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Was kommt nach Delta? Von Eta bis Kappa – fünf noch unbekannte Virusvarianten

Beim Coronavirus reden alle von der Delta-Variante. Aber es gibt noch weitere bekannte Mutationen mit griechischen Buchstaben in der Bezeichnung. Quelle: Getty Images

Das Coronavirus mutiert weiter. Immer neue Varianten bilden sich heraus. Wie gefährlich sind sie? Was wir über Eta, Lambda, Epsilon und weitere Varianten wissen, welche schon in Deutschland nachgewiesen wurden.

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Alpha, Beta, Gamma, Delta – die ersten Namen für Virusvarianten sind vergeben. Doch das griechische Alphabet bietet noch ein paar Möglichkeiten. Einige neue Virusvarianten haben Deutschland und Europa  erreicht – und bereits griechische Namen erhalten:

Eta (B.1.525)

Die neue Variante wurde Ende 2020 zuerst in Angola und Nigeria entdeckt. Seit März beobachtet die Weltgesundheitsorganisation WHO die Variante. Wissenschaftler vermuten, dass Eta ansteckender als vergleichbare Varianten ist – ein endgültiger Beleg fehlt allerdings noch. Laut Robert-Koch-Institut traten in Deutschland bereits 700 Eta-Fälle auf, zuletzt im Kreis Paderborn. Durchsetzen konnte sich die Eta-Mutation bislang nicht. Derzeit beherrscht die Delta-Variante das Infektionsgeschehen.

Lambda (C.37)

Bei seinen Impfstoff-Studien in Peru stieß das Tübinger Biotechunternehmen Curevac häufig auf Patienten, die sich mit der Lambda-Variante des Coronavirus infiziert hatten. Auch in Argentinien und Chile trat Lambda bereits häufiger auf. Mittlerweile könnte die Variante auch Europa erreicht haben. Laut Berichten spanischer Medien könnte Lambda für einen Corona-Ausbruch mit 80 Infektionen an der Nordküste des Landes verantwortlich sein.

Vor wenigen Tagen erschien eine wissenschaftlich noch nicht begutachtete Studie der NYU Grossman School of Medicine in New York. Danach ist Lambda eher unspektakulär. Zwar liegt die Ansteckungsrate etwas über dem Ursprungsvirus, aber die Wirkung der Impfstoffe wird durch die Lambda-Variante nicht nennenswert beeinträchtigt.

Epsilon (B.1.427 / B.1.429)

Bei der Variante, die im März 2021 in Kalifornien entdeckt wurde, vermuten Wissenschaftler eine 20 Prozent höhere Übertragbarkeit. Bei Geimpften und Genesenen verringere sich die Zahl der Antikörper. Noch ist unklar, ob Epsilon schwerere Krankheitsverläufe verursacht. In Deutschland spielt Epsilon bislang keine Rolle.

Theta (P.3)

Die Variante fiel Anfang 2021 zuerst auf den Philippinen auf, später auch in Japan, den USA und Deutschland. Einige ihrer Mutationen könnten einen verringerten Immunschutz auslösen, auch eine erhöhte Übertragbarkeit ist möglich. 

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Kappa (B.1.617.1)

Kommt aus Indien. Wurde auch schon in Großbritannien und den USA nachgewiesen, in Einzelfällen auch in Deutschland. Die Weltgesundheitsorganisation WHO hat die Variante noch nicht als besorgniserregend klassifiziert. Eine verringerte Immunität und höhere Übertragbarkeit ist denkbar.

Mehr zum Thema: Die Impfrate steigt, aber es ergeben sich neue Fragen: Wie gefährlich ist die Delta-Variante? Brauchen wir neue Impfstoffe? Und warum wurden die Virusvarianten umbenannt? Die Antworten auf die wichtigsten Fragen.

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