist in 58 Ländern verfügbar.

Preis: kostenlos bis 9,99 Euro monatlich

Foto: WirtschaftsWoche

Die Streaming-Plattform Deezer ist vor allem in Frankreich sehr beliebt. 2007 startete sie als erster Gratis-Streamingdienst auf dem Markt. Heute kostet eine Mitgliedschaft, wie auch bei vielen anderen Diensten, Geld. Kostenlos gibt es nur ein Radio-Angebot und Lied-Ausschnitte. Die Plattform ist mittlerweile in mehr als 180 Ländern verfügbar.

Preis: kostenlos bis 9,99 Euro monatlich

Foto: Screenshot

Mit Ampya versucht die ProSiebenSat.1 Media seit 2011 auf dem boomenden Markt der Streaming-Dienste Fuß zu fassen. Beflügelt durch viel Werbung auf den TV-Kanälen des Medienunternehmens zählt Ampya zu den bekanntesten Diensten in Deutschland. 2014 wurde Ampya von Deezer mit dem Ziel übernommen, in Europa noch weiter zu wachsen.

Preis: kostenlos bis 9,99 Euro monatlich

Foto: Screenshot

Seit 2012 ist WiMP aus der Bethaphase heraus. Gegründet wurde der Musikstreamingdienst in Norwegen, wo sein Mutterkonzern "Aspiro" sitzt. WiMP gibt es bis jetzt in fünf Ländern zu hören: Deutschland, Norwegen, Dänemark, Schweden und Polen. "Aspiro" spielt schon mit dem Gedanken WiMP auch in Finnland, Portugal, Österreich und der Schweiz zu etablieren. Mit einer hohen Sound-Qualität (gegen Aufpreis) und einem eigenen Redaktionsteam, das Musik empfiehlt, will sich WiMP von der Konkurrenz abheben.

Preis: 4,99 bis 19,90 Euro monatlich

Foto: WirtschaftsWoche

Napster startete als Musiktauschbörse und wurde schnell zur Plattform für illegale Raubkopien. Auf rechtlichen Druck der Musik-Industrie wurde die Plattform 2001 geschlossen. Der legale Streaming-Dienst gleichen Namens bietet mehr als 25 Millionen Songs und ist damit einer der größten überhaupt. Nach einer kostenlosen Testphase gibt es den Dienst allerdings nur noch gegen Geld.

Preis: 7,95 bis 9,95 Euro monatlich

Foto: AP

Mit Google Play Music mischt auch der Internetgigant beim Musik-Streaming mit. In der Standard-Version können einzelne Musikstücke über Google gekauft oder eigene Mp3s in die Cloud geladen werden. Danach stehen sie zum Anhören über den Stream bereit. Die kostenpflichtige "All inclusive" Version ermöglicht den Zugriff auf Googles Musik-Bibliothek mit mehr als 30 Millionen Titeln. Eine Testversion ist 30 Tage kostenlos verfügbar.

Preis: kostenlos bis 9,99 monatlich

Foto: Screenshot

Die Dienste des aus Ingolstadt stammenden Programms Juke sind nur über iOs und Android abzurufen. Die Plattform bietet zwar ein 14-tägiges Probe-Abo, jedoch nur einen einzigen Kostentarif, in dem alle Premiumfunktionen schon enthalten sind. Durch eine zweiwöchige, kostenlose Probeanmeldung bei Juke hat der User zusätzlich Zugriff auf Mixtapes und diverse Radiosender.

Preis: 9,99 Euro monatlich

Foto: Screenshot

Die nach einem haitischen Tanzstil benannte Musik-Plattform rara bietet, ähnlich wie Rdio, Spotify und co., eine Musikauswahl von rund 22 Millionen Titeln. Auf Wunsch kann der User über rara Songs nach Stimmungslage sortieren und eine Multifunktionsplattform benutzen.

Preis: 4,99 bis 9,99 Euro monatlich

Foto: Screenshot

Die von Skype-Mitgründer Janus Friis ins Leben gerufene Plattform Rdio startete erst 2012 in Deutschland. Mit etwa 32 Millionen Titeln in der Bibliothek und der Verfügbarkeit in 85 Ländern ist sie beim Angebot aber auf Augenhöhe mit der Konkurrenz.

Preis: 4,99 bis 9,99 Euro monatlich

Foto: Screenshot

Simfy zählte einst zu den Marktführern in Deutschland. Doch das Unternehmen bekam Probleme, die Berliner Betreiberfirma wurde im Frühjahr 2015 aufgelöst. Große Plattenfirmen hatten dem Dienst die Lizenz entzogen. Simfy-Kunden werden an den Konkurrenten Deezer weitergeleitet.

Foto: Screenshot

Das gelingt umso besser, je ungünstiger die Boxen platziert sind. Im ersten Test nämlich, bei dem zwei Lautsprecher weit gehend frei stehend aus den Raumecken das Arbeitszimmer des Redakteurs beschallten, verlief der Vorher-Nachher-Vergleich unspektakulär: Der ohnehin opulente Klang der Boxen klang nach dem digitalen Tuning keinen Deut besser als vorher schon. Und auch die Sonos-App kommentierte emotionslos, am Klang sei wenig zu verbessern gewesen.

Was die Deutschen für Smart Entertainment Systeme ausgeben
Im Jahr 2014 wurden deutschlandweit 58,7 Millionen Euro mit Produkten für die vernetzte, intelligente Heimunterhaltung wie etwa Mehr-Raum-Soundsysteme umgesetzt. Quelle: Digital Market Outlook/Statista
242016 sollen in Deutschlan124,7 Millionen Euro mit Produkten für die vernetzte, intelligente Heimunterhaltung umgesetzt werden. Ein Zuwachs von 112 Prozent gegenüber 2014.
Laut Hochrechnung sollen 2018 rund 288,72 Millionen Euro mit Produkten für die vernetzte, intelligente Heimunterhaltung umgesetzt werden, gut 130 Prozent mehr als 2016.
Die Prognose für 2020 sagt einen Umsatz von gut 442 Millionen Euro für Produkte zur vernetzten, intelligenten Heimunterhaltung in Deutschland voraus. Ein Zuwachs um 53 Prozent verglichen mit 2018.

Ganz anders das Ergebnis nach der Umplatzierung an bewusst ungünstige Standorte: Die eine Box mit den Treibern zur stoffbespannten Rückseite des Sofas gedreht, die andere zwischen zwei Regalen Richtung Wand positioniert, blieb von den zuvor noch gestochen klaren Höhen nichts mehr übrig, und auch die Mitten versickerten konturlos im Raum. Bis zum erneuten Ministranten-tauglichen Sound-Check. Denn danach klang das Boxenpaar - bei unverändert schlechterer Platzierung - plötzlich wieder annähernd so ausgewogen und akzentuiert, als stünde es an bester Stelle.

Update auch für alte Technik

579 Euro berechnet Sonos für eine der neuen Boxen. Das ist alles andere als ein Sonderangebot - und 120 Euro mehr als für die erste Generation der Play-5-Serie. Andererseits sind auch andere, volldigitale Lautsprecher häufig nicht viel günstiger. Zudem beschallt schon eine einzelne Box einen Wohnraum sehr ausgewogen - auch wenn echter Stereosound natürlich erst beim Einsatz von zwei der digital koppelbaren Soundsysteme erklingt.

Immerhin, es müssen nicht unbedingt zwei der neuen Play-5-Boxen sein. Der digitale Tuner Trueplay soll künftig auch die Klänge der ersten Play-5-Generation und auch die kleineren Sonos-Boxen Play 3 und Play 1 schärfen. Das erforderliche Update können die Besitzer älterer Sound-Systeme kostenlos installieren.

Kef X300A Wireless

Kompakte Box vom britischen Lautsprecherspezialisten Kef. Die X300A Wireless akzeptiert Audiosignale über Apples Airplay und DLNA. Der Zweiweg-Lautsprecher mit Bassreflex-Technik ist die drahtlose Variante eines hochwertigen PC-Lautsprechers. Das Verstärkerteil leistet jeweils 20 Watt Sinus, genug für kleinere Wohnräume. USB-Anschluss und 3,5-mm-Klinke sind ebenfalls vorhanden.

Preis: 999 Euro

X300A Wireless

Foto: Presse

Audio Pro LV3

Interessante Standbox des schwedischen Unternehmens Audio Pro, die Musik teilweise indirekt, nämlich nach oben abstrahlt und nach unten abstrahlt, so wird der Hörer unabhängiger von einem festen Hörplatz. Der 3-Wege-Lautsprecher wird von einem 35-Watt-Verstärker angetrieben.

Das System arbeitet mit einem eigenen Übertragungsprotokoll im 2,4-GHz-Band. Audiosignale können so unkomprimiert und verlustfrei übertragen werden. Um die Übertragung der Signale zu schützen, sucht das System selbstständig nach störanfälligen Kanälen und schaltet dann auf eine andere Frequenz um.

Über Apples Airplay gibt das System Musik aus der iTunes-Bibliothek wieder. Außerdem kann man Geräte über USB oder 3,5 Millimeter Klinke an das Sendemodul anschließen.

Preis: 1.600 Euro (Paarpreis)

Audio Pro LV3

Foto: WirtschaftsWoche

Dynaudio Xeo 5

Der dänische Lautsprecherspezialist genießt bei Liebhabern klassischer Hi-Fi-Anlagen einen erstklassigen Ruf. Umso mehr lässt die Nachricht aufhorchen, dass Dynaudio nun auch einen drahtlosen Lautsprecher vorstellt. Es gibt ihn als Kompaktbox Xeo 3 und als Standbox Xeo 5.

Seine Musiksignale empfängt der Lautsprecher über einen Funk-Transmitter, laut Dynaudio ist die Signalübertragung zu 100 Prozent verlustfrei und damit "besser als jedes Lautsprecherkabel".

Die Signalquellen selbst werden hingegen über Kabel an der Rückseite des Xeo-Transmitters angeschlossen. Zur Verfügung stehen USB, TOS-Link (optisch digital), Cinch und 3,5-mm-Miniklinke. PCs oder Notebooks werden über USB angeschlossen, der Xeo-Transmitter erscheint dann als externe Soundkarte. Smartphones liefern die Musik beispielsweise über den Kopfhörerausgang an die 3,5-Millimeter-Klinkenbuchse.

Xeo ist multiroomfähig, der Transmitter kann also gleichzeitig mehrere Lautsprecherpaare in verschiedenen Räumen mit einem Musiksignal bespielen, jeder Raum bekommt dabei sein eigenes Musikprogramm.

Preis: 2.900 Euro (Paarpreis)

Xeo 5

Foto: Presse

Pioneer XW-SMA4-K

Ein universell einsetzbarer Streaming-Lautsprecher, der alle gängigen Standards im Wireless-Bereich unterstützt, darunter Apples Airplay, Streaming per DLNA, WLAN und Wireless Direct. Letzteres ermöglicht, dass der Pioneer auch ohne Router direkt Kontakt zu WLAN-fähigen Playern aufnimmt.

Der integrierte vTuner Internetradio gibt schnellen Zugang auf Radiostationen im Web.

Der 3-Wege-Lautsprecher wird von einem 40-Watt-Verstärker angetrieben. Auf der Rückseite des 40-Watt-Lautsprechers gibt es Anschlüsse für USB, Aux und Ethernet.

Preis: 279 Euro

Pioneer XW-SMA4-K

Foto: Presse

Teufel Raumfeld Speaker L

Einer der wenigen Hi-Fi-Standlautsprecher fürs kabellose Musikhören. Anschluss an Audioquellen findet der 110 Zentimeter hohe Speaker L zumeist über WLAN, beziehungsweise die ins WLAN eingebundenen Musikquellen wie Netzwerk-Player, NAS-Festplatten mit Media-Server oder Internet-Radiostationen. Netzwerk-Player und andere Geräte sind auch über Ethernet-Buchse anschließbar.

An die Line-In-Buchsen auf der Rückseite könnte man auch einen herkömmlichen CD-Player anschließen und die Musiksignale an andere Raumfeld-Komponenten in einen Nebenraum senden (streamen).

Zur Steuerung gibt es entweder eine kostenlose App für iOS oder Android-Handys. Gegen Aufpreis gibt es auch einen hochwertigen Controller (400 Euro).

Der in den Boxen integrierte Stereoverstärker leistet jeweils 85 Watt Sinus, zwei Tieftöner mit je 170 mm Durchmesser dürften für ein voluminöses Klangbild sorgen.

Preis: 1.299,99 Euro (Paarpreis)

Raumfeld Speaker L

Foto: Presse

Teufel iTeufel Air

Der HiFi-Stereo-Lautsprecher ist speziell auf Apples Airplay abgestimmt. Er gibt Musik von iPhone, iPod Touch oder iPad wieder. Auch die Steuerung der Musikwiedergabe erfolgt über diese Mobilgeräte. PCs und iMacs mit installiertem iTunes lassen sich auch mit dem iTeufel verbinden.

Der Stereo-Lautsprecher ist mit zwei Hoch-, zwei Mitteltönern und einem Tieftöner bestückt. Die maximale Ausgangsleistung liegt bei 100 Watt. Der Lautsprecher dürfte für alle Nutzer geeignet sein, die den Teufel-typischen kräftigen Klang schätzen.

Preis: 499 Euro

iTeufel Air

Foto: Presse

Bowers & Wilkins A7

Ein reines Lautsprechersystem, das Apples Airplay unterstützt und so drahtlos übertragene Musik von iPhone und Co wiedergibt. Dank Ethernet- und USB-Anschluss kann der A7 auch die iTunes-Sammlung vom PC wiedergeben oder über den Internet-Router Webradiostationen ansteuern. Das System ist laut Hersteller durch hochwertige D/A-Wandler (96 kHz/24 Bit) und audiophile Lautsprecher auf guten Klang optimiert, daher wohl auch der gesalzene Preis.

Preis: 799,99 Euro

Bowers & Wilkins A7

Foto: Presse

Cabasse Stream 3

Stream 3 besteht aus zwei kleinen Satelliten-Lautsprechern und einem Subwoofer. Der Subwoofer enthält auch die ganze Steuerelektronik. Die Musik kommt drahtlos übers Netzwerk.

Auch der Home-Entertainment-Standard DLNA (DLNA, Digital Living Network Alliance) wird unterstützt. Damit kann beispielsweise ein DLNA-tauglicher Netzwerk-Player oder Media-Server oder sogar Smartphone seine Musik an das Cabasse-System übergeben. Auch Bluetooth wird unterstützt. Das System wird wahlweise auch über eine App (iOS oder Android) gesteuert, die auf dem Smartphone oder Tablet installiert ist. Darüber hinaus steht eine Fernbedienung zur Verfügung.

Cabasse ist ein französischer Hersteller der vor allem durch eigenwillig gestaltete und sehr hochwertige Lautsprecher bekannt geworden ist.

Preis: 999,00 Euro

Cabasse Stream 3

Foto: Presse

Denon Cocoon Stream

Der Denon-Konzern gehört ebenso wie Marantz zur D+M Group. Das kabellose Aktiv-Lautsprechersystem holt sich die Musik von beliebigen anderen Streaming-fähigen Geräten, beispielsweise PCs, Tablets oder sogar Handys.

Die 2-Wege-Lautsprecher sollen guten Klang gewährleisten, dürften aber für große Wohnräume etwas unterdimensioniert sein.

Wer iTunes nutzt, kann seine Musik auch via Apples Airplay auf mehrere Cocoons im Haus verteilen, und dort gleichzeitig abspielen. Vorausgesetzt, er ist bereit, mehrere Anlagen zu kaufen. Bedient wird das System über Sensortasten. Durch den WLAN-Anschluss ist Cocoon auch für den Emfang von Webradio-Stationen bereit.

Steuern lassen sich die Lautsprecher auch über Apps, die es für Android und iOS gibt.

Der Anschluss von Abspielgeräten über Kabel ist ebenso möglich. Dazu muss man allerdings die 3,5-Millimeter-Klinkenbuchse oder den Ethernet-Netzwerkanschluss nutzen. An den Ethernet-Anschluss könnte man beispielsweise eine NAS-Festplatte mit Media-Server anschließen.

Der bei Hi-Fi-Verstärkern übliche Cinch-Anschluss ist nicht vorhanden, man kann also nicht einfach den alten CD-Player anstöpseln. iPhone oder iPad lassen sich über USB anschließen.

Die Wandhalterung und der schicke Standfuß sind allerdings nur als kostenpflichtiges Zubehör erhältlich. Der Standfuß kostet 149 Euro, die Wandhalterung 49 Euro.

Preis: 349 Euro

Denon Cocoon Stream

Foto: Presse

Die digitale Bearbeitung der Signale beschränkt sich nicht auf die Boxen aus der kalifornischen Klang-Schmiede. Sie umfasst inzwischen die ganze Bandbreite an Lautsprechern. Das am weitesten verbreitete Segment sind dabei Kleinst-Boxen wie die Pill von Beats oder Boses Sound-Link. Mit Gehäusen, die kaum größer als eine Salatgurke oder ein Schuhkarton sind, produzieren sie einen Klang, der in den Ohren das nahezu gesamte Frequenzspektrum abzubilden scheint.

Kein Druck im Raum

Dabei ist Schall bewegte Luft, und tiefe Töne sind große Mengen bewegte Luft. In klassischen Lautsprechern wird tiefer Bass deshalb durch große Membranen oder sogenannte Transmissionslinien, erreicht, die den Bass durch eine Art Irrgarten im Gehäuse leiten, damit der an Volumen zunimmt. Und schon die Membranen sind oft größer als die ganzen Mini-Boxen. Wo doch ein Blick in ein Streichorchester genügt, um zu wissen: Je tiefer die Töne, desto größer der Resonanzkörper.

So wirkt es wie ein Wunder, dass es den Ingenieuren gelungen ist, den Nutzern ein Hörerlebnis zu suggerieren, das eigentlich nicht existiert. Spätestens bei lauter Rockmusik allerdings fällt jedem auf: Der typische Druck von Bassdrum, der körperlich spürbar ist, der Bass, der in den Magen fährt, der fehlt dann doch.

Klang-Möbel: Die Series 5 Systeme von Linn lassen sich in ganz unterschiedliche Stoffe hüllen.

Foto: WirtschaftsWoche

An einer anderen Stelle, läuft die Täuschung so perfekt, dass sie nicht aufzuspüren ist. Die Musikwiedergabe in Autos der neuesten Generation ist unter anderem deswegen der in vielen Wohnungen überlegen, weil die Ingenieure genau wissen, wie der Hörraum beschaffen ist. Konventionelle Lautsprecher hingegen müssen in unterschiedlichsten Umgebungen ihre Arbeit leisten.

Von der Größe des Raumes, über die Anzahl von Gardinen und Teppichen, Höhe der Decke, Beschaffenheit des Bodenbelags bis zur Zahl der Gardinen und Möbel - alles beeinflusst den Klang. Und für die richtige Positionierung vor dem Hörplatz, gibt es nur wenig Alternativen. Frühe Programme für die Verbesserung der Raumakustik arbeiteten damit, nach der Möblierung im Raum mit sogenannten Absorbern den Schall physisch zu beeinflussen.

Die digitale Bearbeitung ist jedoch keine vermeintlich preiswerte Softwarelösung, um einfache Lautsprecher aufzumotzen. Der schottische High-End-Hersteller Linn geht einen ähnlichen Weg wie Sonos. Seit einigen Wochen ist die Series 5 genannte Serie erhältlich - ab 12.200 Euro für das digitale Abspielgerät Akurate Exakt und die Aktiv-Lautsprecher 520, die gemeinsam musizieren und keine weiteren Verstärker erfordern.

Sie arbeitet mit der hauseigenen Software "Space Optimisation", die in allen Streamern des Herstellers serienmäßig enthalten ist und auch mit Lautsprechern anderer Hersteller funktionieren soll. Entweder der Händler oder der geduldige Kunde selbst orten dabei zunächst selber den akustisch perfekten Ort für die Lautsprecher. Danach werden in das Programm die Daten von Raumhöhe bis Parkett oder Auslegeware eingegeben.

Eine Messung per App, wie bei Sonos, ist nicht vorgesehen. Laut Linn würde der Einsatz eines Mikrofons wiederum eigene Probleme mit sich bringen. Auf Basis der eingegebenen Daten korrigiert das System das Signal so, dass der Lautsprecher in diesem Raum optimal klingt.

Fast noch wichtiger für den häuslichen Frieden könnte sein, dass es damit möglich ist, die Lautsprecher dort zu platzieren, wo es für das Wohngefühl am besten ist und nicht mehr der Stereoeffekt erforderlich macht.

Kleider machen Lautsprecher

Die Software ermöglicht es auch, kaschierende Gewebe vor die Membranen zu spannen, die normalerweise den Klang beeinflussen würden. Von neutralen einfarbigen Hüllen über dicken Harris-Tweed bis zu festen Stoffen mit quirligen Mustern, reicht derzeit die Auswahl, in Zukunft sind auch persönlich gestaltete Hüllen geplant. Die Lautsprecher werden über den dazugehörigen Streamer entsprechend umprogrammiert und der Besitzer kann die waschbaren Bezüge tauschen.

Neben der Optik soll die Software in der Produktreihe mit dem Zusatz "Exakt" aber auch handfeste akustische Vorteile bieten. Da die Verstärker unmittelbar im Lautsprecher verbaut sind, kommt der Nutzer mit einem digitalen Wandler als Abspielgerät aus.

Die Musikdaten ruhen auf einem Server, der irgendwo in der Wohnung versteckt sein darf. Wird die Musiksammlung größer, reicht es, lediglich das Speichermedium auszutauschen, statt sich gleich einen neuen Musik-Server zulegen zu müssen.

Mit diesem Konzept verbindet sich auch echte Zukunftsmusik. Wenn die Bandbreite des Internets es eines Tages erlauben sollte, könnte das Signal theoretisch direkt vom Tonstudio ohne jeglichen Datenverlust an die Lautsprecher gesendet werden. Die Steuerung würde, wie jetzt schon, per Smartphone oder Tablet erfolgen.

Und das würde bedeuten: Eine Kiste weniger im Wohnzimmer, auf die nichts abgestellt werden darf - und mehr Platz für Blumen.

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