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Elektrolieferwagen Deutsche Post liefert Streetscooter an britische Milchmänner

Die Post ist mit dem StreetScooter zu einem führenden Hersteller von Elektrotransportern aufgestiegen. Quelle: dpa

Der Elektrolieferwagen der Deutschen Post nimmt Kurs aufs Ausland. StreetScooter-Bestellungen aus dem Ausland werden häufiger. So sollen demnächst britische Milchmänner mit den Elektrofahrzeugen ausliefern.

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Die Deutsche Post-Tochter StreetScooter verkauft erstmals Elektrotransporter in großem Stil an einen einzelnen Kunden ins Ausland. Die britische Firma Milk & More habe 200 der Elektrofahrzeuge bestellt, teilte die Post am Montag mit. Britische Milchmänner werden damit künftig mit dem StreetScooter über die Insel kurven. Die zur deutschen Müller-Gruppe gehörende Milk & More beliefere jede Woche über 1,5 Millionen Mal mehr als 500.000 Haushalte in Großbritannien.

Die Post ist mit dem StreetScooter zu einem führenden Hersteller von Elektrotransportern aufgestiegen und profitiert dabei auch von der Diesel-Krise. Für die Bonner selbst sind bereits rund 5500 der Fahrzeuge im Einsatz. Die Post verkauft die für den Lieferverkehr entwickelten Elektrofahrzeuge aber auch außerhalb des Konzerns und registriert dabei nach Aussagen von Konzernchef Frank Appel reges Interesse - auch aus dem Ausland.

Eine zweite StreetScooter-Fabrik soll am Mittwoch im nordrhein-westfälischen Düren eröffnet werden, um die steigende Nachfrage zu bedienen. Außerdem prüft die Post einem Bericht der Nachrichtenagentur Bloomberg zufolge strategische Optionen für ihre Elektro-Lieferwagen StreetScooter. In Betracht gezogen werde dabei auch ein externer Investor, der beim Ausbau des Bereichs helfen soll, sowie ein möglicher Verkauf eines Anteils an der Börse zu einem späteren Zeitpunkt, berichtet Bloomberg unter Berufung auf mit der Angelegenheit vertraute Personen.

Erste Überlegungen bewerten das Projekt mit mehr als eine Milliarde Euro, nachdem es 2016 einen Umsatz von 200 Millionen Euro erzielt hatte, sagen die Personen, die um Anonymität baten, weil die Gespräche vertraulich sind. Eine Sprecherin der Deutschen Post in Bonn wollte sich zu „Spekulationen“ nicht äußern. Als Anzeichen für die größeren Pläne wurde das StreetScooter-Projekt in die neue Sparte Corporate Incubations eingebracht, die von Jürgen Gerdes, dem langjährigen Vorstand Post-eCommerce-Parcel bei Deutsche Post DHL Group, geleitetet wird. Zu den derzeitigen Zulieferern für StreetScooter gehören die Robert Bosch GmbH, der weltweit größte Auto-Zulieferer stellt den Elektro-Antrieb her, und Ford Motor Co., die das Chassis von ihrem beliebten Transit-Transporter für die größte Version des Modells liefert. Diese hat bei voll aufgeladender Batterie eine Reichweite von bis zu 200 Kilometern und kann mehr als 200 Pakete befördern. Die Produktionskapazität wird auf etwa 20.000 Fahrzeugen pro Jahr verdoppelt und die an externe Kunden verkauften Lieferwagen beginnen mit einem Preis von 40.400 Euro.

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