Brennstoffzellen-Autos Gase-Hersteller Linde steigt ins Carsharing ein

Der Industriegase-Konzern Linde steigt ins Carsharing ein: Der Start in München soll mit 50 Brennstoffzellen-Autos von Hyundai erfolgen. Später könnte das Konzept auf weitere Städte und Hersteller ausgeweitet werden.

Der Hyundai iX35 Fuel Cell kostet rund 65.000 Euro. Quelle: Hyundai

Elektroautos werden in Zukunft ihren Fahrstrom selbst erzeugen – in einer Brennstoffzelle, durch die Reaktion von Sauerstoff mit Wasserstoff. Davon sind nicht nur führende Ingenieure von Toyota und Hyundai, Ford und Daimler überzeugt.

Auch Linde-Chef Wolfgang Büchele hält große Stücke auf das Antriebskonzept. So sehr, dass er nun die Aktivitäten auf dem Gebiet ausbaut und eine neue Geschäftseinheit aufbaut: Unter dem Markennamen "BeZero" steigt Linde im Sommer in München mit einer Flotte von 50 Brennstoffzellenautos in das Car-Sharing ein.

Die Autos liefert der koreanische Hersteller Hyundai – er war im Unterschied zu Toyota und Daimler als einziger in der Lage, bis Juni eine größere Anzahl von Fahrzeugen zu liefern.

Warum nutzen Sie Carsharing?

Im Unterschied etwa zu Car2Go oder DriveNow können die Hyundai-SUVs vom Typ iX35 nur an ausgewählten Stellen im Stadtgebiet ausgeliehen – und müssen von den Teilnehmern des "Experiments" auch dorthin zurückgebracht werden. Gegenüber den Carsharing-Angeboten von Daimler und BMW, die mit ihren über das Stadtgebiet verteilten Autos den sogenannten Freefloat-Ansatz gewählt haben, setzt Linde auf das stationsbasierte Carsharing.

Die Fahrzeugflotte soll mit der Zeit auch um Brennstoffzellenautos anderer Hersteller erweitert werden. Findet das Angebot Anklang, soll das CarSharing-System auch auf andere deutsche Großstädte ausgedehnt werden. "Erst einmal wollen wir Erfahrungen sammeln", heißt es bei Linde.

Zudem muss die Infrastruktur für die Versorgung der Autos mit "Brennstoff" ausgebaut werden – derzeit gibt es in Deutschland nur etwa drei Dutzend Wasserstoff-Tankstellen. Bis zum Jahresende soll die Zahl auf 50 wachsen. Im Rahmen der H2-Mobility-Initiative sollen bis 2023 insgesamt 400 Stationen entstehen.

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