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Ermittlungen ausgeweitetContinental droht nun auch Bußgeld wegen Verfahren in Frankfurt

Dem Autozulieferer Continental droht neben einem möglichen Bußgeld der Staatsanwaltschaft Hannover zusätzlich ein Bußgeld der Staatsanwaltschaft Frankfurt.Annina Reimann 29.06.2022 - 13:47 Uhr
Foto: imago images

Die Staatsanwaltschaft Frankfurt hat ihre Ermittlungen gegen Verantwortliche bei Continental auf drei Personen ausgeweitet, „die ehemals leitende Funktionen im Management des Continental Konzerns hatten“, teilte eine Sprecherin der Behörde der WirtschaftsWoche mit. In diesem Zusammenhang liefen Bußgeldverfahren gegen die Continental AG, die Continental Automotive GmbH und die Continental Automotive France SAS, so die Sprecherin. Conti wollte sich nicht dazu äußern.

Die Staatsanwaltschaft Frankfurt ermittelt wegen des Verdachts der Beihilfe zum Betrug durch Unterlassen gegen Verantwortliche bei Continental. Es geht um die Lieferung von Motorsteuerungsgeräten an den damaligen PSA-Konzern (heute: Stellantis). Continental lieferte an PSA; PSA wiederum lieferte Motoren an den im Jahr 2020 bei den Frankfurter Ermittlern unter Dieselbetrugsverdacht geratenen Rivalen Mitsubishi. Darunter zwischen 2015 und 2018 1,6-Liter-Euro-6-Dieselmotoren. Mitsubishi musste für diese Motoren bereits 25 Millionen Euro Buße zahlen – es ging um die fahrlässige Luftverunreinigung, wie die Frankfurter Staatsanwaltschaft einmal mitteilte.

Nach Informationen der WirtschaftsWoche geht es bei zwei der drei in Frankfurt unter Verdacht stehenden Conti-Mitarbeiter um jene Personen, gegen die auch die Staatsanwaltschaft Hannover ermittelt. Sie kommen aus den Bereichen Recht und Compliance.

In Niedersachsen geht es mit Bezug auf den VW-Dieselskandal um den Verdacht auf Beihilfe zum Betrug, Untreue sowie eine mögliche, vorsätzliche Aufsichtspflichtverletzung. Die Staatsanwaltschaft Hannover ermittelt gegen mittlerweile 61 Beschuldigte. Dabei handelt es sich um aktuelle und ehemalige Mitarbeiter von Continental –darunter unter anderem der ehemalige CEO Elmar Degenhart und der ehemalige Finanzvorstand Wolfgang Schäfer.

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