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Zombies mit Zukunft?Diese 5 alten Automarken sollen wiederbelebt werden

Wenn eine Automarke tot ist, ist sie eigentlich tot. Dennoch gibt es immer wieder Versuche, sie wiederauferstehen zu lassen. Hier fünf zum Teil kuriose Beispiele. 20.04.2023 - 11:57 Uhr

DeLorean bekommt eine zweite Chance. Hier der Entwurf Model-JZD, den die frisch gegründete Firma DNG Motors im September offiziell vorstellen will.

Foto: DNG Motors

Die Traditionsmarke Ssangyong soll schon bald in KG Mobility umbenannt werden. Grund sind ein neuer Eigner und eine von Insolvenzen und Besitzerwechseln geprägte Vergangenheit. Um Kunden zu locken, brauchen Automarken eigentlich Strahlkraft, die von Misserfolgen eher geschwächt wird. Insofern scheint es fast abwegig, dass einige kläglich gescheiterte Automarken wiederbelebt werden. Doch das Auferstehen einst untergegangener Hersteller mit mehr oder weniger großer Historie hat seit einiger Zeit Konjunktur.

MG

Ein typisches Beispiel für eine alte ehrwürdige Marke mit mittlerweile 100-jähriger Geschichte ist MG. Das ursprünglich britische Unternehmen, 1923 als Morris Garage in Oxford gegründet, startete zunächst als Umbauspezialist. Heute wäre das wohl einen Tuner nennen. Ende der 1920er-Jahre folgten erste eigene Roadster. Nach dem Zweiten Weltkrieg folgten die „Goldenen Jahre“ mit günstigen, sportlichen Autos. Zu den Ikonen dieser Zeit zählt der von 1962 bis 1980 gebaute MGB. Die 1980er-Jahre läuteten auch den Niedergang ein.

MG verkam zur gehobenen Ausstattungsvariante, wurde dann zum Anhängsel in einem von wenigen Höhen und vielen Tiefen begleitetem Wirtschaftsdrama mit immer wieder wechselnden Konzernnamen und Eignern wie British Leyland Motor Corporation, Rover Group, BMW oder Phoenix-Venture Group. Seit 2007 hat die Shanghai Automotive Industry Corporation (SAIC) das Sagen und ein bislang erstaunlich glückliches Händchen bewiesen, MG schrittweise auch in Europa als Automarke zu etablieren. Alte MG findet man auf unseren Straßen eigentlich keine mehr. Dafür die neuen aus China. Mittlerweile bietet MG Motor in Deutschland fünf Baureihen. Der Fokus liegt dabei auf elektrisch angetriebenen Modellen. Fast 16.000 Autos waren es hierzulande vergangenes Jahr, was einem Plus von fast 500 Prozent entspricht. Im ersten Quartal 2023 beträgt das Plus immerhin noch fast 180 Prozent. SAIC hat mit MG noch einiges vor. 2024 kommt etwa der Elektro-Roadster Cyberster, der an die Ur-Tradition der Marke anknüpft.

Automobilmarkt

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Lancia

Wiederbelebt? Im Fall von Lancia ist das wohl nicht ganz richtig, denn vollständig tot war das 1906 in Italien gegründete Unternehmen eigentlich nie. Anders als MG kann Lancia auf eine sehr lange und facettenreiche Ahnengalerie auch luxuriöser und vornehmer Modelle zurückblicken. Das blieb auch seit der Übernahme durch Fiat im Jahr 1969 so. In den 1970er- und 80er-Jahren wurden viele weitere Lancia-Ikonen erschaffen. Seit der Zusammenführung mit Alfa Romeo wurde Lancia zum Vollsortimenter mit Modellreihen von der Oberklasse bis runter zum Kleinwagen Ypsilon.

Der Ypsilon war auch die einzige Baureihe, die Fiats Zusammengang mit Chrysler überlebte. Erst wurden alle anderen Baureihen eingestellt und 2017 auch der Export. Einziger Markt für Lancia war seither Italien. Einziges Auto der Ypsilon, der sich auch heute in seiner Heimat gut verkauft. Der Name Lancia hat einen guten Ruf. Wohl deshalb will der Stellantis-Konzern Lancia zurück auf das internationale Autoparkett hieven. Geschichte wiederholt sich, heißt es oft. Lancia ist wieder mit Alfa Romeo sowie mit DS Automobiles zusammengegangen.

Die drei Marken sollen in einem Cluster den Premiummarkt aufmischen: 2024 wird Lancia das erste neue Fahrzeug, den Ypsilon, elektrifiziert einführen, ab 2026 folgen dann nur noch vollelektrische Neuheiten. Mit der Design-Studie P+Ra HPE zeigen die Italiener nun zunächst, wohin die Reise optisch gehen soll. Das Elektro-Coupé wird in dieser Form zwar nie gebaut werden, gibt aber schon erste Hinweise auf die Gestaltung kommender Modelle.

Lancia bereitet sich mit der Design-Studie P+Ra HPE für 2024 auf einen Neustart des Modells Ypsilon vor.

Foto: WirtschaftsWoche

Der Ypsilon soll maskuliner werden, wegkommen vom Image des Frauenautos. Zum Start wird er von einem milden Hybriden mit 48-Volt-Technik angetrieben, ein Jahr später folgen das E-Modell und eine etwas stämmigere, 240 PS starke Variante des weiterhin nur vier Meter langen Kleinwagens.

Wiesmann

Apropos elektrisch: Nächstes Jahr soll die Marke Wiesmann zehn Jahre nach ihrer Auflösung zurückkehren. Wiesmann hatte sich Anfang der 1990er-Jahre einen Namen als Hersteller von hochpreisigen Sportwagen im Retro-Design gemacht. Die Acht- und Sechszylindermotoren der Coupés und Roadster bezog das Unternehmen von BMW. Nach der Insolvenz 2013 übernahm drei Jahre später ein britisches Investoren-Konsortium Firmensitz, Produktionsmittel und Markenrechte mit der Absicht, wieder sportliche Roadster zu bauen. Projekt Gecko wurde das zunächst für 2020 anvisierte Comeback-Auto genannt: wie bisher ein klassischer Front-Mittelmotor-Roadster mit BMW-V8. Mittlerweile hat auch Wiesmann auf den Elektro-Trend reagiert. Der V8-Roadster wurde verworfen und stattdessen der Elektro-Roadster Thunderball entwickelt. Der bietet markentypisches Retro-Design, zwei E-Motoren mit 500 kW/680 PS und 500 Kilometer Reichweite. Preislich dürfte der aus Aluminium und Kohlefaser gefertigte Elektro-Sportler bei rund 300.000 Euro liegen.

Platz 5: Opel Corsa
Für eine echte Überraschung sorgte die Nr. 5 der meistgekauften Neuwagen in Deutschland, denn Kleinwagen sind kaum noch gefragt. Zudem war der Corsa in seinem Segment eigentlich stets die ewige Nr. 2 hinter dem VW Polo. Doch der kleine Wolfsburger hat es 2022 mit 26.402 Neuzulassungen nicht einmal mehr in die Top Ten geschafft, während sich der 2019 eingeführte Corsa F ganz ohne Facelift-Maßnahmen stolze 50.191mal verkaufen konnte. Hat der Corsa diesen Erfolg dem E-Auto-Boom zu verdanken? Zum Teil. In den Elektro-Charts belegt der Corsa-e mit rund 15.000 Neuzulassungen lediglich Rang 7. Immerhin noch über 35.000 Corsa wurden somit also vergangenes Jahr mit klassischem Verbrenner unters Volk gebracht.

Foto: Opel

Platz 4: Fiat 500
Noch weniger als Kleinwagen sind eigentlich Kleinstwagen gefragt. Und doch hat mit dem Fiat 500 ein Vertreter dieser vom Aussterben bedrohten Fahrzeugklasse den Sprung auf Platz 4 der meistverkauften Pkw geschafft. Anders als beim Opel Corsa lässt sich dieser Coup der Italiener klar auf die große Nachfrage nach E-Fahrzeugen zurückführen. 29.635 der insgesamt 52.337 neu in Deutschland zugelassenen Cinquecento gehen nämlich auf das Konto der jungen Elektro-Version. Damit ist der kleine Turiner sogar die Nr. 3 unter den E-Autos und bietet also kess den Tesla-Modellen 3 und Y die Stirn. Das Rennen um den Elektroauto-Thron dürfte 2023 jedenfalls spannend werden.

Foto: Fiat

Platz 3: VW T-Roc
Neben einem Elektro- gab es 2022 außerdem wieder einen SUV-Boom. Vor allem im C-Segment sind die Pseudo-Offroader als Alternative zum klassischen Kompaktmodell weiter gefragt. Im Fall des T-Roc handelt es sich letztlich um einen hochgebockten Golf. Mit der Karosserieform erkauft man sich eigentlich mehr Nach- als Vorteile, doch die Kunden stehen auf Trutzburg-Charme und den bequemeren Einstieg. Im Fall des T-Roc kam außerdem noch im Frühjahr ein Facelift als verkaufsfördernde Maßnahme hinzu. 58.942 Kunden konnte er damit ganz ohne Elektroantriebstechnik an die Kassen locken.

Foto: VW

Platz 2: VW Tiguan
Mit 59.136 Neuzulassungen lediglich 194 Exemplare mehr verkaufte VW vom SUV-Modell Tiguan, der damit in der Gunst der Deutschen auf Platz 2 gefahren ist. Dabei steht der technisch ebenfalls eng mit dem Golf verwandte Wolfsburger in seiner jetzigen Form seit bereits 7 Jahren im VW-Programm und damit kurz vor der Ablöse. Anders als den T-Roc gibt es den Tiguan allerdings auch als Plug-in-Hybrid. Eine Gattung, die dank der großzügigen finanziellen Förderung durch den Staat vergangenes Jahr gefragt war. Mit dem Wegfall der Umweltprämie für PHEVs dürfte die Nachfrage nach Plug-ins 2023 deutlich zurückgehen. Darüber hinaus kündigt sich 2023 eine neue Tiguan-Generation an. Es dürfte also spannend werden, wie sich das SUV-Modell in nächster Zeit bei den Zulassungszahlen schlagen wird.

Foto: VW

Platz 1: VW Golf
Das trifft auch auf die ewige Nr. 1 zu, dem VW Golf, der sich 2023 mit 84.282 Neuzulassungen wieder einmal mit deutlichem Abstand als „Liebling der Deutschen“ behaupten konnte. Es ist allerdings noch nicht lange her, da setze VW mehr als 200.000 Exemplare des Kompakt-Klassikers pro Jahr ab. Von diesen Höhenflügen ist der Golf 8 mittlerweile weit entfernt, was sich zumindest zum Teil mit dem Erfolg von T-Roc und Tiguan erklären lässt. Statt sich wieder einen Golf zuzulegen, steigen nicht wenige treue Kunden des Kompaktklasse-Königs ins SUV-Schwestermodell um. Die Nachfrage nach SUV und E-Autos wird 2023 vermutlich weiter steigen. Diesen Trends wird sich der VW Golf beugen und vielleicht ja dieses Jahr endgültig vom Thron verabschieden müssen.

Foto: VW

DeLorean

Hinter der Marke DeLorean steckt eine eigentlich kurze und außerdem wenig ruhmreiche Vergangenheit. Die vom ehemaligen GM-Manager John DeLorean 1975 gegründete Marke musste lange kämpfen, um 1981 den Flügeltürer DMC-12 in Serie zu bauen. Allein bis dahin durchlebte die Firma zahlreiche Krisen, die mit dem Marktstart nicht endeten und nach 21 Monaten und 9000 gebauten Auto endgültig und kläglich in die Insolvenz führten. Flügeltüren, eine Blechhaut aus gebürstetem und unlackiertem Edelstahl und die Handschrift von Giorgio Giugiaro übten allerdings einen Reiz aus, der den DMC-12 zur Zeitreisemaschine im Hollywoodstreifen „Zurück in die Zukunft“ aufsteigen ließ. Die Ikone war geboren.

Die wiederbelebte Automarke DeLorean hat mit dem Alpha5 ihr erstes neues Modell enthüllt. Mit dem DMC-12 aus den Achtzigerjahren, der dank des Hollywood-Streifens „Zurück in die Zukunft“ Kultstatus erlangte, hat das Comeback-Fahrzeug nur wenige Gemeinsamkeiten. Der für 2024 angekündigte und auf 88 Exemplare limitierte Alpha5 soll Auftakt einer ganze Modellfamilie von DeLorean sein.

Foto: WirtschaftsWoche

Wie einst der DMC-12 stammt auch das Design des Alpha5 aus der Feder von Italdesign. Als Referenz an den Ur-DeLorean haben die Italiener sich für Flügeltüren sowie für ein Schrägheck mit Lamellenabdeckung der Heckscheibe entschieden.

Foto: WirtschaftsWoche

Doch ansonsten macht der fünf Meter lange Viersitzer einen großen Bogen um Retro-Elemente. Vielmehr zeichnet sich das Modell durch ein elegant wirkendes Gran-Turismo-Kleidchen aus, das dank aufwendig inszenierter LED-Leuchten einen futuristischen Eindruck vermittelt.

Foto: WirtschaftsWoche

Der Alpha5 fährt rein elektrisch. Genaue Angaben zum Antrieb macht DeLorean noch keine. Doch soll der windschlüpfige Stromer rund drei Sekunden für den Sprint auf 100 km/h benötigen sowie maximal 250 km/h schnell fahren. Dank einer über 100 kWh großen Batterie soll nach praxisnaher EPA-Messung eine Reichweite von über 480 Kilometer drin sein.

Foto: WirtschaftsWoche

Mit dem Verzicht auf B-Säulen erlaubt der Alpha5 einen großzügigen Einstieg zu den vier Einzelsitzen. Der Stromer bietet ein nahezu knopf- und schalterloses Cockpit. Hinterm Lenkrad gibt es ein großes Display für fahrrelevante Informationen, in der Mittelkonsole befindet sich ein großformatiger Touchscreen als Schnittstelle für das Infotainmentsystem und viele Fahrzeugfunktionen.

Foto: WirtschaftsWoche

Preise zum Alpha5 werden noch keine genannt. Vermutlich werden sich diese jenseits von 150.000 Euro bewegen. Es handelt sich um ein Flaggschiffmodell, dass der Automarke Prestige verleihen soll. Dem Alpha5 sollen unter anderem ein Sportcoupé mit V8-Motor, eine batterieelektrische Limousine sowie ein SUV mit Brennstoffzellenantrieb folgen.

Foto: WirtschaftsWoche

Das Auto sieht auch heute noch modern aus, vor allem aber der Name ist klangvoll. Eben deshalb darf er gleich zweifach ein Comeback erleben. Beides mal elektrisch. Im Frühjahr 2022 hat die in Houston/Texas ansässige DeLorean Motor Company den Flügeltürer Alpha 5 vorgestellt, von dem ab 2024 lediglich 88 Exemplare bei Italdesign entstehen sollen. Italdesign? Die Audi-Tochter will E-Autos in kleinen Serien bauen. Die vor allem für Ersatzteilversorgung verantwortliche DeLorean Motor Company hat lediglich ihren Namen gegeben.

Einen zweiten DeLorean, der dem DMC-12 deutlich ähnlicher als der Alpha 5 ist, hat Ende 2022 die Firma DNG Motors mit dem Model-JZD angekündigt. Gegründet wurde DNG – die Buchstaben stehen für DeLorean Next Generation – von Kat DeLorean, der Tochter des einstigen Markengründers John DeLorean, der 2005 verstarb. Zur Technik des Model-JZD gibt es bis auf die Ankündigung eines Elektroantriebs noch keine Informationen. Ein Post auf der Instagram-Seite von DNG Motors kündigte die Enthüllung des Fahrzeugs für den 13. September 2023 an. Gebaut werden soll es in Detroit.

Für die Marke DeLorean kündigt sich ein zweites Comeback an. Dem im Frühjahr 2022 durch die DeLorean Motor Company enthüllten Alpha 5 folgt 2023 der Model-JZD der Firma DNG Motors.

Foto: DNG Motors

Gegründet wurde DNG – die Buchstaben stehen für DeLorean Next Generation – von Kat DeLorean, der Tochter des einstigen Markengründers John DeLorean, der 2005 verstarb.

Foto: DNG Motors

Vom Model-JZD wurden bislang einige Bilder veröffentlicht, die einen flachen Sportwagen mit Flügeltüren zeigen. Trotz moderner Designelemente, etwa durchgehende Lichtbänder vorne und hinten, versprüht der Neuzeit-DeLorean viel von der Aura des 1981 und 1982 gebauten Ur-DeLorean DMC-12.

Foto: DNG Motors

Wegen fehlender optischer Nähe zum Original wurde der zuvor enthüllte Alpha 5 der DeLorean Motor Company kritisiert.

Foto: DNG Motors

Zur Technik des Model-JZD gibt es bis auf die Ankündigung eines Elektroantriebs noch keine Informationen. Ein Post auf der Instagram-Seite von DNG Motors kündigt die Enthüllung des Fahrzeugs für den 13. September 2023 an. Gebaut werden soll es in Detroit.

Foto: DNG Motors

Borgward

Das Revival einer Automarke kann funktionieren. Oder auch nicht. Ein prominentes für ein Scheitern ist Borgward. Wie wenige Automarke steht Borgward für den Erfolg der Wirtschaftswunderjahre der jungen BRD. Doch die Erfolgsgeschichte nahm ein jähes und 1963 endgültiges Ende. Das große Borgward-Werk in Bremen verleibte sich der Daimler-Konzern ein. Die Markenrechte blieben im Familienbesitz. Bis 2014. Damals verkaufte Gründerenkel Christian Borgward sie an Foton. Der chinesische Lkw-Hersteller wollte ins Pkw-Geschäft einsteigen und künftig SUV-Modelle als Borgward in China und Europa vertreiben. Die neuen Autos von Borgward basierten auf einer alter Saab-Plattform mit modernisierter Technik und zeitgemäßem Design aus Deutschland. Um in Europa Fuß zu fassen, wurde 2016 zunächst eine europäische Zentrale der Borgward Group in Stuttgart eröffnet. Ende 2016 folgte die Ankündigung, für den europäischen Markt sogar eine Fertigungsanlage unter anderem für eine Elektroversion des BX-7 in Bremen aufbauen zu wollen. 2017 untermauerte Borgward mit einem großen Stand auf der IAA und dem Isabella Concept seine Europa-Ambitionen.

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Mit dem BX-7 wurde dann sogar das erste Modell von Borgward zunächst in China eingeführt. 2017 folgten BX5, 2018 BX6 sowie 2020 der kleine BX3. Hauptabsatzmarkt war China, wo in fünf Jahren insgesamt 165.000 Fahrzeuge verkauft wurden. Rasch zeigte sich allerdings, dass der Absatz weit hinter den Produktionskapazitäten zurückblieb. Dem Mutterkonzern Foton fehlte alsbald der finanzielle Atem auch für seine ambitionierten Europapläne. Nach Deutschland haben es lediglich eine Handvoll BX-5 und BX-7 geschafft.

Im Sommer 2019 hat der neue Borgward-Eigner Ucar den Werksbau in Bremen abgesagt, 2020 wurde der Deutschland-Standort abgewickelt. In diesem Jahr sind in China zudem die Verkaufszahlen eingebrochen, 2021 kam die Produktion endgültig zum Erliegen. Im April 2022 leitete dann Beijing Borgward das Insolvenzverfahren ein. Was von Borgward übrigbleiben wird und was mit den Markenrechten passiert, bleibt abzuwarten.
Erstveröffentlichung: 17. April 2023, 15:42 Uhr

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