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Nachhaltigkeits-Ranking Die grünsten deutschen Städte

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Soziales

11 Prozent des Münchener Stadtgebietes sind Erholungsflächen wie Parks und Wiesen Quelle: Laif

München ist am sozialsten, Gelsenkirchener sterben am frühesten

Ob es nun die vielen Grünflächen der Stadt sind, die nahen Alpen – oder das gute Bier: München erlebt wundersame Geburtenrekorde: 2009 kamen mit 14 306 Babys erstmals so viele Kinder zur Welt wie vor dem Pillenknick in den Sechzigerjahren – 2011 folgte mit 14 714 Geburten noch ein Bestwert. Deutschlandweit dagegen zählten die Statistiker 2009 so wenig Babys wie seit dem Zweiten Weltkrieg nicht mehr.

Ein Grund für die anhaltende Aktivität in den Münchner Betten ist wohl, dass die Stadt nicht nur wirtschaftlich, sondern auch in vielen sozialen Belangen Maßstäbe setzt. Das spiegelt auch der WirtschaftsWoche-Nachhaltigkeitsvergleich wider, hier belegt München in der Kategorie Sozialkapital den ersten Platz. Während bei der Luftqualität Norddeutschland stark ist, dominiert im Sektor soziale Nachhaltigkeit der süddeutsche Raum: Augsburg folgt auf dem zweiten – Gesamtsieger Stuttgart auf dem dritten Platz.

In die Kategorie Soziales fließen unter anderem Indikatoren wie Kriminalität, Ärzteversorgung, Lebenserwartung und Anteil von Erholungsflächen ein. Überall erzielen die Bayern Bestnoten: München ist mit 7600 Delikten pro 100 000 Einwohnern im Jahr sicherer als alle anderen deutschen Großstädte.

Größere Sicherheit schafft Lebensqualität

Süden hängt Norden ab. Teilranking Soziales

Passiert in München doch einmal etwas, ist die Aufklärungsquote der Straftaten mit 60 Prozent überdurchschnittlich hoch. Daher liegt die bayrische Hauptstadt in Sachen Sicherheit – anders als die drei anderen Millionenstädte – unter den besten aller untersuchten Orte.

Und so bezeichnen die Münchner ihre Heimat wohl zu Recht als "sicherste Millionenstadt Europas".

Dafür haben sie viel getan. Die Verwaltung schickt mehr Mitarbeiter von Sicherheitsfirmen in S-Bahnen und sorgt mit fast flächendeckenden Videokameras im öffentlichen Nahverkehr für Sicherheit. Zugleich hat München die Handynetzversorgung auf unterirdischen Bahnstrecken verbessert, damit die Menschen im Notfall Hilfe herbeitelefonieren können.

Auch beim Anteil öffentlicher Erholungsflächen liegt die Stadt auf einem guten sechsten Platz. Die Lebensqualität wirkt sich wiederum auf die Gesundheit aus: Münchner werden mit 81,5 Jahren recht alt – und erreichen fast das Top-Niveau der Stuttgarter, die 81,8 Jahre alt werden. Am frühesten sterben die Menschen in Gelsenkirchen: im Schnitt mit 77,5 Jahren.

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